in Politik

Viel Aufsehen erregte jüngst ein Video von Julia Klöckner mit und für Nestlé. In diesem Video warb die Landwirtschaftsministerin dem Eindruck nach für die Produkte des Schweizer Konzerns, der weniger Zucker, Fett und Salz in den Erzeugnissen verarbeiten würde. Es ging um Produkte, die(!) „die Bürger gerne mögen“.

Marketing in perfekter Form

Dies ist nach Meinung von Beobachtern tatsächlich Marketing, exakt so, wie es Julia Klöckner vorgeworfen wird. Die Ministerin stellt sich selbst nach Meinung von Sascha Raithel, ein Marketing-Professor der FU Berlin, ausweislich eines Interviews mit der „FAZ“ für Unterstützung und/oder Sponsoring zur Verfügung. Allerdings gibt es immerhin ein Gegenargument: Julia Klöckner bekommt für den Auftritt kein Geld. Darauf bezieht sich auch die Ministerin, die zudem darauf verweist, dass die Entwicklung tatsächlich „gut“ für die Konsumenten sei.

Problematisch ist der Umstand, dass die Ministerin hier keine Konkurrenz nennt und der Umstand, dass eigens ein Video produziert wurde. Die Lobhudelei ist, um es in anderen Worten zu beschreiben, nicht im Rahmen eines „Auftritts“ vorgenommen worden.

Das Video ging, in der Marketing-Diktion, „viral“ um die Welt. Es war möglicherweise gar nicht beabsichtigt, das Video für die weite Öffentlichkeit zu produzieren. Genau die große Debatte jedoch könnte zur Beliebtheit geführt haben.

Der Marketing-Professor nimmt sogar an, dass das Video in einem halben Jahr sogar noch für positive Effekte in der Erinnerung sorgen könnte. Dieser Effekt sei darauf zurückzuführen, dass Menschen nicht stetig negative Emotionen erleben wollten. Allerdings verweist der Professor darauf, dass die Landwirtschaftsministerin das Video als „Werbung“ hätte kennzeichnen müssen. Es enthält schließlich „Produktplatzierungen“. Insofern sei auch die Neutralität aufgegeben worden.

Die Konsequenzen für Frau Klöckner sind aktuell noch überschaubar. Dennoch steht sie stark in der Kritik. Nun soll sich auch die Medienaufsicht um die Politikerin kümmern.

Weitere Informationen über Nestlé finden Sie hier!

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