in Politik

Christof Lehmann (nsnbc) Frankreichs Präsident Hollande macht, begleitet von seinem Außenminister und Verteidigungsminister, einen eintägigen Besuch in Mali.

Mittlerweile gehen die Kämpfe zwischen den von mehreren von Frankreichs NATO Alliierten unterstützten Französischen Truppen mit den islamistischen Rebellen im Lande weiter.

Obwohl die Aufständischen von den grössten Städten im Norden vertrieben wurden sagte Hollande, dass Frankreich seine Truppen aus Mali abziehen und afrikanischen Truppen Friedens bewahrende Aufgaben überlassen wird, sobald Mali die Souveränität über alle seine Staatsgebiete wiederhergestellt hat. Hollande besuchte Timbuktu, das erst vor sechs Tagen von französischen und malischen Truppen erobert wurde.

In einer gefühlsbetonten Rede, lobte Hollande sich selbst als ”Befreier der antiken Stadt Timbuktu”. Hollande verglich die militärische Präsenz der französischen Truppen in Mali mit der Anwesenheit von malischen und zentralafrikanischen Truppen in Frankreich während des Kampfes für die Befreiung Frankreichs von deutschen Besatzungstruppen im Zweiten Weltkrieg. ”Als Frankreich besetzt wurde”, sagte Hollande, ”wer kam Frankreich zur Hilfe ? Das Volk von Mali. Jetzt, wo Mali besetzt ist, wird Frankreich helfen um Mali wieder zu befreien”.

In einem geschickten politischen Manöver, gelang es dem französischen Staatsmann die neue Kolonialisierung von Mali als Befreiung darzustellen. In eine landesweit im Fernsehen übertragenen Rede, verkaufte Hollande die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Malis Interims-Präsident Dioncounda Traoré (welcher nicht mehr die legitime Macht in Mali besitzt) und den Führern beider Rebellen Organisationen, einschließlich dem langjährigen Freund und Parteigenossen von Traoré, Ihyad Ag Ghali, als Befreiung. Mittlerweile hat diese unglaubliche Koalition die Wahrheit besetzt. Parlamentsmitgliedern, die sich gegen den postmodernen Staatsstreich äußern, wurde nicht nur der Zugang zu den Medien, sondern Reisen ins Ausland untersagt.

Der Interim-Präsident Diancounda Traoré dankte ”Bruder Hollande” für die französische Intervention und sagte:

”Gemeinsam werden wir die Terroristen jagen bis wir auch ihr letztes Versteck gefunden haben”. Mali ist im Begriff, seinen eigenen ”Krieg gegen Terror” einzuführen.

Die PR für den Hollande Besuch war gekonnt vorbereitet. In Timbuktu und in Bamako wurden lokale Traoré Unterstützer, in farbenfrohe afrikanischen Gewänder gekleidet, in die Stadtzentren geschickt, wo sie tanzten, sangen und Transparente mit den Slogans ”Merci Papa Hollande, Vive Hollande, und Vive la France” trugen.

Während das  makabere, neo-kolonialistische Theater im nationalen Fernsehen übertragen wurde, wird dem Parlamentarier Dr. Ousama Mariko konsequent die Möglichkeit verweiger, in den Medien Stellung zu nehmen. In zwei Fällen, so Dr. Mariko, hat Frankreich seinen Einfluss geltend gemacht, und verhindert, dass Dr. Mariko in die USA ausreisen konnte, um dort an die Öffentlichkeit zu treten und an einer malischen Lösung für die Probleme Malis zu arbeiten.

Frankreich und die Rebellen unter einer Decke

In einem nsnbc vorliegenden Interview erklärt Dr. Mariko, dass die Führer der beiden angeblich islamistischen Rebellengruppen, Malis Interims-Präsident Dioncounda Traoré, und die Hollande Regierung an der Besatzung Malis zusammenarbeiten.

Dr. Mariko erklärt, dass Frankreich in Mali die Kräfte unterstützt, die in der FDR vereint sind, und die laut Mariko alle enge Beziehungen zu der Rebellion und den Rebellenführern haben.

Führende Mitglieder der PDS-Partei, die dem FDR Dachverband angeschlossen ist, haben laut Mariko enge Beziehungen zum Rebellenführer Ihyad Ag Ghali. Laut Dr. Oumar Mariko ist es in Mali auch allgemein bekannt, dass der Interims-Präsident Dioncounda Traoré und der Rebellenführer Ihyad Ag Ghali engste Freunde sowie Parteifreunde sind.

Ag Ghali ist für den Tod von Tausenden von malischen Bürgern verantwortlich. Laut Dr. Mariko koordinieren die Regierung von Präsident Hollande, Ihyad Ag Ghali und Dioncounda Traoré ihren Krieg gegeneinander um gemeinsam den früheren Staatsstreich des Militärs, der gegen ihre gemeinsame Korruption gerichtet war, rückgängig zu machen.

Diese Aussagen werden durch die systemische Kriminalität französisch unterstützter Regierungen in Mali und durch glaubwürdige Zeugenaussagen belegt, wonach Inerims-Präsident Dioncounda Traoré das Handy eines gefangenen Rebellenkommandanten anrief und ihm einen ausdrücklichen Befehl gab, bestimmte malische Streitkräfte anzugreifen. Traoré war sich jedoch nicht bewusst, dass ein malische Offizier, der den Rebellen verhaftet hatte, den Anruf beantwortete. Der Offizier, der sich weigerte sich bestechen zu lassen, wurde kurz nach dem Zwischenfall von Rebellen ermordet. Dies war der Anlass, welcher zum Militärcoup in Mali führte.

Präsident Hollande als ”Befreier und Papa Hollande” zu feiern ist ohne eine Besatzung der Wahrheit wohl kaum möglich.

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Kommentar

  1. Wenn die Nato in Vorderasien und Afrika gescheitert ist, brechen der Kapitalismus und Multikulturalismus zusammen. Es wird eine nicht-grüne Ökopolitik etabliert. Der Islam und das Christentum werden reformiert, oder durch die freireligiöse Bewegung ersetzt. Mehr dazu auf meinem Blog (bitte auf meinen Nick klicken).

  2. „… Friedens bewahrende Aufgaben …“ Was soll das? Wer in der Deutschen Sprache ein Substantiv benutzt, muss wissen, in welchem Fall das Substantiv steht. Im Nomoínativ? Oder im Genitiv? Oder im Dativ? Oder im Akkusativ? – In welchen Fall steht hier „Friedens“?