in D/A/CH

In den USA gibt es nun Meldungen, wonach Saudi-Arabien den „gewaltsamen Tod“ des Journalisten Khashoggi einräumen und folglich auch eine eigene Tat zugeben möchte. Darüber berichtete unter anderem „CNN“. Der Journalist gilt als verschwunden und wahrscheinlich tot. Zuletzt war er in der Botschaft Saudi-Arabiens in der Türkei gesichtet worden. Die Türkei hat damit begonnen, diese Botschaft zu „inspizieren“, wie es heißt.

Versehentlich ermordet worden?

Nicht nur „CNN“, sondern auch das „Wall Street Journal“ teilt mit, Saudi-Arabien wolle möglicherweise erklären, dass der Journalist Kashoggi „versehentlich“ im Zuge eines Verhörs zu Tode kam. Kashoggi war als regimekritischer Journalist aufgefallen, sodass sich der Verdacht nach dessen Verschwinden sehr schnell darauf richtete, Saudi-Arabien habe ihn entführt und umbringen lassen.

„CNN“ wiederum berichtet von zwei Quellen, auf die sich deren Aussagen stützen. Dabei betont eine Quelle, der Bericht der Saudis wäre bislang noch nicht fertig. Daher sei es möglich, dass die Aussagen „umgeschrieben“ würden. Mit anderen Worten: Die Aussagen sind bis dato nicht-öffentlich und nicht-offiziell.

Der Bericht ist allerdings ohnehin nicht zu 100 % zufriedenstellend, monieren Beobachter. Denn die zweite Quelle spreche davon, dass die „Operation“ gegen den Journalisten vorgenommen worden sei, ohne dass es „von oben“ einen Einsatzbefehl dazu gegeben haben würde. Die „Verantwortlichen“ müssen demnach damit rechnen, dass sie vom Regime „zur Rechenschaft“ gezogen werden.

All dies jedoch wirft weitere Fragen auf: Kaum vorstellbar, so Kritiker, dass eine Tötung „aus Versehen“ vorkommen könne, wenn es einen derart brisanten Fall betrifft. Zudem würde die Tat fast zu lange verdeckt worden sein. Schließlich ist auch der Umstand, dass die politische Führung davon nichts wissen möchte, zumindest bemerkenswert.

Noch sind die richtigen Worte offenbar nicht gefunden. Der Bericht ist nicht offiziell, sodass lediglich von Mutmaßungen auszugehen ist.

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