in Politik

Die Klimadebatte in Deutschland, von Kritikern wie Jürgen von der Lippe inzwischen argwöhnisch mit „Blockwart“-Verhalten verglichen, wird extremer. Nun hat der Linken-Kandidat für die Bürgerschaft in Hamburg Tom Radtke in einem Tweet den 75. Jahrestag der Befreiung der noch lebenden Gefangenen aus dem Konzentrationslager Auschwitz in einer sehr eigenen Weise begangen. Er verwies darauf, die „Nazis gehören auch zu den größten Klimasünder*innen, da ihr Vernichtungskrieg und ihre Panzer riesige Mengen an CO2 produziert haben.“ Eine vor dem Hintergrund der realen Geschehnisse in Deutschland und auf den Schlachtfeldern des zweiten Weltkriegs höchst eigenartige Perspektive, die der Politiker einnimmt, so ist den Reaktionen im Netz zu entnehmen.

Klimaerwärmung jetzt stoppen

Die Klimaerwärmung gelte es zudem jetzt zu stoppen, „damit sich ein Holocaust nicht wiederholt“, so der Schüler, der damit für Aufsehen sorgte. Der Vergleich des Holocausts mit den Folgen des – so die Intention – Klimawandels ist eine Entgleisung, die ihresgleichen sucht. Allerdings ist die Zuspitzung der Diskussion insofern nicht (mehr) verwunderlich, als bereits Greta Thunberg mit gedanklich ausgestreckten Fingern auf die Wirtschaftsführer zeigte und ihnen vorwarf, „ihr“ Leben zu zerstören.

Die frühere Streitkultur, die beispielsweise in den Talkshows der öffentlich-rechtlichen Medien stets angemahnt wurde, wird durch einen Überbietungswettbewerb der immer stärkeren Vorwürfe abgelöst. Dazu passt, dass es inzwischen wie berichtet Forderungen gibt, die Leugnung des Klimawandels oder wahlweise des menschengemachten Klimawandels unter Strafe zu stellen. Auch hier ist die Analogie zur Diskussion um den Holocaust frappierend.

Selbst die Hamburger Gruppe der „Fridays for future“ hat sich vom Autor der Aussage inzwischen allerdings distanziert. Sie gibt an, er würde „nie mehr“ für die Bewegung aktiv sein, was wiederum die Frage aufwirft, wie dies in einem nicht-geschlossenen Verein kontrolliert werden soll. Auch hier werden sich Ebenen herausbilden, die über „gut“ und „böse“ entscheiden. Bei hochemotionalen Themen wie dem Klimawandel ist dies offenbar schon zu viel, um noch zielführend miteinander diskutieren zu können. Unser Beitrag dazu ist hier vermerkt.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Grünes Gaga

    Vielleicht auch eine Folge der neuen Form von Öffentlichkeit, die das Internetzeitalter mit sich bringt: Was früher, allein durch die fehlende Resonanz, nur partiell und lokal eingeschränkt an Irrsinn produziert werden konnte, daß kann heute, dank vielfältiger Echokammern und weltweiter Verbreitungsmöglichkeiten, auch gleich zum Kollektivirrsinn mutieren.

    Daß jetzt ausgerechnet ein Linker, der irgendwie noch ziemlich „grün“ hinter den Ohren sein muß, Kriegsgeschehen mit Umweltfrevel gleichsetzt und völlig idiotische Parallelen zwischen ‚Kampf gegen Faschismus‘ und ‚Kampf gegen Umweltverschmutzung‘ zieht, zeigt einerseits nur dessen geistige Minderbemitteltheit auf und enthält andererseits einen Hinweis auf die neuesten Schlichen der Kommunisten. Denen scheint mittlerweile jedes Mittel recht zu sein, um endlich zu einer heiß ersehnten DDR 2.0 zu gelangen, auch wenn dieses Ziel nur über ein grünes Trittbrett und über den Weg einer rot-rot-grünen Regierung erreicht werden kann.

    Auffällig auch wieder, daß die MSM für diesen Vollpfosten den üblichen, linken „Schonwaschgang“ eingeschaltet haben und so gut wie nichts darüber berichtet wurde. Ein wohliger Mantel des Schweigens und Vergessens, den auch ein anderer Grüner Idiot umgehängt bekommen hat, nachdem dieser allen Ernstes behauptet hatte, daß Vögel vom Gummi geplatzter Luftballons fressen und sterben würden (KEIN Witz!)…

Webmentions

  • Linker will „Klima-Holocaust“ verhindern – Die Welt 31. Januar 2020

    […] Die Klimadebatte in Deutschland, von Kritikern wie Jürgen von der Lippe inzwischen argwöhnisch mit „Blockwart“-Verhalten verglichen, wird extremer. Nun hat der Linken-Kandidat für die Bürgerschaft in Hamburg Tom Radtke in einem Tweet den 75. Jahrestag der Befreiung der noch lebenden Gefangenen aus dem Konzentrationslager Auschwitz in einer sehr eigenen Weise begangen. Er verwies darauf, die […] Source link […]