Leitmedium mit dem großen Abgesang: SPD vor dem Bankrott?

Die „Welt“ titelte nun in einem Gastbeitrag von Susanne Gaschke, ehemals SPD-Oberbürgermeisterin in Kiel, die SPD befände sich kurz vor dem Bankrott. Gemeint ist der Umstand, dass die Partei den politischen Bankrott einreichen müsse. Dies gilt für den Kontakt zur Basis wie auch die Zustimmung durch die Wählerschaft. Alles am Ende?

SPD ist am Ende – sagen die Leute

Dafür zitiert die Zeitung die soziologische Theorie des „symbolischen Interaktionismus“. Würden die Leute sagen, „du bist pleite, dann bist du pleite“. Zweifellos sind die Umfrageergebnisse der Partei ernüchternd genug, um genau in diese Richtung zu gehen. Je nach Institut ist die Partei bei 12 % oder gar 11 % der Wählerzustimmung angelangt. Dies sind noch einmal annähernd 50 % weniger als bei der ohnehin schon schwachen Bundestagswahl.

Damit hat die Partei nur noch Platz 4 in der Parteirangliste inne. Sie sei, so der Direkter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Wolfgang Merkel, „keine Volkspartei“ mehr.

Die Partei hat mit inzwischen nur noch 438.000 Mitglieder auch die Basis verringert. Junge Wähler würden ohnehin nicht mehr erreicht. Frauen sowie die „wenigen verbliebenen Arbeiter“ würden die Partei gleichfalls kaum noch wählen.

Selbst der Rücktritt von Andrea Nahles bringt keine Linderung. Die Partei hat es bislang nicht geschafft, künftige Vorsitzende ins Spiel zu bringen. Niemand weiß derzeit so recht, wie es weiter geht. Die Partei würde noch nicht einmal das Verfahren kennen, nachdem die nächste Vorsitzender oder der nächste Vorsitzende gewählt würde.

Offenbar oder angeblich sind sich viele Genossen nur darin einig, Kevin Kühnert loswerden zu wollen – als möglichen neuen Parteivorsitzenden. Kühnert ist in seinen Ideen demnach zu radikal. Was heute kaum noch jemand weiß: Die SPD selbst weiß seit fast zwei Jahren, wie schlecht es um sie steht. Nach der Niederlage bei der Bundestagswahl 2017 hat eine Arbeitsgruppe auf Geheiß des damaligen Vorsitzenden Martin Schulz eine Analyse erstellt. „Aus Fehlern lernen“ nennt sich die Studie und umfasst 100 Seiten. Darin heißt es unter anderem: „Die Gilde der FunktionärInnen hat sich weit entfernt von der Sicht der Basismitglieder.“ Wie wahr. Die Politik in Deutschland wird sich schon in kurzer Zeit massiv verändern. Lesen Sie hier….

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