Ziel der neuesten US-Kampagne: Soll NATO nach Südamerika?

Kommentar von Peter König (Information clearing house). Die Trump-Verwaltung hat gerade Venezuelas neu ernannten Vize-Präsidenten, Tareck El Aissami angeklagt, Drogenhandel zu betreiben, und nebenbei gleich das übliche kriminelle Spiel eingeleitet – illegale Sanktionen gegen einen ausländischen hohen Beamten mit Reise-Sanktionen und Einfrieren von Vermögen. Dies ist Washingtons widerliches Benehmen vom Feinsten wie das von vielen anderen in der Welt derselben Sorte.

Sanktionen – ökonomische Sanktionen, was die meisten sind, können so lange bleiben und „Erfolg haben“, so lange die Länder, die sich Washingtons Diktat widersetzen, in dem westlichen, auf dem Dollar basierenden Geldsystem verharren. Die FED, Wall Street, BIS (Bank für internationale Schlichtung) sind alle private Institutionen, die in der Hauptsache von Rothschild, Rockefeller, Morgan und anderen Klans kontrolliert werden. Sie werden auch von den Breton Woods Organisationen, der IWF und der Weltbank gestützt, die passender Weise unter der UN-Charta geschaffen wurden.

 

Zurück zu den Drogen und dem Kampf gegen die Drogen-Lords. Der Plan Kolumbien begann 2000 und hat seither ca. 20 Milliarden US $ gekostet, und hatte offiziell den Zweck, die Coca-Pflanzungen der Drogenmafia und der Drogenkartelle zu zerstören. Doch seit Beginn des Plans hat sich die Fläche der Coca-Pflanzungen in Kolumbien verdoppelt; die Ausstoß-Effizienz ist heute beinahe dreimal so hoch wie im Jahr 2000.

Washingtons verlogenen Anklagen und empörende Verleumdung von Venezuelas Vize-Präsidenten Tareck El Aissami ist völlig absurd. Sie zielen darauf ab in erster Linie, Venezuela unter dem internationalen Publikum in den Dreck zu ziehen. Es ist eine FakeNews-Propaganda, die bezwecken soll, Venezuela in den Drogen-‘Krieg‘ zu ziehen, der zwischen Kolumbien, Mexiko und Peru stattfindet, und der überall von Washington gefördert wird.

Bis zu seiner kürzlichen Ernennung zum Vize-Präsidenten war El Aissami Innenminister, der erfolgreich die Drogen-Mafia bekämpfte, die insgeheim von DEA und CIA gefördert wird. Das Dreinschlagen auf den Vize-Präsidenten kann die Strafe sein für seinen unerbittlichen Kampf gegen die US-gestützten Drogenlords als Innenminister. Tatsächlich wurden während seiner Amtszeit von dem absolut ehrenwerten Tareck Al Aissami die Drogenkartelle der internationalen Drogendealer hart getroffen. 102 Drogenbosse wurden gefangen und 21 davon in die USA ausgeliefert. Um die Sache noch lächerlicher zu machen, hat Al Aissami nicht einmal ein US-Visum und auch kein Geld in den USA, das angeblich eingefroren wurde.

Die größere und viel umfangreichere Agenda hinter dieser neuen Diffamierung könnte der monströse Versuch sein, die NATO in Südamerika einzuführen. Ja, richtig gelesen – der europäische Zweig des Pentagons, die Nordatlantische Verteidigungs-Organisation. Sie hat absolut nichts zu suchen in Lateinamerika, aber so lange niemand Zeter und Mordio dagegen schreit, ist die Straflosigkeit des Imperiums einfach bodenlos.

Eine wenig öffentlich gemachte Tatsache ist, dass Präsident Manuel Santos von Kolumbien kürzlich die NATO eingeladen hat, nach Kolumien zu kommen, um ihm zu helfen, gegen das ‚organisierte Verbrechen zu kämpfen‘ – womit wahrscheinlich ein neuer FARC-Krieg gemeint ist, den man ja leicht durch eine falsche Flaggen-Operation wieder in Gang bringen kann – wie gerade geschehen.

Diese Sache wird seit 2012/2013 vorbereitet, direkt nach Beginn der Friedensverhandlungen zwischen der Santos-Regierung und der FARC. Es begann mit einem sogenannten ‚Technischen Beistandsabkommen für die beste Praxis‘ zwischen NATO und Kolumbien – was auf wirkliche Truppen und Material-Bewegungen in Kolumbien ausdehnbar ist – was automatisch bedeutet, dass die NATO sich in ganz Lateinamerika ausbreitet. Die NATOisierung von LATAM! Welch eine Aussicht!

Venezuela unter Hugo Chávez war das einzige Land, das bereits bei den anfänglichen Verhandlungen Kolumbiens mit Brüssel/NATO protestierte. Bis heute kenne ich, außer Venezuela, kein anderes Land, dass Proteste verlauten ließ. Nicht, dass es von Bedeutung wäre, da nichts für die außergewöhnliche Nation von Bedeutung ist. Aber es könnte dazu beitragen, ein Bewusstsein zu schaffen für das, was Washington für seine neueste scheußliche Unterdrückung in Lateinamerika auf Lager hat.