in Lateinamerika

Die Energien der USA reichen nicht mehr aus, ihre Brücken und Straßen in Ordnung zu halten und ihre Bevölkerung zu ernähren, aber sie reichen aus, das Volk immer kräftiger zu plündern und Millionen in die Hetze gegen Russland, China und die dritte Säule der BRICS – Brasilien – zu investieren.

In Brasilien haben sie den alten Trick aus dem „Arabischen Frühling“ ausgegraben und tausende junge Leute, vor allem Studenten aus den Mittelschichten in den Techniken der sozialen Medien ausgebildet und sie wie eine Meute wilder Hunde auf Dilma, Lula und ihre Arbeiterpartei gehetzt.

Als Einpeitscher in Brasilien dienen Globo, eins oder das größte Medien-Konglomerat der Welt von Springer-Art, zu kurz gekommene Winkeladvokaten und abgehalfterte Hinterbänkler. Aufhänger ist ein gigantischer Korruptions-Skandal – „Car Wash“ getauft – mit Ursprung in dem ebenfalls gigantischen brasilianischen Ölkonzern Petrobras, in den Dutzende Politiker aus Dilmas Arbeiterpartei, anderen Parteien, Geschäftsleute und hohe Beamte verwickelt sind. Von Anfang an versuchte man, Dilma damit in Verbindung zu bringen, zumindest als Mitwisserin, aber ohne jeden Erfolg. Trotzdem hat jetzt ein Senator öffentlich Dilma Rousseff der Korruption angeklagt.

BBC meldete heute, dass Dilma ankündigte, gegen Senator Delcidio Amaral ein Strafverfahren wegen Verleumdung zu eröffnen. Knapp zwei Wochen zuvor, am 4. März, hat man gegen Lula einen Theatercoup inszeniert. Er wurde in São Paulo verhaftet, vernommen und öffentlich erniedrigt – einer der am meist geliebten – und gehassten – Menschen in Brasilien. Auch Lula versuchte man mit dem Skandal in Verbindung zu bringen. Durch Andeutungen, Insinuationen, Gerüchte, aber ohne jeden Beweis. Darauf holte Dilma ihren Vorgänger Lula als Stabschef in ihr Kabinett, was jedoch vom Obersten Gericht vorerst blockiert wurde. Pepe Escobar analysierte das folgendermaßen:

„Plan A für den Hollywood-Blitz gegen Lula war ein ambitiöses Verdoppeln des Einsatzes; nicht nur den Weg zur Amtsenthebung von Präsidentin Dilma zu ebnen nach dem Muster der „Sippenhaft“, sondern auch Lula für immer zu neutralisieren, ihn zu hindern, 2018 sich erneut um das Präsidentamt zu bewerben. Einen Plan B hatte man nicht.“

Dies ist ja der Alptraum in Washington, dass Lula nochmals an die Macht kommt. Lula und Dilma sind die ersten Präsidenten in Brasilien, die wirklich etwas für das Land geleistet haben, vor allem haben sie einen Brotkorb für die Ärmsten gesichert. Sie haben das Land auch auf die Beine gebracht und zur siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt gemacht. Unter Lula ist Brasilien den BRICS beigetreten, die eine alternative Entwicklungsbank auf die Beine gestellt haben, um unter Umgehung des Dollar Handel zu treiben. Lula hat außerdem dafür gesorgt, dass ExxonMobil und Chevron keine Anteile an den großen neu entdeckten offshore Ölvorkommen erhielten, sondern Chinas Sinopec.

2009 kam dann durch Snowden ans Licht, das die NSA der USA Dilma ausspionierte und auch die gesamte Führung von Petrobras. Dilma hat im Gegensatz zu unserer Witzfigur in Berlin entschieden in Washington protestiert, was dort nicht wohlwollend aufgenommen wurde. Das veranlasste auf alle Fälle Dilma mit der Verlegung eines US-unabhängigen optischen Fiber-Kabels nach Europa und eines nach Asien zu beginnen.

Wie wir sehen, ist es eine lange Liste mit reichlich Gründen für die „Unersetzlichen“ in Washington und im Pentagon, Brasilien zu bestrafen. Deshalb hat man unter der Studentenschaft – die immer und überall, ob im 3. Reich, in Indonesien, Chile, Argentinien und nun in Brasilien zum größeren Teil aus konsevativ-reaktionären Abkömmlingen der Mittel- und oberen Gesellschaftsschichten sich zusammensetzen – das Material gefunden, das man finanzieren, ausbilden und gegen Arbeiterschaft und deren Führer Lula und Dilma hetzen kann unter der Parole „Regimechange“ und natürlich der „Amtsenthebung“ ohne Beweis-Kraft, dafür mit umso mehr Stimmkraft auf den Straßen.

Diese Schreihälse und Krawallmacher haben Bewegungen gegründet wie die „Freie Brasilien Bewegung“ oder „Studenten für Freiheit“, die politisch voll auf der Linie der amerikanischen Neo- Konservativen liegen. Einige der Bewegungen haben ihre Basis in den USA und erhalten Gelder von alten Bekannten wie John Templeton Foundation und der Charles Koch Foundation. Natürlich erhalten sie auch reichlich Unterstützung von Brasiliens eigenen Milliardären und dem Presse-Konglomerat Globo, wie ein Artikel vom 17. März 2016 herausgefunden hat. Der Politik-Wissenschaftler Barros meinte dazu: „Diese Typen sind ganz klar von der Tea Party … und der Republikanischen Partei in den USA beeinflusst.“

Und das sind wohl die letzten Kandidaten, die von Brasilianern gewählt werden würden, aber mit geschickter Vorbereitung könnte man ja vielleicht genau wie in Argentinien die Wahlurnen ein bisschen manipulieren.

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23 Kommentare

  1. Ja das habe ich mir auch schon gedacht!?
    Sie versuchen es in ganz Südamerika, leider. In Bolivien ist es ihnen schon ein bisschen gelungen, den Präsidenten Morales zu diffamieren und eine weitere Amtszeit nicht zuzulassen.
    Auch Indien wird allmählich destabilisiert.
    Argentinien ist jetzt schon in deren Hand, Kontrolle. ..!?

  2. Traurig sehr sehr traurig das ganze????
    Frage mich, wo das uns alles noch hinführt?
    Enteder zum Abgrund oder zur totalen US Abhängigkeit, Sklaven der Mega Konzerne.
    Alles nicht sehr erstrebenswert, es sei denn, der Yellowstone Megavulkan bricht endlich aus….

  3. Ich wünsche den Brasilianern ganz viel Kraft und das sie verhindern können was die USA dort vor hat…. aber so lange Menschen mit Geld bestechlich sind und sich kaufen lassen ist es immer schwer.

  4. Es gibt in dieser dunklen Bande von Finanzpiraten solche, welche die Kehlen von Menschen aufschlitzen würden, um ihnen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen; es gibt jene, die Geld in die Staaten senden, um Stimmen zum Zwecke der Kontrolle der Gesetzgebung zu kaufen; und es gibt jene, welche internationale Propaganda pflegen, um uns zu täuschen und uns dazu zu bringen, neue Konzessionen zu gewähren, die ihnen gestatten, ihre vergangenen Missetaten zu verbergen und ihr gigantisches kriminelles Machwerk weiter aufrechtzuerhalten. Louis T. McFadden-.vier Jahre danach tot

  5. Indes die qualitätsfreien Medien wohlfeil schlimme Bilder aus aller Welt in die Stuben tragen, indes sie das Feindbild “Russland” mit Pauken und Trompeten aufblasen, entsteht hinter verschlossenen Türen ein alle betreffendes Ding, geeignet, alle staatlichen Rechte auszuhebeln und die Menschen vollends zu versklaven.

  6. Ist auch eine Frage, was Russland und China machen – immerhin die Gründer von BRICS- Bolivien haben sie schon ziemlich im Regen stehen lassen.

    Wenn die beiden einzigen Gegengewichte zu den Weltmachtsansprüchen der USA ihre potentiellen Verbündeten – zu denen Brasilien ganz bestimmt gehört! – weiter in der Abhängigkeit von US-Kartellen lassen, werden sie genauso ausgeraubt und dem Imperium einverleibt, wie viele arabische Staaten.

    Die Pleite in Brasilien wurde von den USA durch den Dollar-gebundenen Erdölpreis ausgelöst – zwecks Aushungerung der Regierung. Hat bei Venezuela prima geklappt.

    Wenn gerade Brasilien (!) nun auch den US-Spekulanaten überlassen wird, haben sie schon verloren.

  7. Ist doch klar – Brasilien eine zukünftige Wirtschaftsmacht, mit riesigen Ölvorkommen u.Bodenschätzen, läßt die USA doch nicht vom Haken! Natürlich wird auch da nach dem selben Schema ein Regierungssturz initiiert – klappt doch seit Jahrzehnten immer wieder auf´s neue. Natürlich spielt die Abkehr Brasiliens vom US-Dollar u.das Thema BRICS aktuelle die Hauptrolle, da diese Staaten die Hegemonie der USA u.den Petrodollar beenden werden. In Venezuela ist die USA ja auch kräftig am zündeln, aber da geht es wohl vorwiegend ums Öl u.das hiesige Staatensystem.
    Ach u.als Snowden auspackte war z.B. auch Brasiliens Konsequenz, das sie die Bestellung von US-Kampfflugzeuge absagten u.sich für Saab entschieden. Ein riesen Klatsche für die USA.

  8. Ich lese da, dass für die Anwürfe gegen Rousseff und Lula keine Beweise existieren. Sollte es immer noch Leute geben, die in den letzten Jahren nicht gelernt haben, dass die Wahrheit keiner Beweise bedarf? Wer das nicht verstanden hat, ist ewig gestrig.

    (Sollten die Menschen gar zu hartnäckig sein und nicht verstehen, dann besteht immer noch die Möglichkeit, Beweise herzustellen. Im digitalen Zeitalter gilt: „Nichts leichter als das!“.)

  9. O que está acontecendo aqui no Brasil é vergonhoso. Temos um governo que foi eleito democraticamente e a oposição derrotada quer a todo custo tomar o poder. Oposição cujos políticos na sua maioria formada por políticos corruptos, que querem tomar o poder para se livrar da justiça e entregar o país ao capital estrangeiro. Queremos que a UN intervenha.

  10. Dieser Artikel wurde wohl von einem linken Gesinnungstäter geschrieben, der von den tatsächlichen Verhältnissen keine Ahnung hat. Dilma Roussef war selbst bei Petrobras beschäftigt, bevor sie in die Politik ging. Und sie war Leiterin jener Abteilung, die die größte Fehlinvestition des Konzerns verursachte. Dass sie korrupt ist, darüber gibt es keinen Zweifel. Lula war bei dem Skandal vom Stimmenkauf (mensalao) der einzige seiner Partei, der von gar nichts wusste. Er ist genauso korrupt wie Dilma.

  11. „Genosse“ Schlereths paranoide Weltsicht. Oder Propaganda.
    An allem sind immer die USA schuld.
    Wie wäre es denn, wenn sich die Brasilianer, die Deutschen. die Österreicher usw. eingestehen würden, dass der Mist der in ihren Ländern passiert, selbst verursacht ist, ein Resultat der Korruption und der Verbrechen der eigenen Leute!

  12. Und Hr. Schlereth, wollen Sie allen ernstes behaupten es sei für die Brasilianer, für die Menschheit besser die Kommunistische Partei Chinas und ihre machtgeilen Bonzen sacken die Gewinne des Ölgeschäfts ein, statt anderer Konzerne???
    Sie sind einer der letzten 68ger Steineschmeißer mit Dopppelunmoral, längst überholt und widerlegt – und es ist eine Schande, dass Neopresse zunehmend nur noch Propagandamüll in Netz bringt.

  13. Wie lange kann die USA diese Politik weiter machen bis die Welt endlich einsieht u realisiert mit wem sie es zu tun hat. Kann es sein dass Putin der einzige ist der uns vor diesem Krebsgeschwür retten kann?

  14. Ungefähre Übersetzung „Robson“ : Was ist in Brasilien passiert, ist beschämend. Wir haben eine Regierung, die demokratisch gewählt wurde und die besiegte Opposition will mit allen Mitteln die Macht ergreifen. Oppositionspolitiker , meist korrupte Politiker, die die Macht übernehmen wollen loszuwerden Gerechtigkeit zu erhalten und das Land für ausländisches Kapital liefern. Wir wollen, dass die Vereinten Nationen intervenieren.

  15. ch glaube kaum, dass der Putsch von rechts und vom Kapital so einfach vom brasilianischen Volk hingenommen werden wird.

    Wir machen alle gemeinsam den Fehler die USA, Goldman Sachs und ähnliche für unbesiegbar und allmächtig zu halten! Es ist die Angst vor der Angst, die den Menschen lähmt, nicht die tatsächlichen Fakten.

    Sollten die Drahtzieher wirklich so verrückt sein, Brasilien zu destabilisieren, könnte es sich diesmal als ein katastrophaler Fehler für sie selbst erweisen.
    Die Migrationswaffe, die sie schon gegen Europa gerichtet haben, feuert dann ungewollt auf sie selbst zurück.

    Den Brasilianern kann man dann nicht verdenken, sich massenhaft auf in die USA zu machen, zwei, drei Millionen pro Jahr wären da noch wenig!