in Lateinamerika

Nirgendwo sind die Verbrechen der USA offensichtlicher und unerbittlicher als in Amerika, wo das gesamteuropäische Projekt 1492 geboren wurde.

Von Ajamu Baraka – Es war das Geburtsjahr von „Europa“, das aus seiner relativen kulturellen Rückständigkeit emporstieg, indem es mit erschreckender Effizienz den einzigen Vorteil nutzte, den es gegenüber den zivilisierteren Menschen der übrigen Welt hatte: Eiserne Rüstungen und Stahlwaffen, um die Menschen abzuschlachten, das Land zu erobern und den 500-jährigen Alptraum zu beginnen, den die Menschen der Welt seither erleiden.

Heute setzt sich die Barbarei des paneuropäischen Projekts unter der Vormundschaft der USA fort. Die Vereinigten Staaten von Amerika erweisen sich damit als verantwortlich für das, was man als die gewalttätigste, rassistischste und bedrückendste menschliche Erfahrung bezeichnen kann, die jemals auf der Erde zu beklagen war.

Viele Jahrhunderte erlebten die Völker Lateinamerikas die Schrecken des Völkermords, der Sklaverei, der Militärdiktaturen, der Umweltzerstörung und der neoliberalen Ausbeutung. Dann endlich begannen die Völker, sich langsam aus den Klauen der Hegemonie aus dem Norden zu befreien. Soziale Bewegungen entstanden, die sich von IWF-Strukturanpassungen, CIA-gesteuerten Putschversuchen und den Todesschwadronen großer Konzerne und lokaler Oligarchen nicht abschrecken ließen.

Sie begannen, sich ihre Geschichte in Ecuador, Bolivien, Brasilien und dem Rest des Kontinents zurückzuerobern. Venezuela hat eine Vorreiterrolle übernommen und den Beginn eines Sozialismus des 21. Jahrhunderts proklamiert, der eine neue Gesellschaft und einen neuen Menschen in diesem Prozess hervorbringen würde.

Die imperiale Überdehnung der USA

Wegen der imperialen Überdehnung, gingen die USA in dieselbe Falle, in die schon andere Imperien im Niedergang geraten waren. Dies geschah beim Versuch, das Chaos zu bewältigen, das Washington selbst geschaffen hatte, als Folge des katastrophalen Glaubens, dass sie zwei große Kriege gleichzeitig führen könnten. Die imperiale Kriegsmaschine hatte sich bei ihrem „Krieg gegen den Terror“ in Westasien und im Nahen Osten festgefahren.

So ließ sich die volle Kraft des repressiven US-Unterdrückungsapparates nicht mehr gegen die jungen Bewegungen der Völker in Lateinamerika richten. Natürlich half die USA, den gescheiterten Staatsstreich gegen Hugo Chávez zu planen und Polizei und Militärkräfte in der ganzen Region auszubilden. Aber es war erst die Obama-Administration, die ihren tödlichen Blick erneut auf Lateinamerika richten konnte. Ihr Hauptziel: Das an Erdöl reiche Venezuela.

„Venezuela zeigte den Weg, indem es den Beginn eines Sozialismus des 21. Jahrhunderts verkündete, der die neue Gesellschaft und den neuen Menschen hervorbringen würde.“

Barack Obama erklärte das kleine sozialistische Venezuela bei drei verschiedenen Gelegenheiten zu einer Bedrohung für die nationale Sicherheit des Militär- und Wirtschaftsgiganten USA. Was nur oberflächlich gesehen lächerlich erschien, denn die Vereinigten Staaten sind Vollstrecker des globalen kapitalistischen Systems. Als Kopf der weißen, westlichen, kapitalistischen Einheitsfront (die manche den Westblock nennen, der sich selbst aber in seiner Machtbesoffenheit als die „Freie Welt“ bezeichnet) machte es Sinn, Venezuela als Bedrohung zu sehen. Venezuela war die treibende Kraft für die Nationen Amerikas südlich der US-Grenze, die versuchten, sich vom Joch des US-Imperialismus zu befreien.

Anmerkung:

Ajamu Baraka ist der nationale Organisator der Black Alliance for Peace und war 2016 Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten der von Jill Stein geführten Grünen Partei der USA. Er ist Redakteur und Kolumnist für den Black Agenda Report und Kolumnist für Counterpunch. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören Beiträge zu „Jackson Rising: The Struggle for Economic Democracy and Self-Determination in Jackson, Mississippi. Er ist erreichbar unter: Ajamubaraka.com

(Originaltitel: „Venezuela: Die Rache des MAD-DOG Imperiums“, gekürzte, dreigeteilte und umgruppierte Version, ursprünglich übersetzt v. E.Schlereth)

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Kommentar

12 Kommentare

  1. Also was die USA betrifft, seit Jahrhunderten, bes. zuletzt unter dem ‚linken Kriegstreiber‘ Obama und der Kriegsschlange Clinton, die natürlich nur Befehlsausführer des Geldimperium sind, genau wie hier die linksfaschistische GroKo und die EU, kann ich akzeptieren aber das gerade Venezuela dieses neo linksfaschistisches von Kriminellen regierte Land einen Weg zeigen soll ins 21. Jahrhundert für eine neue Gesellschaft ist sowas von daneben das es schon Angst macht vor so einer Verblendung! Überall wo diese Linksfaschisten herrschen ist Ausbeutung, Terror, Unfreiheit, Hunger und extreme Gewalt .. wir laufen mit unserer linkspopulistischen GroKo und der EU geradewegs drauf zu …,.

    • Was hat eine sozialistische Republik denn mit Linksfaschismus zu tun? Faschismus geht prinzipiell und immer von rechts aus, auch wenn von den Medien gewollte Begriffsverschiebungen so manch einen verwirren mögen.

      Venezuela hat damals unter Chavez die tatsächlich faschistoiden US- Konzerne aus dem Land geworfen und seine eigenen Ressourcen verstaatlicht. Seither jagen die USA mit der Keule hinter dem kleinen Land her und wollen es erneut unterjochen und ausbeuten.

      Im Gegensatz zu den NATO- Staaten ist die venezuelanische Regierung tatsächlich am Wohl der eigenen Bevölkerung interessiert. Das hat mit Faschismus nicht das Geringste zu tun, eher im Gegenteil.

      • „Faschismus geht prinzipiell und immer von rechts aus“

        das ist Irreführung .
        Grundsätzlich steht Faschismus, aus dem lateinischen fasces „Rutenbündel“ hergeleitet , für autoritäre Politik , die bereit ist Gewalt anzuwenden .

        Der Mussulini hat den Faschismus als Vereinigung von Grosskapital und Staatsmacht definiert .
        Die EU entspricht heute real dieser Definition .
        Umgelegt war auch der Kommunismus auch eine Variante der Vereinigung
        von Produktionsmacht und Staatsmacht, in der das Grosskapital in anderer Hand war, die desaströsen Auswirkungen dieser Machtkonzentration waren aber ähnlich .

          • gerne .
            Bei so viel versteckter Desinformation kommt man nicht mehr zum gegebenen Thema Venezuela vor .
            Themen scheinen oft nur Vorwand , um zwischen den Zeilen Desinformation zu verbreiten .

  2. LOL
    Heute setzt sich die Barbarei der USA unter der EU als paneuropäisches Projekt fort …

    Europa in der Mitte des 20. Jahrhunderts jede Kultur abzusprechen ist haarsträubend .
    Die Kulturlosigkeit , das Ersetzen von Geschichte durch politisch korrekte Simulation , ist Folge des faschistuiden Globalismus .

  3. Sollte man nicht erst einmal wissen woher die Begriffe rechts und links kommen?
    Es war 1789 zur Nationalversammlung während der Französischen Revolution . Die Radikalen saßen links und die Konservativen rechts.neben dem Präsidenten der Versammlung. Man weiß natürlich, wer diese Revolution, die den Menschen keinen Nutzen brachte, angestiftet hatte. Jetzt muß man natürlich wissen was konservativ bedeutet. Es ist nichts weiter als altes gutes bewahren und mit neuem guten verbinden. Das hat aber nichts mit den heutigen rechten zu tun, die gegen gültiges deutsches Recht und Gesetz auf der Grundlage von Völkerrecht laufend verstoßen und dabei zu höchst Kriminellen werden. Das alles hat nichts mit der Regierungspartei in Venezuela zu tun, die sich tatsächlich verschrieben hat einen Sozialismus aufzubauen. Und hier sollte man wieder wissen, was Sozialismus ist (http://www.bundvfd.de/wp-content/uploads/2016/09/opelt-recht-01-Erkl%C3%A4rung-Sozialismus.pdf)
    Und man sollte danach noch wissen, daß das kommunistische China auf dem Weg zum Sozialismus ist. und dieses zusammen mit Rußland den Venezolanern hilfreich zur Seite steht, wie es auch in Nicaragua und Kuba geschieht. Und schauen wir nach Brasilien und Argentinien, wo es dem USI wieder gelungen ist die Gesellschaften an den Rand des Abgrunds zu führen.
    Einen herzlichen Dank an die Neopresse für die Veröffentlichung dieses Artikels.
    Olaf Opelt
    Bundvfd.de

    • Sozialismus ist auch nur eine bestimmte Form die Macht zu erlangen, von Leuten
      die dazu eine bestimmte Klasse benutzen, in dem sie Versprechungen machen die sie nie vorhaben zu halten.
      Siehe den realen Sozialismus-Kommunismus vergangener Zeiten, alles Diktaturen, größtenteils menschenverachtend, die von einer Ideologie beherrscht wurden, auf diesem Globus. Der „kleine Mann“ ist immer der Leidtragende.

  4. Unfaßbar, die Wiege der modernen Zivilisation, Europa, derart zu verunglimpfen. Ich verbeuge mich tiehief vor solch bodenlosem Tiefsinn. Sowas kann nur solchen Leuchttürmen der Intellektualität und Argumentationskunst einfallen, die mich -natürlich- für das „Flüchtlings“-Elend der ganzen Welt verantwortlich machen, weil auch deutsche Konzerne ein paar Waffen exportieren…
    Ab! Zurück in den Busch!