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Julia Klöckner gerät unter Druck. Die deutsche Landwirtschaftsministerin steht dafür, dass in den Joghurts und Frühstücksflocken über Jahre zu viel Zucker enthalten sein dürfte. Sie hat mit den Nahrungsmittelproduzenten vereinbart, dass bis 2025 der Zuckergehalt in „Kinder-Frühstücksflocken“ um im Mittel 20 % und in den Joghurts für Kinder um im Mittel 10 % sinken solle. Dies jedoch ist auf Basis der vorgegebenen Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO viel zu viel.

Fast alle Joghurts und Frühstücksflocken zu süß

Dann wären nach einem Bericht von „Foodwatch“ weiterhin 94 % der Joghurts für Kinder und 87 % der Frühstücksflocken für Kinder mit zu viel Zucker angereichert. Nach den Empfehlungen der WHO müssten diesem Bericht zufolge die Zuckeranteile bei Flocken immerhin um das Doppelte gesenkt werden, bei den Joghurts gar um das Dreifache.

Unter anderem ist auch dafür Julia Klöckner mit den freiwilligen Vereinbarungen verantwortlich. Über 2.000 Ärzte haben sich ebenso wie 15 Fachorganisationen zuletzt für eine „verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnung“ in Form von Ampelsignalen aus. Zudem solle es eine Herstellerabgabe für die „süßen Getränke“ geben, heißt es. Zudem forderten die Ärzte und Fachorganisationen eine Einschränkung des Marketings für entsprechend belastete Produkte. Davon ist bis dato noch nichts umgesetzt. Dass die freiwillige Vereinbarung weder umgesetzt werden dürfte – oder zumindest die Gefahr dafür besteht – ist erschreckend genug. Dass jedoch die freiwillige Vereinbarung nicht im Ansatz reicht, um das Problem der Fettleibigkeit bei Kindern zu reduzieren, gilt als nicht hinnehmbar.

15 % der Kinder sowie der Jugendlichen gelten ohnehin als fettleibig oder übergewichtig. Die Folgen sind bis heute in den Statistiken zur Mortalität (Todesfälle) noch nicht sichtbar und noch nicht absehbar. Dennoch wächst hier auch nach Meinung dieser Redaktion eine Verhaltensform heran, die an sich problematisch ist und sich dauerhaft zu einem noch größeren Problem entwickeln wird. Die Nahrungsmittelindustrie möchte jedoch weiter profitieren – hier finden Sie mehr Hintergrundinformationen zu deren Geschäftsmodellen. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. na aber das ist doch richtig so…die kleinen immer kluger werdenten kinderlei brauchen doch energie für die schweren app spiele und beim whatsapp und handyspielen braucht man viel geistige kraft

  2. Wenn dieses Problem zu den tausenden, die mit einer volksherrschaftlichen Verfassung zu beheben sind, hinzukommt, dann sind es hunderttausende Probleme. Und wenn die Zahl nun einmal so groß ist, wird der Unglaube so groß, dass all diese Probleme mit einer solchen Verfassung nicht zu beheben sind. Da man sich nun einmal so daran gewöhnt hat, kann man ja die Sache beibehalten und sich anpassen, wie es George Orwell in seinem Buch „1984“ beschrieben hat.

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  • Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner: Zucker und süß…. - Leserbriefe 22. Juli 2019

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