in D/A/CH

Die Pläne von BlackRock, die Renten zu privatisieren, dürften bald Gestalt annehmen. Friedrich Merz, der noch nicht einmal CDU-Parteivorsitzender ist, hielt mit seinen Renten-Privatisierungsplänen dennoch nicht hinterm Berg. Und diese Pläne sollen bald in die Tat umgesetzt werden. Vermutlich wird Merz neuer CDU-Parteivorsitzender und er will am liebsten auch Kanzler werden. Merz ist derzeit Aufsichtsratschef der Deutschland-Tochter von BlackRock. Watergate.tv hatte bereits über die Privatisierungspläne von BlackRock berichtet.

Merz warb jetzt für seine Idee, eine Altersvorsorge über Aktien steuerlich zu begünstigen. Der Vorschlag stieß jedoch bei SPD, Grünen und einigen Wirtschaftsexperten auf Kritik. Nach den Plänen von Merz soll ein auf Aktien basierter Spar- oder Vorsorgeplan für die Rente aufgebaut werden. Damit dieser attraktiver wird, soll es einen jährlichen Freibetrag darauf geben. Bislang spricht Merz noch von einer „ergänzenden Altersvorsorge“, die neben der gesetzlichen Rentenversicherung bestehen müsse. Rentensparer sollen die Aktienmärkte nutzen, um langfristig eine bessere Vermögens- und Kapitalbildung zu schaffen, so Merz.

Larry Fink, Gründer von BlackRock, sagte, die Rentenlücke in Europa könne nur durch eine private Rentenvorsorge gefüllt werden Ansonsten werde der Druck auf die öffentlichen Finanzen zu hoch. Europas Sparer sollen also in Rentenfonds des Finanzkonzerns investieren. Dennoch ist fraglich, ob das Produkt von BlackRock die Rentenprobleme in Europa wird lösen können oder auch nur sollen. Hier geht es vornehmlich um Gewinnoptimierung. Zudem sind viele Arbeitnehmer kaum in der Lage, sich solche Produkte zu kaufen bzw. entsprechend zu sparen. Die Einkommen sind teils deutlich zu gering, die Inflationsrate zu hoch.

Von der SPD kam heftige Kritik an Merz‘ Rentenvorschlag. Statt Steuersubventionen für Aktiendeals von wenigen müsse die gesetzliche Rente gestärkt werden. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kritisierte das Vorhaben. Was Merz vorschlage, sei ein riesiger Schritt in Richtung Privatisierung der Rente. Das sei ein milliardenschwerer Gefallen für Reiche und vor allem für seine Kollegen bei BlackRock. Finanzexperte der Grünen-Fraktion Gerhard Schick stimmte zwar grundsätzlich der Meinung zu, dass die Altersvorsorge stärker über Kapital erfolgen solle. Dennoch fehle es nicht an steuerlicher Förderung, sondern an guten Angeboten, bei denen nicht Banken und Versicherungen die Hand aufhielten.

Der Leiter des Münchner Ifo-Institutes Clemens Fuest hält es für richtig, dass Menschen unter Einbeziehung von Aktien mehr für den Ruhestand sparen. Freibeträge seien aber nicht zielführend. Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht twitterte, mit der Forderung nach staatlich subventionierten Aktienkäufen für die Altersvorsorge mache Merz Interessenspolitik für die Finanzmafia. Dieser Lobbyist dürfe nicht ins Kanzleramt. Renten müssten den Lebensstandard sichern, armutsfest und sicher sein.

 

 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Mit Verlaub, dieser Merz ist das übelste was der BRD zustoßen könnte.
    Merkel, bleib.
    Niemals hätte ich gedacht sowas auszusprechen.
    Das Politpack was aber hintennach kommt ist einfach nicht zu ertragen.