in Politik

Die LINKE steht im Umgang mit der Alternative für Deutschland vor einer Richtungsentscheidung. Geht es um eine gesellschaftliche Stigmatisierung der AfD mithilfe des bürgerlichen Krisenverwaltungsapparat, das heisst: Möchten wir gemeinsam mit anderen bürgerlichen Parteien breite Bündnisse aufbauen um den Rechtspopulisten und Rassisten der AfD entgegenzutreten oder suchen wir unsere Bündnis-Partner in der außerparlamentarischen Linken, den sozialen Bewegungen und den fortschrittlichen Teilen unserer Klasse?

Treten wir der AfD entgegen, indem wir sie als eine faschistische Partei brandmarken, die eine völlig andere Politik als bürgerliche Parteien machen möchte oder wollen wir den Menschen erklären, dass sie als Rechtspopulisten nur eine Verschärfung der schon seit Jahrzehnten durchgeführten neoliberalen und rassistischen Politik der anderen bürgerlichen Parteien möchte?
Werden wir die AfD also besiegen, in dem wir „Nie wieder ’33“ rufend uns in die Verteidigung der bürgerlichen Demokratie gegen den Rechtspopulismus begeben oder möchten wir die Eigentumsfrage in die Gesellschaft tragen und so versuchen, die gesellschaftliche Polarisierung, die seit einigen Jahren stattfindet, zu unseren Gunsten zu nutzen?
Das sind die Fragen, mit denen wir uns im folgenden Artikel auseinandersetzen möchten.

Zunächst möchten wir die These aufstellen, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis auch in Deutschland eine rechtspopulistische Partei entstehen würde. Seit der Sarrazin-Debatte vor 5 Jahren wurde der Diskurs in den deutschen Medien jedes Jahr weiter rassistisch aufgeladen und das Sagbarkeitsfeld auf den Titelblättern vermeintlicher Qualitätsmedien wurde immer weiter nach rechts verschoben. Es gab monatelang Talkshows über die vermeintliche Integrationsunfähigkeit von deutschen Muslimen, Arabern in Deutschland wurde eine gewalttätige Kultur unterstellt und der Islam als die größte Bedrohung für den Weltfrieden als Teufel an die Wand gemalt.

Dazu kommt, dass die rot-grüne Regierung seit dem Jahr 1998 mit der Agenda Politik die Weichen für die Verschärfung der Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich gestellt hat: Die Einführung von Hartz IV und Leiharbeit, die Schuldenbremse sowie Steuergeschenke an die Oberschicht waren ein Kniefall der rot-grünen Koalition vor den Herrschenden. Die Regierungszeit von Schröder muss im Rückblick als einziger Klassenkampf von Oben betrachtet werden.

Es hat trotz dieser Verschärfung der sozialen Lage für viele Menschen in Deutschland und all der rassistischen Hetze in den Medien verhältnismäßig lange gedauert, bis ein Parteigründungsprozess in Gang gesetzt wurde, die sich an den anderen rechtspopulistischen Parteien in Europa orientiert

Nun haben wir die Alternative für Deutschland, eine neoliberale und rassistische Partei, und ihre außerparlamentarischen Manifestierungen Pegida und Hogesa. All diese reaktionären Zusammenschlüsse präsentieren sich in der Öffentlichkeit erfolgreich als Anti-Establishment Kräfte. Die Bedingung für diesen Erfolg war der Vertrauensverlust der Menschen für Gewerkschaften und die LINKE, die keine ernsthafte Alternative für eine grundsätzliche Gesellschaftsveränderung mehr zu bieten scheinen.

Berechtigte Sorgen vor sozialem Abstieg und Armut werden von Linken nicht aufgegriffen und Strategien für gemeinsame Kämpfe entwickelt, sondern im Gegenteil wird die Kluft zwischen Lohnabhängigen und den Parteien im Allgemeinen größer. Auch die LINKE hat bisher kein erfolgreiches Konzept entwickelt, um nicht als eine Partei unter vielen gesehen zu werden. Regierungsbeteiligungen der LINKEN z.B. in Berlin und Brandenburg, die massiven Sozialabbau betrieben haben, trugen ihren Teil zum Glaubwürdigkeitsverlust unserer Partei bei.

Nun brennen jeden Tag Geflüchtetenunterkünfte und man kann in seinem eigenen sozialen Umfeld beobachten, wie sich rassistische Hetze in den Köpfen der Menschen festsetzt.

Die herrschenden Regierungsparteien reagieren auf die rechten Proteste auf der Straße und die AfD mit Entgegenkommen: Das Asylrecht wurde vor ein paar Tagen zum zweiten Mal drastisch verschärft, der Ton im Umgang mit Flüchtlingen der AfD angepasst, die griechische Syriza-Regierung wurde bis zum Verrat ökonomisch und medial erbarmunglos in die Knie gezwungen und die sozialen Angriffe durch Austeritäts- und Krisenpolitik gehen weiter.

Doch es nützt ihnen wenig. Der Grund für das Erstarken der AfD ist die allgemeine Unzufriedenheit der Menschen in einem System, das nicht in der Lage ist, soziale Sicherheit und ein gutes Leben für alle ermöglichen. Näher rückende Kriege, Korruptionsskandale und Ähnliches tragen dazu bei, die Kluft zwischen der herrschenden Politik und den Lohnabhängigen zu vergrößern. Während also die bürgerlichen Parteien ihre Legitimation bei den Menschen immer mehr verlieren, schafft es die AfD glaubwürdig zu vermitteln, sie seien die wahren Vertreter des Volkes und ihrer Interessen. So hat diese Partei von der nationalistischen und rassistischen Hetze der Anderen profitiert und kann auf eine vergiftete Stimmung in der Gesellschaft aufbauen.

Was ist also die Aufgabe der LINKEN im Jahr 2016?

Wir glauben, dass die kapitalistischen Zumutungen, die imperialistischen Kriege auf der Welt sowie die sozialen Verwerfungen bei einem Großteil der Arbeiter für Unmut sorgen. Es liegt nun mal nicht im Interesse der lohnabhängigen Menschen, Krieg in Syrien zu führen oder den Niedriglohnsektor auszubauen. Die LINKE ist die einzige Partei, die sich hier klar positionieren kann und ihre Glaubwürdigkeit noch nicht durch Regierungsbeteiligungen auf Bundesebene verspielt hat. Ein Bündnis mit dieser SPD und diesen Grünen – sowie sie zurzeit aufgestellt sind: neoliberal, unsozial und latent rassistisch – wäre das Ende der LINKEN im Sinne einer realen Perspektive auf Gesellschaftsveränderung. Politische Prozesse werden wir als Linke nicht zu unseren Gunsten in Gang setzen können, indem wir uns mit den Vertretern der Bourgeoisie an einen Tisch setzen und versuchen „das kleinere Übel“ zu sein. Das gilt auch für die lokale Ebene: Wer mit der SPD in ein Bündnis für eine solidarische Flüchtlingspolitik geht, wird schnell auf Widerstand stoßen. Sobald nämlich die eigene Partei zum Objekt der Kritik und des Protest wird, zeigt auch der sozialdemokratische Bezirksvertreter, wo seine Loyalitäten liegen. Wir müssen daher als Linke von Beginn an klare inhaltliche Grundpfeiler setzen, an denen sich funktionierende Bündnisse messen lassen müssen.

Die Menschen werden uns nur als klare Alternative zum kapitalistischen System wahrnehmen, wenn wir auf jeder Ebene klassenorientierte und sozialistische Politik machen. Für Kompromisse auf Kosten der eigenen Credibility wird uns keine*r Arbeiter*in danken.

Dass das kapitalistische Glücksversprechen auch hier im Herzen der Bestie deutliche Risse bekommen hat, sollte uns Linke nicht erschrecken, sondern ermutigen, unsere Antwort auf die Krise noch deutlicher zu machen. Die Abstiegsängste der Mittelschicht in Deutschland müssen eben nicht zwangsläufig dazu führen, dass diese Menschen nun die AfD wählen. Die implizite Drohung der Bourgeoisie, die die sozialen Verwüstungen in Südeuropa mit sich gebracht haben, war doch: Auch hier in Europa werden wir als herrschende Klasse nicht zögern euch alles zu nehmen: Erst euren Job, dann euer Arbeitslosengeld und die Krankenversicherung und am Ende nehmen wir euch auch noch eure Würde indem wir euch als faule Schmarotzer darstellen, die an ihrem Elend selbst schuld sind. Und die nächste Krise kommt bestimmt. Soviel verraten selbst die bürgerlichen Medien in ihren Leitartikel.

Eine Gesellschaft, in der ein Drittel vom gesellschaftlichen Reichtum ausgeschlossen wurde, während das nächste Drittel Angst hat, nach unten zu rutschen, und die Reichen und Superreichen ihre Profite weiterhin auf Kosten des Rest der Gesellschaft machen, ist auf Sand gebaut. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch hier in Deutschland die Klassenkämpfe wieder verstärkt geführt werden und es ist die Aufgabe der LINKEN, an der Seite der Lohnabhängigen zu stehen und ihre Interessen zu vertreten – ob im Parlament oder auf der Straße.

… Und was ist jetzt mit der AfD?

Die AfD profitiert von den sozialen Verwerfungen und dem gesellschaftlichen Rassismus, die von den bürgerlichen Parteien und den staatstragenden Medien in den letzten Jahren selbst verursacht wurden. Die LINKE wird ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen den Rechtspopulismus verspielen, wenn sie sich auf das Angebot bürgerlicher Parteien einlässt, die AfD als eine Partei darzustellen, die etwas völlig anderes als sie selbst will. Die Asylrechtsverschärfungen wurden mit den Stimmen der CDU und der SPD im Bundestag sowie mit den Stimmen der GRÜNEN im Bundesrat durchgeführt, das ist ihre Antwort auf die widerwärtige Hetze der AfD. Das ist ihre Antwort auf das Flüchtlingsdrama, die Brandanschläge in ganz Deutschland und Wahlerfolge für RechtspopulistInnen. Die Regierungskoalition pumpt Milliarden in die personifizierte Fluchtursache Erdogan, der uns die Flüchtenden vom Hals halten soll, verschärft die Lage der hier lebenden Geflüchteten drastisch und macht dann Wahlkampf mit süßen Selfies und „Refugees Welcome“ Parolen. Wir sollten ihnen diese Lügen nicht durchgehen lassen.

Eine konsequente Solidarisierung mit den Geflüchteten in diesem Land, eine klare Absage an jegliche Aufweichung unserer Haltung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr und ein Kampf für sozialen Wohnraum und soziale Infrastruktur für alle Menschen müssen unsere Antwort auf diese asoziale und im Kern rassistische Politik sein.

Wir müssen die Alleinstellungsmerkmale unserer Partei schärfen und nicht schleifen. Wer die klare Abgrenzung zu pro-kapitalistischen Parteien vermissen lässt, muss sich nicht wundern, wenn dann auch die Lohnabhängigen der LINKEN ihre Unterstützung versagen und sich anderen zuwenden.

Das inhaltliche Profil der LINKEN im Kampf gegen Rassismus und rechtspopulistische Parteien darf weder auf Kosten von „breiten Bündnissen“ verwischt werden, noch darf der Kampf gegen die AfD zur Wahlkampfhilfe der bürgerlichen Parteien werden.

Was wir brauchen, sind klassenorientierte Bündnisse gegen Rassismus, die die soziale Frage in den Mittelpunkt stellen. Nur so wird DIE LINKE zu einer glaubwürdigen Alternative gegen Sozialabbau, rassistische Hetze und Klassenkampf von Oben.

Samy Bouars. Mitglied der Basisgruppe Bochum und der Revolutionären Linken. Hannah Bruns, Vorstandsmitglied der LINKEN Bochum und Sprecherin der Antikapitalistischen Linken NRW

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31 Kommentare

  1. … Es ist der Verlust jeglichen Realitätsbezugs, den CDU, SPD und Grüne gestern Abend bewiesen. Sie nehmen elementare Fakten nicht zur Kenntnis, die Jörg Schönenborn aus den Wahlanalysen von Infratest Dimap mitteilte. Fast 70 Prozent aller Wähler in den drei Bundesländern befürworten die Reduzierung der Flüchtlingszahlen, trotz der Bilder aus Idomeni. Sie erwarten zudem in ihrer Mehrheit, dass sich in absehbarer Zukunft daran auch nichts ändern wird… http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-deutschlands-neue-einheitspartei-14123113.html

  2. Ja Ja die linke mit ihren hohlen Phrasen und ihrer Doktrin aus den 19. Jahrhundert. Wenn das dritte Reich nicht existiert hätte die Linke hätte es erfunden um politisch überhaupt mitreden zu können. Sie leidet stark unter einer Rechts und Hitler – Neurose das wird bei denen das Hauptthema noch in 2000 Jahren sein. Die Leute wollen diesen Müll nicht mehr hören jedes Land besitzt seinen Nationalstolz und Patriotismus. Und das ist gut so ob das die Linke will oder nicht. Das ständige Rechts und Links Gesülze hilft nur der Diktatura und die Linke läßt sich in Ihrer Dummheit noch dafür einspannen. Klar man sitzt ja auch mit an den Fleischtöpfen.

    • Über die 1920-er Jahre haben viele Vorrfahren berichtet, dass sie das partei-politische Gezänk widerlich fanden. Die Parteien sollten sich lieber mal um das Land kümmern statt um ihren rechthaberischen Partei-Egoismus. Dass nicht „Links GEGEN Rechts“ Sinn macht, sondern nur „Links UND Rechts“ kann man ja schon beim Fahrradfahren lernen.

  3. Die Linke ist selbst schuld am eigenen Debakel. Vorlagen um sich adäquat einzumischen gab es genug, der Pool blieb ungenutzt.
    Auch dieser Artikel kommt viel zu spät, – und dies so pünktlich nach der Wahl, dass es schon wieder auffällig ist !
    Es ist schon wirklich sehr geschickt, nach der Wahl zu verraten, was man vorgehabt hätte, wäre man nur gewählt worden !
    Die Linke ist doch nicht blöd, das kann nur Kalkül gewesen sein, die Frage ist nur : zu welchem Zweck !

  4. Die Linken z.Bsp. waren schon damals:
    gegen die Einführung vom EURO
    gegen Sozialabbau wie HARZ4 der zu niedrig Löhne, Leiharbeit, Altersarmut führte und die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufriss !
    gegen die Bankenrettungen und den ESM
    gegen TTIP, CETA usw.
    gegen die kapitalistischen Ausbeutung der „dritten Welt“
    gegen die NATO-Kriege und Bundeswehreinsätze im Ausland, also die Ursachen von Flüchtlingsströme.

    Wurde diese Partei jemals von den betroffenen 80 % der Wähler, also die Mittelschicht und Unterschicht der Gesellschaft als „Alternative für Deutschland“ angesehen ?

    Der Wähler ist dümmer als er glaubt !
    https://www.youtube.com/watch?v=H7yg–1pl-0

    • Die Menschen, die sich gegen Die Linke und für die AfD entscheiden, entscheiden sich aufgrund der Unterschiede zwischen AfD und Die Linke, was eigentlich einleuchtend sein sollte.

      Vergleiche die beiden Wahlprogramme. Sollte nicht so schwer sein den Unterschied zu erkennen. Z. B. bei den Themen:

      – Bildung (Schulreformen)
      – Staatliche Organe (Polizei)
      – Gender Mainstream
      – Zuwanderung
      – …

      Die Medien vermitteln den Eindruck, dass alle Wähler sich für die AfD entschieden haben, aufgrund der aktuellen Debatte um die Flüchtlinge. Dem ist natürlich nicht so.

    • Die Linke hat ein Problem, in der Tat. Rein Programmatisch stimme ich zu 2/3 überein, die Wahrheit haben sie auch als einzige angesprochen (Souveränität Deutschlands unter anderem). Ich habe Respekt vor der Linken aber irgendwass passt nicht. Was es ist versuche ich gerade zu ergründen. Vielleicht sollten sie aufhören Patrioten pauschal als „Braune Brut“ abzukanzeln. Vielleicht auch mal Position gegen Linksextreme, Fremdfinanzierte Antifa beziehen. Keine Ahnung. Vielleicht sind sie zu weich und geben den Marionetten der etablierten Blockparteien nicht genug Feuer? Keine Ahnung. An der Strategie stimmt was nicht. Ich persönlich halte nur die Linke und die AFD für wählbar. Die sind die echten SPD und CDU, der Rest ist verseucht!

      • > Ich persönlich halte nur die Linke und die AFD für wählbar. Die sind die echten SPD und CDU, der Rest ist verseucht!

        Bin ganz deiner Meinung!

  5. Wenn sich die Linke nicht glaubwürdig von den randalierenden Gruppen, die sich selbst Antifa nennen, distanziert, werden sie in Deutschland kein Bein auf den Boden bekommen. Selbst die Armen von Deutschland lassen sich nicht dazu herab, hinter „Deutschland verrecke“, „Tod den Volksdeutschen“, „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ oder auch „Bomberharris tue es noch einmal“ hinterher zu marschieren. Von dieser Art Rassismus ist im Artikel auch nichts zu lesen.

    • Jaja immer mit der Antifa kommen, ist halt die AfD-Stereotype………Aber andrerseits so lange solche Leute wie Höcke oder von Storch in der AfD ihren geistigen Dünnschiss von sich geben oder Pleite-Frauke zur völkischen Drei-Kinder-Familie animieren will ( obwohl nen Foto von ihr besser ist als jede Pille) so lange soll man vor der eigenen Türe kehren. In vier Jahren ist der Spuk wieder vorbei, wenn man sieht welche Plinsen jetzt in den Landtag kommen.

  6. Eine gute Analyse der Situation, der ich in vielen Punkten zustimmen möchte. Zur Zeit sehe ich nur Die Linke die überzeugend stärker gegen die Ursachen vorgehen könnte. Warum sind so viele Menschen bereit ihre Heimat zu verlassen und setzen alles aufs Spiel – inklusive ihrem finanziellen Ruin und immer den Tod vor Augen? Diese Menschen haben die Hoffnung auf ein etwas besseres, ein sicheres Leben für sich, oft aber vor allem für ihre Kinder. Es sollte Die Linke sein, die sich jetzt für alle Menschen stark macht. Es sollte Die Linke sein, die bundesweit die Demonstrationen gegen die Ursachen, gegen Ramstein, gegen die NATO-Einsätze und gegen Waffenexporte, kürzer gesagt für Abrüstung und Weltfrieden anführt. TTIP und Russland-Sanktionen sind da nur noch Nebenschauplätze. Die AFD hat den Wählern versprochen die Krankheitssymptome des Systems schnell zu beseitigen. Jeder freut sich, wenn der Arzt verspricht Symptome zu lindern. Wer etwas nachdenkt weiß, dass dies nichts hilft. Solange die Ursachen nicht abgestellt werden, kommen die Symptome immer wieder. Eine Behandlung der Ursachen dauert immer länger, ist aber der einzige langfristig gangbare und von Erfolg gekrönte Weg.

    • Pathos und Moral sollte nicht so einseitig genutzt werden um die Situation zu beschreiben.

      Es sind Menschen die flüchten und Hilfe brauchen, ganz klar. Nur, wie vermittelst du glaubhaft, dass bei dem sozialen System, das nicht stark genug ist um

      – die Rente zu sichern
      – oder die gesundheitliche Versorgung abzudecken,
      – oder die Infrastruktur intakt zu halten,
      – oder die Obdach- und Arbeitslosen zu versorgen,
      – oder gute Bildung zu garantieren,

      noch dazu genutzt werden kann X Millionen Migranten aufzunehmen?

      Die Behauptung, dass die AfD nur die Symptome behandelt ist falsch!

    • Gut geschrieben, aber: wie hoch denken Sie ist die Chance für Deutschland, sich den Plänen und den Aktivitäten der USA zu widersetzen? Auch deutsche Politik muss Platz für Realität lassen. Wir haben den Krieg verloren, wir haben keinen Friedensvertrag und wir sind wirtschaftlich (VW, TTIP, TPP, CETA, Banken, Wirtschaftsspionage, Sanktionen gegen Russland), politisch (Flüchtlinge, gekaufte Politiker) und sogar moralisch (NAZI, Fussball) sehr angreif- und verwundbar. Widerstand dagegen hätte wahrscheinlich üble Folgen für ganz Deutschland (das ist wohl das, was Schäuble meinte mit: Merkels Politik wendet größeren Schaden von Deutschland ab). Aber: denke ich an die US-Politik auf deutschem Boden, denke ich an Merkel, denke ich an Schäuble,…

      • … denke ich an Gabriel (schon alleine wegen TTIP), denke ich an Gauck, mir wird übel. Es ist die Übelkeit, die wohl durch Ohnmacht verursacht wird. Eine Lösung wäre: Abwendung von den USA, Ausrichtung nach Russland und zwar so, dass Russland der Bündnispartner ist, nicht die USA. Diese „Lösung“ würde aber nur dauern bis zu dem Krieg mit den USA, der dann unweigerlich käme.

  7. Spucken Sie beim Reden? Sie können ja nicht mal Rechts und Links unterscheiden.

    Waffenlieferanten in Krisen- und Kriegsgebiete, Kollaborateure mit Kriegstreibern gehören für Sie also zu den Antirassisten und bürgerlichen Parteien?

    Wo Friedensliebe drauf steht, ist meist das Gegenteil drinnen.

    • …. hope, ich muss es mal sagen : Ich liebe deinen trockenen Humor !
      „Spuken Sie beim Reden ? Sie können ja nicht mal ….“
      Ich brech gleich vom Stuhl ….. hahahahaha !!!

  8. Ein klares Bekenntnis zum Internationalismus und Solidarität mit den Geknechteten weltweit in einer Situation, in der die großen Unternehmen die Globalisierung immer weiter vorantreiben und alle staatlichen Funktionen zunehmend auflösen? Wen soll das denn überzeugen? Ich vermisse ein Konzept dafür, wie nach dem Scheitern der EU ein demokratischer und sozialer Nationalstaat aussehen sollte.

    • Ganz genau !!!
      Es ist schon ein groteskes Bild : Autoren und Leser entfernen sich immer weiter voneinander, die Zurufe werden kaum noch gehört und wenn hier nicht bald ein Einsehen stattfindet, wer wem zu folgen hat, wird man sich nie wieder sehen !

  9. Wenn Hitler das Extrem der Rechten ist, dann ist Stalin das Extrem der Linken. Das eine ist nicht besser als das andere.

    Wie wäre es, wenn stattdessen die Vernunft und realitätsbasierte Problemlösung betrieben wird. Es ist immer noch das Volk (oder die Bevölkerung), das (bzw. die) darüber entscheidet, was in diesem Land passiert.

    Dass die Menschen keine Mehrbelastung des sozialen Systems durch weitere Migration haben wollen, sollte eigentlich verständlich sein; und solange die Bevölkerung in diesem Aspekt nicht von Zufriedenheit sprechen kann (und das kann sie nicht), kann man von der Bevölkerung nicht verlangen die Mittel für die soziale Versorgung noch weiter zu strecken.

    • na ja, damit sollte man vorsichtig sein, dass das Volk in der EU überhaupt über etwas entscheidet kann man mit Erfolg bezweifeln. Bisher darf das Volk in den meisten Ländern nur zwischen zwei Flügeln einer und derselben Mafia wählen. Ob die AfD wirklich eine Alternative, oder einer aus der Umkleidekabine herausgekrochene CDU ist,wird sich erst weisen. Es ist eine alte Taktik der dahinserbelnden Parteien unter neuem Namen alte Ware zu verkaufen.

  10. Punkt 1: Als Gabriel nach der Wahl über Veränderungen
    in seiner Partei befragt wurde, gab er sinngem. an: „Wir bestehen seit 150 Jahren und sind ein Bindeglied für alle….wir müssen uns nicht ändern“
    Punkt 2: Frau Merkel und viele andere aus der CDU machten die Anmerkung, man hätte den Menschen viel mehr erklären müssen! Zu 1: Die Politik der SPD ist so gut, dass sogar die Kleinsparer enteignet werden.
    Zu 2: Ich frage mal, wieso müssen DIE uns etwas erklären? Die Politik hat die Interessen der Menschen zu achten und sollte auf ihre Bürger hören! …
    Nichts gelernt – auch nicht, dass keiner etwas gegen Flüchtende hatte – aber etwas gegen Plünderung des Systems und gegen rücksichtslose Masseneinwanderung ohne Kontrolle… Punkt

  11. Linksfaschismus ist mindestens genauso wiederlich wie rechter. Was erlaubt sich dieser ultra hardcore Linke eigentlich die AFD perse ins rechte. ja Rassistische lager zu stellen. Die dummen Sprüche der Umverteilungslinken kann ich echt nicht mehr hören. Friede Freude Eierkuchen gibt es nicht umsonst auch wenn der irre Autor so denkt. Ich war persönlich auf einige Demos der AFD um mir ein Bild von dieser Partei zu machen und… es waren überwiegend, besorgte gutbürgerlich konservative Menschen aus dem Bildungsbürgertum, die früher die CDU/CSU gewählt hätten. Sie sind den Linken um Meilen vorraus, da sie realisierbare Lösungsvorschläge präsentieren. Ihr Linksradikalen/Antifa habt nur eine grosse Fresse und liegt dem Staat auf der Tasche.

  12. Ja,ja die Linken, die waren einmal auf den richtigen Wege als Oskar dort noch etwas zu sagen hatte. Jetzt wird auch im Osten eine verlustreiche Zeit für diese Partei beginnen, denn in der Flüchtlingsfrage unterscheiden sich die Linken in keiner Weise von der SPD den Grünen oder von Merkel . Ihr größter Fehler ist es aber, die AfD zu verteufeln. Das werden ihnen die Menschen im Osten nicht verzeihen. Den ersten Niederschlag haben sie bereits erhalten. Weitere werden folgen.

  13. Hier geht es nicht um irgendeinen pseudo-moralisch aufgeblasenen „Kampf“ gegen letztlich selbst hochstilisierte und thematisierte Windmühlen –
    hier geht es um klaren Verfassungsbruch und die Tatsache, dass immer mehr Menschen nicht mehr bereit sind, im Zuge der geopolitischen Welt-Blutspiele mit neoliberalen Raubritter-Spielregeln, die Konsequenzen für einige wenige Wahnsinnige tragen zu müssen.

  14. Dieser Artikel ist klar von einem Agent(Söldner) provokateur geschrieben worden als Auftragsarbeit mit dem Ziel das Lagerdenken(Faschismus) zu erhalten. Die Afd ist nur die Extreme eines insgesamt faschistischen Systems als das man das westliche System(Europa, USA, England, Kanada, Australien, Neuseeland) insgesamt ansehen muss. Ob es die SPD, Grüne ist die Menschen mit Gewalt(Hartz4) zu Sklaverei zwingt oder die CDU die sich an keine Gesetze mehr hält bzw die Grünen die Kriegshetze betreiben und eine Energiewende auf Kosten der Arbeitnehmer herbeigeführt haben. Da ist die AFD nur die logische Konsequenz des faschistischen Gesamtsystems die nur auf Ausländer eindreschen aber die Verursacher nicht kritisieren, eben Mitläufer.

    • Und die Linkspartei selbst? grundsätzlich gilt Etabliert bedeutet Korrumpiert. Gut Sarah Wagenknecht die letzte Demokratin im deutschen Parlament ist immerhin bei der Linkspartei aber trotzdem gilt mit Sprüchen, ist noch keine Veränderung herbeigeführt worden. Wo ist denn die Unterstützung für die Demonstrationen gegen TTIP oder gegen die NATO die klar Kriegshetzte betreibt. Ich sehe nicht das die Verursacher allgemein genannt werden von der LInkspartei . Wie denn auch wenn Vertreter in der Atalntikbrücke sitzen. Die müssten sofort aus der Partei ausgeschlossen werden wenn die Linkspartei einigermaßen glaubwürdig sein will und überhaupt müssten die Geldmittel der Linkspartei dazu genutzt werden alternative faschistenfreihe Medien aufzubauen

  15. Die AfD will keine militärischen Abenteuer für die Bundeswehr. Sie ist ganz klar gegen Militärinterventionen und somit ist sie für die Beseitigung einer der Hauptursachen von Flucht ganz generell. Wenn man aufhören würde die Länder aus denen die Geflohenen kommen zu bombadieren, sähe es wohl schon anders aus in Europa. Zudem ist die AfD keine sozialistische Front National. Sie ist für freie Märkte. Ergo auch gegen jedweden Protektionismus, der von Vertretern des gesamten Parteien-Establishments verteidigt und befürwortet wird. Eben diese Handelsbeschränkungen – verknüpft mit der so genannten Entwicklungshilfe (welch Euphemismus für eine derart menschenverachtende Politik-Maßnahme) – machen es doch den Ländern der „dritten Welt“ so schwer.

Webmentions

  • Angela Merkel – gefühlte Siegerin einer CDU-Wahlniederlage | blogsgesang.de 7. April 2016

    […] Unzufriedenheit besonders in den östlichen Bundesländern seit Jahren zu greifen war, verstand die Linkspartei es nicht, die wirklichen, nämlich die sozialen Ursachen dieser Unzufriedenheit zu a… und grundsätzliche Fragen gesellschaftlicher Entwicklung auf die Tagesordnung zu setzen. Ihr […]