in Politik

Die Regierungsparteien wollen den Kampf gegen den „Hass“ im Internet aufnehmen. Dr. Schäuble, Bundestagspräsident, hat nunmehr einen alten Vorschlag aufgegriffen – im Internet sollte nur noch unter Klarnamen publiziert werden dürfen. Die Idee ist nach Meinung einiger Kritiker „nett gemeint“, aber sie wird nicht funktionieren. Sie hat zudem gravierende Nachteile.

Die chinesische Lösung

In China ist die „Lösung“ bereits umgesetzt worden. Die Behörden können seit 2017 trotz Synonymen den jeweiligen Klarnamen identifizieren. Das bedeutete im Endeffekt: Dr. Schäuble verwendet sich für das Modell eines – vorsichtig formuliert – relativ zentralistischen Staates. Einen guten Eindruck dazu gibt ein Kommentar auf „Spiegel.de“, in dem alle Probleme zusammengefasst werden.

Was sollte beispielsweise die Leserschaft damit anfangen, wenn tausende von Lesern denselben Namen haben. Also hier beispielsweise „Peter Müller“. Das schreit geradezu nach Adresspflicht, sodass jeder seine eigene Erreichbarkeit, quasi als Einladung, noch dazu aussprechen würde.

Wie würden umgekehrt die Anbieter damit umgehen, wenn jemand, der kommentiert, beispielsweise in der Schweiz sitzt? In einem Land, in dem die deutsche Klarnamenpflicht offenbar nicht greift. Müssten die Plattformen selbst wiederum eigene Datenbanken einrichten, um die Klarnamen zu kontrollieren?

Wie würden die Daten geschützt werden? Ein Projekt also, das sich die Regierung an anderer Stelle so vehement auf die Fahnen geschrieben hat? So könnten beispielsweise Werbetreibende oder politische Organisationen und so fort sich Klarnamen und Adressen, siehe oben, speichern. Dem Missbrauch sind offensichtlich Tür und Tor geöffnet.

Missbrauch allerdings könnte auch der Staat betreiben – bei dem sich die Nutzer ja offensichtlich zu erkennen geben müssten. Bessere Chancen, Profile anzulegen, hätte der Staat nach aktuellen technischen und rechtlichen Möglichkeiten nicht, da die zur Verfügung stehenden Daten oftmals nicht individualisierbar sind. Hier schon. Dennoch dürfte der Staat in diese Richtung gehen – wie Sie hier lesen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Vielleicht sollte Herr Schäuble und die ganze Politikerkaste mal darüber nachdenken Politik für die Menschen zu machen, anstatt gegen die Menschen, dann gibts auch keinen Grund zu Hasskommentaren. Die Gesellschaft ist aber inzwischen soweit gespalten, das kaum noch Hoffnung auf bessere Zeiten besteht, das ist ein weltweites Problem – nennt sich deshalb auch Globalisierung.

  2. Welchen Hass meint denn der Herr Schäuble da eigentlich?
    Sollte er dann nicht auch ganz konsequent das Vermummungsverbot bei Demos durchsetzen?
    Da rennen nämlich auch bis zur Unkenntlichkeit verkleidete Menschen herum, die sich ganz hässlich gegen fridliche Demonstranten aufführen.
    Aber ganz eindeutig ist mit Schäubles Ansinnen wohl nur der Widerstand gegen das System gemeint, der mit allen Mitteln unterdrückt werden soll.

    • „… nur noch mit Verachtung …“

      Und diese Verachtung sollten wir denen bei der nächsten Wahl auch ganz unmissverständlich zeigen!

      • Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten. So einfach ist das. Wie sagte doch Seehofer 2010 im Fernsehen richtigerweise? „Diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden. Und diejenigen, die entscheiden, werden nicht gewählt“. Alles klar?

  3. gegen hass und gewalt! gilt das auch für die antifa und linksextreme. die ihren hass gleich in gewalt umsetzen und stadtteile wie Leipzig-connewitz in schutt und asche legen? gegen hass und gewalt! gilt das auch für ausländer und flüchtlinge, die bei ihren messerattacken natürlich nicht bestraft werden dürfen sondern in der psychiatrie landen, wo sobald wie möglich entlassen werden!?! ja, herr schäuble, haben sie da ne meinung dazu???