in Politik

Der 24. November 2015 wird in die Geschichte eingehen, da bin ich mir sicher. Dieser Dienstag war nicht nur der Tag an dem die Türkei einen russischen Kampfjet abgeschossen hat, es war auch der Tag an dem im syrischen Drama womöglich der letzte Akt eingeläutet wurde.

Dass es in Syrien schon sehr lange nicht mehr um den „Arabischen Frühling“ (obwohl ich mich noch nie mit diesem Ausdruck bzw. mit dem was damit ausgedrückt werden sollte identifizieren konnte) à la Tunis oder Kairo geht, dürfte, unabhängig davon auf welcher Seite des politischen Grabens man sich befindet, mittlerweilen jedem klar sein. Es geht auch nicht mehr darum, ob die illegale Forderung des Westens nach dem Sturz von Präsident Bashar al-Assad durchgesetzt werden kann oder soll.

Es geht nicht einmal darum ob man sich tatsächlich Gedanken machen sollte, den selbstausgerufenen Islamischen Staat (IS) auch als solchen anzuerkennen. Immerhin herrscht dieser ja über ein Gebiet von der Grösse Belgiens oder Großbritanniens mit Millionen von Menschen darin wird uns erzählt. Der Spiegel berichtet das 5-8 Millionen unter der Herrschaft der ISIS leben. Obwohl es meiner Meinung nach schon einen erheblichen Unterschied ausmacht ob es 5 Millionen Menschen oder 8 Millionen sind. So oder so ähnlich wird uns auf jeden Fall das Bild über ISIS übermittelt.
Doch das reale Bild über die ISIS-Herrschaft im Irak und Syrien sieht anders aus. Eine der zuverlässigsten Karten die auch nach Rücksprache mit iranischen Quellen über die ISIS existieren, sind jene des Institute for the Study of War (ISW), auch wenn diese Organisation dem Neokonservativen Zirkel der USA nahesteht.

Was im Allgemeinen als „Herrschaftsbereich“ in unseren Medien gezeigt wird, ist in vielen Teilen oft nichts weiter als eine fast menschenleere Wüste. Der grösste Teil des „Herrschafsbereiches“ steht nicht einmal unter direkter ISIS-Kontrolle, die nur durch Verwaltung und Waffengewalt aufrecht erhalten werden kann. Was aber nicht bedeuten soll dass ISIS über keinen Rückhalt in diesen Gebieten verfügt, doch effektive Kontrolle ist es auch nicht. Die letzte Karte des ISW vom 15. September 2015 sieht folgendermassen aus:

Effektive Kontrolle über die ISIS „lediglich“ über die schwarz hinterlegten Gebiete aus, während in den braunen und roten Gebieten die militärischen Offensiven oder Anschläge der ISIS gekennzeichnet sind. In den gelben Gebieten ISIS über keinerlei „signifikante“ Kontrolle aus, weder in militärischer noch in verwaltungstechnischer Hinsicht. Diese Gebiete sind die bereits angesprochenen Wüsten oder reine sunnitisch-konservativen Gebiete, wo ISIS geduldet wird und worüber die Nachschublinien für Waffen, Öl, Kämpfer etc. verlaufen.

Man sieht also dass von einem tatsächlichen „Staat“ keine Rede sein kann, dafür ist das kontrollierte Gebiet einfach zu verstreut. Man sieht aber auch, wie gross die Gebiete sind wo sich ISIS ungehindert bewegen und ihren Geschäften nachgehen kann. Und, was fast noch wichtiger ist, es ist zeigt eine realistischere Momentaufnahme als jene Karten die das US-Verteidigungsministerium veröffentlicht und von unseren Medien benutzt werden.

Was ISW aber nicht darstellt, und von der Neocon-Zugehörigkeit auch nicht erwartet werden darf, sind genaue Analysen der US-angeführten Koalition der Operation „Inherent Resolve“ gegen ISIS.

Während zu Beginn von Inherent Resolve die Teilnahme von arabischen Staaten wie Saudi Arabien, Jordanien, Vereinigte Arabische Emirate, Qatar und Bahrain gefeiert wurde, ist nach 1.5 Jahren die Euphorie der Ernüchterung gewichen. Die GCC-Länder (Gulf Cooperation Council) haben sich ohne öffentliche Erklärung aus der US-Koalition zurückgezogen, um ihren eigenen Krieg im Jemen zu führen. Die grösste US-Massenzeitung U.S. News titelte gar „Wo ist die arabische Koalition?„.

Wenn man aber ehrlich sein möchte, dann spielt es für die USA auch gar keine Rolle ob diese „Alliierten“ noch da sind oder nicht. Bei 8289 ausgeführten Luftschlägen (Irak + Syrien) der US-angeführten Koalition bis zum 19. November 2015 haben alle „Alliierten“ zusammen nur 1818 dazu beigetragen. Das sind nur 22%, also nur knapp jeder Fünfte Luftschlag wurde von einem „Alliierten“ durchgeführt. Schaut man sich die Zahlen in Syrien an, dann sieht das nochmal ganz anders aus: Von insgesamt 2857 Luftschlägen bis zum 19.11.15 haben die „Alliierten“ ganze 154 ausgeführt. Das sind nur 5%; jeder Zwanzigste!

Jetzt habe ich schon einige Male darauf hingewiesen dass die USA seit 1.5 Jahren angeblich einen Luftkrieg gegen ISIS führen, und wurde gebeten mich genauer auszudrücken weshalb ich die Operation Inherent Resolve  einen angeblichen Krieg nenne. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist Inherent Resolve nicht mit dem angeblichen Ziel das US-Präsident Barack Obama genannt hat kompatibel, nämlich die „Degradierung und ultimative Zerstörung von ISIS“.  Das dieses Ziel grandios gescheitert ist, beweist nicht zuletzt auch die oben gezeigte Karte des US-Verteidigungsministeriums. Zum anderen aber, und das ist in meinen Augen viel schwerwiegender als es die Pentagon-Karte jemals ausdrücken könnte, ist die offensichtliche (zumindest bisher) Abneigung genau das zu tun was Obama offiziell gesagt hat.

Es gibt schon seit einigen Monaten russische Berichte die behaupten, dass die USA und insbesondere die „Alliierten“ Scheinangriffe fliegen, d.h. sie fliegen über die Zielgebiete ohne Bewaffnung oder ohne ihre tödliche Fracht abgefeuert zu haben. Diese Behauptung wurde vor ein paar Tagen von amerikanischen Piloten selbst bestätigt, die sagen dass „75% der Luftschläge“ nicht genehmigt werden, obwohl sich die Jets bereits im Einsatz befinden. Untermauert wird diese Aussage auch von den offiziellen Zahlen: von insgesamt 57`301 Flugeinsätzen bis zum 14. November 2015, wurden wie oben bereits erwähnt „nur“ 8289 Luftschläge durchgeführt. Das entspricht einer Quote von 14.5%!

Berücksichtigt man dann noch dass zu diesen Zahlen auch Luftaufklärungsflüge gehören, dann kommt man eventuell an die verbliebenen 25% tatsächlich durchgeführten Luftschläge heran, die die amerikanischen Piloten genannt haben. Das ist alles andere als eine ultimative Zerstörung der ISIS.

Nun muss man sich zwangsläufig fragen wieso das der Fall ist. Darauf kann es keine gesicherten Antworten geben da es schlichtweg zu viele staatliche Akteure gibt die in Syrien mitmischen. Aber ein Fazit kann man deswegen trotzdem ziehen: Bisher nutzt ISIS der „Koalition“ mehr als sie ihr schadet.
Während sich also die arabischen Staaten aus dieser US-angeführten Koalition zurückgezogen haben und der neue kanadische Premierminister Justin Trudeau sein Wahlversprechen einhalten und die kanadischen Truppen abziehen muss, bleiben nicht mehr gerade viele übrig die tatsächlich etwas gegen ISIS unternehmen.

Nach den Anschlägen von Paris versuchte sich der französische Präsident Francois Hollande ähnlich wie George W. Bush nach 9/11 zu präsentieren, was ihn nur noch weiter diskreditiert. Um seinem geschockten Volk nebst Ausnahmezustand und neuen Gesetzen etwas vorweisen zu können, entsendete er den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle an die Küste vor Syrien. Dieser Flugzeugträger gehört zwar technologisch zu den modernsten Flugzeugträgern der Welt und wird von den Franzosen als Symbol der Grande Nation betrachtet, aber der impact, die Bedeutung im Kampf gegen ISIS wird deswegen nicht massgeblich beeinflusst. Ähnlich wie die Franzosen den Flugzeugträger als Symbol betrachten, muss man dessen Entsendung wohl eher in die Kategorie symbolisch einordnen.

Deswegen tourt Francois Hollande gerade auch durch diverse Hauptstädte um sich die Zusage für – ja was eigentlich könnte man sich fragen – deren Unterstützung zu sichern. In Washington bekam er von Barack Obama warme Worte, mehr konnte Hollande sicher auch nicht erwarten. „Frankreich und die USA wollen unermüdliche Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus zeigen, irgendwo und überall“, sagte Hollande.


Danach fliegt der französische Präsident weiter nach Moskau um sich mit dem „anderen Sheriff in der Stadt“ zu treffen, wie einige US-Medien Vladimir Putin entweder voller Abscheu oder aber auch anerkennend getauft haben. Denn das einzige Land das tatsächlich etwas in Syrien gegen Jihadisten jeglicher Couleur unternommen hat, war und ist seit September Russland. Was Hollande in Washington versucht hat, ist in der einen oder anderen Form die Erlaubnis zu erhalten sich Russland im Kampf gegen ISIS anzuschliessen. Solchen Plänen schon Obama aber sofort einen Riegel davor. Er sagte dass Russland zwar in der US-geführten Koalition gegen ISIS „willkommen“ ist, aber erst wenn Moskau „die strategische Entscheidung gefällt hat nicht mehr gegen moderate Rebellen“ vorzugehen.

Russland wurde von Anfang an von westlichen Medien und Regierungen attackiert, als man ein kleines Kontingent an Kampfjets nach Latakia in Syrien verlegt und Luftangriffe gestartet hat. Der Vorwurf lautet Russland würde nicht ISIS angreifen, sondern eben nur „moderate Rebellen“ die nicht einmal auf dem Papier moderat sind, um das „Assad-Regime“ zu stützen.

Obwohl diese Behauptung über die russischen Ziele grundsätzlich korrekt ist, die Mehrheit der Angriffe galt nicht explizit ISIS, muss man sich erst einige Fakten vergegenwärtigen. Im Gegensatz zur US-geführten Koalition die über keinerlei Mandat in Syrien verfügt und völkerrechtlich illegale Luftschläge ausführt, wurde Russland von der syrischen Regierung entsprechend dem Verteidigungsabkommen der beiden Länder um Hilfe angefragt. Aus diesem Grund ist die Entrüstung im Westen dass Russland nicht primär ISIS angegriffen hat, sondern entweder ISIS-nahestehende oder eben andere Gruppierungen, völlig unsinnig.

Wenn die syrische Regierung Hilfe ersucht, dann wird sie auch erwarten dass diese Hilfe dort ankommt wo sie benötigt wird, und nicht dort wo es manch andere gerne hätten. Und angesichts der katastrophalen Performance der US-geführten Koalition, sind die geäusserten Entrüstungen mehr als zynisch.

Auf diesem Ausschnitt einer ISW-Karte zu russischen Zielen in Syrien vom 9.11. bis 19.11.15 kann man erkennen, das der Schwerpunkt der Angriffe in der Provinz Idlib lag. Die schwarzen bzw. grauen Sterne zeigen Luftangriffe, die von ISW als „high confidence reporting“ eingestuft wurden, also Luftschläge die mindestens durch zwei unabhängig voneinander und vertrauenswürdigen Quellen bestätigt wurden. Die roten bzw. orangen Sterne gelten als „low confidence reporting“, also Meldungen die von nicht vertrauenswürdigen Quellen stammen und nicht unabhängig von diesen bestätigt werden konnten. Das gleiche gilt für die Dreiecke, die Angriffe durch russische Marschflugkörper im selben Zeitraum markieren.

Was weiter auf dieser Karte auffällt, ist dass die verstreuten roten und orangen Sterne und Dreiecke überwiegen, also zu nicht wirklich verifizierbaren Berichten gehören und somit der Wahrheitsgehalt dieser Meldungen stark bezweifelt werden muss.

Der Grund weshalb die Provinz Idlib zunächst als wesentliches Ziel galt, liegt darin begründet dass diese von grösster strategischer Wichtigkeit für die syrische Regierung ist. Die wichtigste Stadt von Syrien, zumindest in der psychologischen Wirkung für die Syrer und somit von höchstem symbolischen Wert, ist nebst Damaskus die Stadt Aleppo. Die Syrer selbst sagen sollte Aleppo fallen, dann ist auch Syrien gefallen.

Die uralte Stadt Aleppo ist keine 50 Kilometer von der türkischen Grenze und nur knappe 100 Kilometer von der türkischen Stadt Gaziantep entfernt. Dass die Stadt, oder besser gesagt etwa die Hälfte der Stadt nach über drei jähriger Belagerung und Teilung noch immer unter der Kontrolle der syrischen Armee steht, grenzt schon fast an ein Wunder. Der einzige Nachschubweg für die syrische Armee in Aleppo führt im Süden aus der Stadt raus über eine einzige Strasse in das von Regierungstruppen gehaltene Gebiet von Hama. Ansonsten wird sie im Norden und Osten von ISIS, im Westen von einer Koalition von Jabhat al-Nusra, Jaish al-Fateh und FSA belagert.

Türkei und Syrien

Während die Lebenslinie für die syrische Armee von einer einzigen Strasse abhängt, geniessen ISIS & Co. nahezu Schengen-artige Zustände mit der Türkei. Die türkische Stadt Gaziantep ist zur wichtigsten Rekrutierungsstadt für ISIS geworden. Sämtliche möchtegern Jihadisten aus dem Westen werden von ihren Mittelmännern nach Gaziantep bestellt, um sie dort endültig für das „Kalifat“ vorzubereiten. In Gaziantep ist auch die CIA-Stelle, die gemäss türkischen Angaben über „mehr Agenten als der MIT“, der türkische Geheimdienst, verfügt. Die Aufgabe der CIA war es, in Gaziantep Rebellen zu überprüfen, die amerikanische Waffen via Qatar, Saudi Arabien und natürlich durch die Türkei selbst erhalten sollten.

Die USA hätten es am liebsten gehabt, wenn sie und ihre Koalition aus der Luft angreifen, und die Türkei mit Bodentruppen in Syrien einmarschiert, unterstützt von den eigens zuvor „überprüften Rebellen“.

Doch die kurdische Stadt Kobani (Ain al-Arab auf arabisch), die kurz vor dem Fall und der Eroberung durch ISIS stand, hat auf dramatische Art und Weise gezeigt wo die Interessen der Türkei liegen. Obwohl türkische Truppen zur Grenze von Kobani zusammengezogen wurden, schauten sie sich in aller Ruhe den ISIS-Vormarsch und Angriffe an, und wollten nicht einmal der kurdischen Zivilbevölkerung die Flucht in die Türkei genehmigen. Erst auf massiven Druck der USA lenkte die türkische Regierung ein und öffnete die Grenzen für die Zivilisten.

Türkische Soldaten an der Grenze bei Kobani. Auf dem Hügel gegenüber die ISIS-Fahne und Kämpfer (Bild von Getty Images)
Die Türkei hatte also nicht das geringste Interesse gegen ISIS vorzugehen wie es sich die Pentagon-Planer erträumt haben. Während Anfang Oktober 2014 das türkische Parlament für die Entsendung von türkischen Bodentruppen nach Syrien und Irak stimmte, unter der Voraussetzung dass die USA sich dem Sturz von Assad verpflichten, hiess es diesen Sommer dass es „keine solche Pläne gibt“. Damit nicht genug: wie schon für die US-Invasion des Iraks waren die Amerikaner auf den Luftwaffenstützpunkt in Incirlik in der Türkei aus, um auch mit Kampfjets Luftangriffe fliegen zu können, die im Gegensatz zu Bombern nicht über genügend Reichweite verfügen um aus entfernteren Stützpunkten wie Ramstein in Deutschland oder Diego Garcia im Pazifik starten zu können.

Während die Türkei bereits im Jahr 2012 die Alarmglocken läutete, obwohl es zu keiner Zeit eine syrische Bedrohung gab wie sie die Regierung darstellte, forderte Ankara die Stationierung von PATRIOT-Luftabwehrbatterien an. Nach 2.5 Jahren wurden diese wieder sang und klanglos aus der Türkei abgezogen und ins Baltikum verlegt, wo sie gegen die „russische Bedrohung“ gerichtet sind.

Jetzt waren es nicht mehr syrische Scud-Raketen vor denen sich Ankara fürchtet, obwohl diese noch immer da sind, sondern russische Kampfjets die an der syrisch-türkischen Grenze operieren und unausweichlich die türkische Lufthoheit einige Male verletzt haben. In einem Luftkrieg wo sich die Ziele am Boden so nah an einer Grenze befinden, lässt es sich einfach nicht vermeiden dass es zu solchen Zwischenfällen kommt. Ob solche Fälle aber eine Bedrohung für eine so gut ausgerüstete Militärmacht wie die Türkei darstellen, soll jeder für sich entscheiden.

Auf jeden Fall nutzte die Türkei solche Zwischenfälle – tatsächliche und erfundene! – um den USA den Luftwaffenstützpunkt Incirlik für die Operation Inherent Resolve  zur Verfügung zu stellen. Nur nochmal zur Erinnerung: diese Operation ist offiziell für den Kampf gegen ISIS konzipiert, und für nichts anderes.

Doch wie so oft, sollte Incirlik zu einem Preis kommen, den man lieber nicht öffentlich behandelt. Im Gegensatz zu Deutschland wo die USA über völlige Souveränität ihrer offiziell als NATO-geführten Stützpunkte verfügen, ist das in der Türkei nicht der Fall. Zwar ist das Land des Ata-Türks seit 1954 NATO-Mitglied und hat auch das entsprechende Status of Force Agreement (regelt die Beziehung und Kompetenzen zwischen Gastland und Senderländer) unterzeichnet das alle Mitglieder unterzeichnen müssen, wurde im Falle der Türkei ein zusätzliches Abkommen im Jahr 1980 geschlossen. Gemäss diesem Defence and Economic Cooperation Agreement besitzt die Türkei als Gastland die volle Souveränität über die NATO-Stützpunkte. Weiterhin verpflichteten sich die USA, keine militärischen Flugzeuge zu stationieren, die ausserhalb von offiziellen NATO-Missionen eingesetzt werden. Ganz vereinfacht heisst das: für US-Kriege ohne NATO-Mandat steht weder Incirlik noch der türkische Luftraum zur Verfügung!

Um dieses Abkommen von 1980 zu umgehen, haben die türkische und US-Regierungen monatelang verhandelt bis mit Russland endlich ein Vorwand gefunden wurde. Die türkische Regierung öffnet Incirlik nicht nur für US-Kampfjets, sondern bietet sie auch Frankreich, Grossbritannien und weiteren NATO-Mietgliedern an die sich gerne im Kampf gegen ISIS beteiligen möchten. Damit soll nur der Eindruck erweckt werden dass es sich um einen NATO-Einsatz handelt. Denn solange die Türkei nicht angegriffen wird, kann es auch keinen Bündnisfall der NATO ausrufen und somit auch zu keinem offiziellen NATO-Mandat kommen.

Desweiteren mussten sich die USA verpflichten, jeden einzelnen Start – inklusive Auflistung der Ziele in Syrien – ihrer Jets ab Incirlik dem zuständigen türkischen General anzumelden, der dann die Freigabe erteilt oder eben verweigert. Ausserdem starten auch türkische Kampfjets von Incirlik, die aber nicht ISIS-Ziele bombardieren wie es von der türkischen Regierung offiziell begründet wurde, sondern kurdische Ziele der PKK (in der Türkei) und YPG (in Syrien). Damit machen sich die USA indirekt zum türkischen Komplizen, die jene Kräfte aus der Luft angreift, die auf dem Boden von den USA im Kampf gegen ISIS unterstützt werden.

Wenn also die Türkei wie bei den Anschlägen von Paris oder bei anderen „Anlässen“ gegen ISIS wettert, dann ist das nichts weiter als pure Heuchelei. Die für internationale Beziehungen zuständige Professorin Maya Arakon an der Suleyman Sah Universität in Istanbul, ging daher auch mit der türkischen Regierung hart ins Gericht als sie sagte, dass die „Türkei nicht Terroranschläge ausserhalb ihrer Grenzen verurteilen kann, während ISIS intern gefüttert wird“.

Mir ist klar dass das sehr viele Informationen bisher waren. Sie sind aber notwendig um den Kontext und die Absichten der momentan wichtigsten Akteure in Syrien zu verstehen. Und sie sind erst recht mit dem türkischen Abschuss der russischen Su-24 am 24. November notwendig geworden.

Türkischer Abschuss der russischen Su-24 in der Türkei oder Syrien?

Wurde die russische Su-24 in der Türkei oder Syrien abgeschossen? Das war die Frage die die Medien am meisten beschäftigten. Interessant ist, dass es plötzlich sehr still um dieses Thema geworden ist, was darauf hindeutet dass der Kampfjet in Syrien abgeschossen wurde und so für die Medien nicht mehr weiter relevant ist. Das behauptete die russische Regierung von Anfang an, während die türkische Regierung bei ihrer Version blieb (Abschuss in der Türkei). Untermauert wurde die russische Erklärung von unerwarteter Seite, nämlich aus den USA. Gemäss Aussagen eines „US-Offiziellen“, eine Bezeichnung die meistens für einen Regierungsbeamten benutzt wird, wurde der russische Kampfjet über Syrien abgeschossen nachdem er „kurz“ türkischen Luftraum berührt hat.

Der russische Präsident Vladimir Putin erkärte in einer Pressekonferenz, dass die Su-24 in „6000 Metern flog und einen Kilometer von der türkischen Grenze entfernt war, als sie von türkischen F-16 Kampfjets abgeschossen wurde“.

Wieder von „US-Offiziellen“ erfuhr man, dass die Su-24 gerade „turkmenische Gebiete“ bombardieren wollte, als sie von der Türkei abgeschossen wurde. Es gibt in der Tat eine turkmenische (hat nichts mit dem gleichnamigen Land Turkmenistan zu tun) Minderheit in diesem Gebiet, der ungefähr 100`000 Menschen angehören. Sie wurden schon sehr früh von der Türkei gegen die Regierung von Bashar-al Assad aufgestachelt. Einige wurden auch mit Waffen ausgestattet. Im Artikel „Ukraine`s Spiel mit dem Feuer“ habe ich von der turkmenischen Sultan Murat Brigade geschrieben, die von der Türkei trainiert, beschützt und mit Waffen bestückt wurde. Nach meinen Informationen galten die russischen Angriffe genau dieser Brigade, der auch kaukasische Kämpfer angehören, und nicht der turkmenischen Mindernheit im Allgemeinen.

Bereits am Sonntag, also zwei Tage vor dem Abschuss der Su-24, warnte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu dass „seine Regierung nicht zögern werde, die erforderlichen Massnahmen zum Schutz des turkmenischen Volkes auf syrischem Boden“ zu unternehmen. Von Russland forderte er einen umgehenden Stopp der Angriffe.

Allerdings widersprach der führende syrisch-turkmenische Politiker Ali Türkmani der türkischen Anschuldigung:

„Es gibt die Auffassung das Operationen gegen Turkmenen geführt werden. Das Regime wird natürlich alles unternehmen um die territoriale Integrität zu bewahren. Deshalb wurden Al-Nusra und die Freie Syrische Armee (von russischen Jets) bombardiert von denen eine Bedrohung ausgeht. Es ist nicht korrekt zu behaupten das Turkmenen angegriffen wurden.“

Und nach dieser Drohung des türkischen Ministerpräsidenten kam es dann prompt zum Abschuss der  russischen Su-24, die von OnlineFocus völlig abwertend als „Russen-Oldtimer“ betituliert wurde (Die Welt bezeichnete die Maschine als „Abklatsch eines US Bombers„), bevor dann im Artikel selbst die Vorzüge dieses Bombers hervorgehoben wurden.

Hier die von veröffentlichte Erklärung des türkischen UN-Botschafters, was nach Angaben seiner Regierung passiert sein soll:

In diesem Schreiben ist die Rede von einer Verletzung des türkischen Luftraums von 17 Sekunden, und dass man versucht habe „zehn mal in fünf Minuten“ den russischen Piloten zu warnen. Interessant ist, dass sowohl der gerettete Pilot (über das Schicksal des anderen Piloten komme ich noch zu sprechen), als auch das russische Verteidigungsministerium jegliche Kommunikationsabsicht der türkischen F-16 Piloten abstreiten. Es habe weder eine „visionelle noch audio“ Kommunikation zwischen den Kampfpiloten stattgefunden.

Und dennoch sprechen die Medien von türkischen Warnungen, die sogar veröffentlicht wurden. Aber, und das ist wichtig, diese Warnungen wurden nicht von der türkischen Regierung veröffentlicht. Sie wurden von einer Person die anonym bleiben möchte abgefangen, und zwar auf der intern. Notfall UHF Frequenz auf 243`000 MHz, die nicht von Piloten benutzt wird. Ob diese Warnung tatsächlich von diesem Tag und an die russische Su-24 gerichtet stammt, ist unklar. Was aber klar ist, dass sie nicht von den türkischen Piloten stammt, sondern höchst wahrscheinlich von einer türkischen Bodenradarstation.

Es deutet also sehr viel mehr darauf hin, dass die Türkei den russischen Jet mit voller Absicht und schon fast geplant abgeschossen hat (hier einige Videos zu dieser Vermutung). Auch die Rolle der NATO muss hinterfragt werden: wieso wandte sich die türkische Regierung nach dem Abschuss zuerst an die NATO und nicht etwa an die russischen Behörden? Fakt ist dass NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und auch US-Präsident Obama die türkische Version anerkannt haben, und der Türkei jegliches Recht zur Selbstverteidigung zugesprochen haben. Erinnern wir uns daran, dass die Türkei diesen Vorfall, nachdem er von US/NATO als Aggression eingestuft wurde, einen Grund hat die Luftwaffenbasis Incirlik auch rechtlich auf gesicherte Füsse zu stellen, da sich die US-Einsätze nun als NATO Missionen darstellen lassen können.

Dann gibt es noch das Problem mit der Frage ob es sich tatsächlich um eine Verletzung des türkischen Luftraumes gehandelt hat oder nicht. Die Türkei veröffentlichte dieses Radarbild mit dem 17-Sekunden Vorfall:

Was vermutlich tatsächlich die korrekte Flugbahn der russischen Su-24 darstellt, obwohl die russischen Karten nicht genau mit dieser Karte übereinstimmt, zeigt dennoch dass es zu keinem Zeitpunkt eine „Bedrohung“ für die Türkei war. Nun gibt es solche Stimmen die mit Sicherheit sagen werden, ob Bedrohung oder nicht, es wurde in dem Fall türkische Lufthoheit verletzt.
Wie ich schon weiter oben geschrieben haben, lassen sich solche minimalen „Verletzungen“ bei echten Einsätzen kaum vermeiden wenn die Operationsgebiete sich unmittelbar an der Grenze befinden. Ausserdem hätte es nach dieser Logik, und diese Aussage kommt nun vom türkischen Militär selbst, „114 Abschüsse von griechischen, italienischen und israelischen Kampfjets“ gegeben, hätte man jede Luftraumverletzung mit einem Abschuss beantwortet.

Und das türkische Militär selbst wäre von dieser Logik betroffen gewesen. Abgesehen davon dass die zwei F-16 die die russische Maschine abgeschossen haben, bei ihrem Angriff selbst auf syrischem Gebiet waren, gab es allein letztes Jahr über 2200 türkische Luftraumverletzungen in Griechenland! Und nicht einer davon wurde von den Griechen abgeschossen.

Was die Türkei am 24.11.2015 gemacht hat, ist ein sehr gefährlicher Präzedenzfall den sie geschaffen haben. Wenn also die USA/NATO der Türkei auch offiziell das Recht zur Selbstverteidigung in solch einem Fall zugesprochen haben, dann muss dieses gleiche Recht selbstverständlich auch für alle anderen Länder gelten. Das kam überdeutlich zum Vorschein als der griechische Aussenminister Nikos Kotzias mit dem russischen Aussenminister Lavrov telefonierte und im sein Beileid für den Tod des Piloten aussprach, und dabei diesen möglicherweise folgenschweren Satz sagte:

„Athen versteht die provokative Natur der türkischen Politik sehr gut, mit der Berücksichtigung von regulären und seit Jahren andauernden Luftraumverletzungen Griechenlands durch Ankara.“

Im Falle Syriens ist es noch sehr wichtig zu betonen, dass die türkischen Angaben von „Luftraumverletzungen“ mit äusserster Vorsicht zu betrachten sind. Die Türkei hat im Jahr 2012 unilateral einen 5 Kilometer breiten Puffer in syrisches Territorium gezogen, das Ankara als „no fly zone“ betrachtete und jegliche Verletzung dieser „Flugverbotszone“ als Verletzung des türkischen Luftraumes wertete.

Auch wenn Moskau „ernsthafte Konsequenzen“ für die Türkei angedroht hat – die es auf jeden Fall geben wird – einen Krieg gegen die Türkei aber schloss Russland aus.

Abschuss des Rettungshubschraubers und ISIS

Als die russische Su-24 abgeschossen wurde und die zwei Piloten sich mit Schleudersitzen zunächst in Sicherheit bringen konnten, startete wie immer in solchen Fällen eine Rettungsmission. Doch auch diese sollte zum Desaster werden.

Zuerst sieht man auf einem Video wie „Rebellen“ auf die zwei russischen Piloten schiessen die in ihren Fallschirmen hängen, und dann kommt es zu einem Abschuss durch eine amerikanische TOW-Rakete des russischen Hubschraubers der bereits auf dem Boden ist und die Crew auf der Suche nach den abgesprungenen Piloten ist.  Zuletzt sieht man eine Gruppe von Männern, die sich über dem Leichnam des einen russischen Piloten schart und „Allahu Akbar!“ ruft. Das pikante an der ganzen Sache: der russische Helikopter und Pilot wurden von der Ersten Küstendivion der Freien Syrien Armee (FSA) abgeschossen, die laut USA und EU zu den „moderaten Rebellen“ gehören. Und da hören die schlechten Nachrichten nicht auf. Die Verantwortung für dieses Kriegsverbrechen der FSA übernimmt ein Mann mit dem Namen Alparslan Celik, den türkische Medien als syrischen Turkmenen bezeichnen, er aber in Wirklichkeit ein türkischer Staatsbürger ist und aus dem Keban Distrikt der Elazig Provinz kommt und Sohn eines ehemaligen Majors der türkischen Streitkräfte ist.

Was hat es mit dieser Verstrickung eines türkischen Staatsbürgers in Syrien zu tun, der der FSA angehört und von der man weiss, vom türkischen Geheimdienst MIT ausgebildet und ausgerüstet worden zu sein? Ist Alparslan Celik, der in dem oben genannten Video als Kommandant auftritt, sogar ein Offizier des MIT?

Aber schauen wir was der Chef des türkischen Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, zu Russland`s Bombenkampagne in Syrien zu sagen hatte:

„ISIS ist eine Realität und wir müssen akzeptieren das wir keine so gut organisierte und populäre Etablierung wie den Islamischen Staat ausradieren können. Deshalb rufe ich meine westlichen Kollegen auf, ihre Sichtweise für politische Strömungen des Islams zu überdenken, ihre zynische Mentalität abzulegen und Vladimir Putin`s Pläne zur Niederschlagung der syrischen islamistischen Revolution zu vereiteln.“

Weiterhin meinte Fidan, um den ganzen Strom an ausländischen Jihadisten die nach Syrien wollen besser unter Kontrolle zu bringen, es „unerlässlich ist dass ISIS ein Konsulat oder mindestens ein politisches Büro in Istanbul“ öffnet.

Ist das die Form vom „gemeinsamen Kampf“ gegen ISIS wie ihn Ministerpräsident Ahmed Davutoglu angekündigt hatte?

Wie tief aber die Verstrickungen der Türkei mit ISIS sind, zeigt nicht zuletzt die Rolle von Bilal Erdogan, dem Sohn des türkischen Präsidenten. Er ist Anteilseigner der Reederei „BMZ Group Denizlik„, die u.a. das von ISIS gestohlene und raffinierte Öl über den Hafen Ceyhan an Kunden liefern. Eine Studie der Universität Greenwich befasste sich mit dem Thema der ISIS-Ölrouten und unterstützt die These, dass dieses Öl u.a. über den Hafen Ceyhan abgewickelt wird.

Hier ist noch ein Video das zeigt, wie das türkische Militär schweres Kriegsgerät durch einen ISIS-Checkpoint am 23. April 2014 fährt, um die Umsiedlung des Shah Suleiman Grabes (Begründers des Osmanischen Reiches) das sich auf syrischem Territorium befand durchzuführen. Aber nicht etwa in die Türkei, sondern wieder auf syrischem Boden. Nur diesesmal in dieser oben genanten 5 Kilometer Pufferzone die die Türkei errichtet hat. Es ist auch diese Pufferzone, die ein beliebter türkischer Kolumnist am liebsten durch die Türkei annektieren würde, „ähnlich dem Prinzip von Zypern„.

Nach den Anschlägen von 9/11 erklärten sich die Franzosen mit den Amerikanern solidarisch, obwohl sie alles andere als grosse Freunde sind. „Wir sind alle Amerikaner„, titelten französische Medien damals. Diese rethorische Solidarität gab US-Präsident Barack Obama nach den Anschlägen von Paris wieder zurück, als er bei seinem Besuch in Paris auch erkärte; „We are all French now„.

Der Westen hätte sich diese Frage auch in Bezug der Türkei stellen sollen, bevor die NATO ihrem südlichsten Mitglied vorschnell bei diesem kriminellen Akt den Rücken gestärkt hat.

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Kommentar

22 Kommentare

  1. ich versteh nicht wie man das alles als Lügen abstempeln könnte. Da müsste man doch wirklich die Fähigkeit besitzen völlig gedankenlos zu behaupten “ ich hab das nicht gelesen das gibt es nicht “ “ ja aber warum lesen sie es gar nicht erst ? “ “ ich hab das nicht gelesen das gibt es alles nicht „. Wie soll man jemanden noch ernst nehmen der die westlichen Ansichten vertritt ?

    • Erst neulich hat der Russe wiedereinmal den Luftraum eines anderen Landes verletzt und sind auch noch Stolz darauf.

      Auf russischen Medien haben sie neulich geschrieben… „wir waren wiedereinmal im Fremden Luftraum (Israel) und… und die haben uns nicht abgeschossen“ (so ungefähr wollten die russischen Medien darauf hinaus…).

      Ich, ich glaube dass der Russe es darauf anlegt… abgeschossen zu werden ! ! !

      Ich verstehe Folgendes aus dem Artikel:
      Aha, also bombardiert der Russen da unten gar nicht die ISIS… dass Russe hat uns angelogen – wo gibst denn so was?

      • @ OLLI Ich, ich, ich krame nun im vollständig ausgräumten Handschuhfach meines Restverstandes nach einem Sinn für diesen Kommentar.
        Ich verstehe folgendes aus diesem Bierdeckel, sobald die Eier unter meiner Haube hartgekocht sind :

        dafür ist dagegen – nur von der anderen Seite.
        Der Russe bombardiert also gar nicht den ISIS – da unten, sondern da oben ! Direkt neben den Englein die ich singen höre und den Sternchen die ich sehe – wenn ich auf Toilette sitze.
        Das Russe lügt . Frage sie mich denn ich weiß den Wahrheit !
        Erst neulich hat das Russe gelogen und ist stolz darauf – Eiersalat vegan und 30 % reduziert weil Laktosenintoleranz keine Haltbarkeit mehr hat WO GIBTS DENN SO WAS ?

      • Na Olli, da hast du dich aber mal wieder von deiner besten Seite gezeigt. Pisaschlusslicht! Mehr kann man nun wirklich nicht sagen. Die Russen haben sicherlich nicht getönt, dass waren die deutschen Medien auf Befehl von Netanhu oder wie dieser Pädophile, auch immer heissen mag, Im übrigen hat Russland die Golanhöhlen überflogen und die gehören nicht zu Israel. Nur mal so zu Info, damit ich deiner Bildung etwas gutes tue :-)

        • Sicher sicher doch… als der Türke das Russchen runter geholt hat, hat das Russchen den Turkmenen-Berg überflogen. Der Turkmenen-Berg gehört auch nicht zu Türkei… genauso wie die Golanhöhen – nur ist das russchen falsch abgebogen… Pech gehabt?

          Das Russchen bombardiert da unten keinen ISIS, sondern die Zivilbevölkerung und betreibt da unten eine Ethnische Säuberung/Vertreibung für das Hund Assad… wer, wer weiß, vielleicht soll das Gebiet später mit Russchen besiedelt werden. Er baut sich da unten ein Nah-Ost Russchen und wir hier müssen die Leute aufnehmen, die Putinchen bombardiert lässt.

          Frage: Wozu hat das Hund Assad soviel Gas angehäuft und was wollte das Hund damit machen… die ganze Welt etwa vergasen?

          • können sie verstehen das ihnen manche Bürger bei ihrer Auslegung der Realität nicht mehr ganz folgen können ?

        • Hallo Nagamuto,

          weshalb versuchen Sie sich mit einem geistig minderbemittelten Olli zu unterhalten? Dieser wird sicher keine vernünftigen Argumente akzeptieren. Aus seinen Kommentaren tropft ja schon der Russenhass.

          • Der ist nicht geistig minderbemittelt, der ist nur falsch instruiert und informiert !

    • Haben deswegen Türken zur Überwachung der Kreuzer geschickt, weil der Türke nicht länger fackeln tut und sofort schießen.
      (soll das Putinchen aufhören Zivilbevölkerung „Turkmenen“ zu bombardieren, dann… dann wird alles gut).

      Als das Russchen Russen in in Ukraine verteidigt hat, war das gut – warum soll das bei dem Türken anders sein, wenn er Turkmenen verteidigt?

      Und wenn hier ein Hirnverbrannte anfängt und erzählt, das Turkmenen Isis sind… dann hat sie das Arschloch, sie nicht mehr alle!

      • @Olli
        Genau , ganz genau ! Endlich traut sich das hier mal einer zu sagen ! – ganz ohne dabei nachzudenken. Der Türke f****** eeh fackelt nicht lange herum . Tutenchamun tut das auch so am machen sein – tun ..

        Das russische Russen tut in wahrer Wirklichkeit drin die Ukraine zerstören und Russland bis nach Wolkenkuckucksheim vorziehen. Warum soll das so ist ? Mein fingierter Ausländerakzent wäre wenigstens dann überzeugend wenn ich nicht so penibel Wörter wiederholen und neue Adjektive erfinden würde. Außerdem ist es mir ein innerer Reichsparteitag euch alle solange zuzukommentieren bis ihr in Demut die Existenz des heiligen Teepots anerkennt. Und wer das nicht tut – ist doof und stinkt.

      • So viel Dummheit muss doch weh tun. Die Türkei ist schon seit Jahren ein Problem für seine Nachbar bis auf Israel und das will was heißen.

  2. @Olli
    der Unterschied zur Ukraine ist, deren Präsi ist von NATO gestürzt worden, um Raketen an der russ Grenze aufzustellen
    Syrien ist immer noch ein souveräner Staat
    Die Türken werden wie immer nur benutzt

  3. danke, für diesen sehr ausführlichen Bericht, der mir bei dieser unübersichtlichen Lage doch sehr fundiert, ohne Panikmache und Einseitigkeit, einfach informativ ist.
    Bleibt zu konstatieren, dass Russland drei Ziele im Auge hat,
    1) den IS zu bekämpfen
    2) Assad weiter zu stützen und da auch die Widerstandskämpfer durchaus in Angriff nimmt
    3) den USA zeigt, dass man will man wirklich den Terror bekämpfen, nicht Jahre dazu benötigt.

    Denke wir sollten bei allem dafürhalten für die Position Putins auch bedenken, dass es ihm nicht um die Menschen in Syrien geht, sondern zu zeigen, dass Russland wieder der grosse Gegenspieler der USA ist. Nun, wahrscheinlich ist es notwendig, die Frage ist nur, kommt dabei Europa unter die Räder?

  4. Ganz ehrlich, die meisten Artikel im Netz sind bloß nachgezeichnete Landkarten von Landkarten, die man nie gesehen hat.
    Mich erinnert das Netz eher an ein großes Wettbüro für Pferderennen, und da stehen Leute herum, die Geheimtipps verkaufen.

  5. Interessant finde ich, wie im Bericht angesprochen wird, dass USA und Co. obwohl kein Mandat, in Syrien rum bomben.Sie bomben nicht richtig und werden kritisiert, weil sie bomben werden sie auch kritisiert.
    Die Türkei wird kritisiert weil sie bei Kobane zuschaute anstatt ohne Mandat ein zu marschieren.
    Die Bösen Türken, an Kobane sieht man wie sie ticken.
    Ein Aspekt zu Kobane fehlt komplett.
    Und ich frage mich warum?
    In Kobane kämpft die YPG ein Ableger der PKK, diese haben die Türkei mehrfach gewarnt sich heraus zu halten, einen Einmarsch würden sie definitiv als kriegerischen Akt betrachten.
    Die Türkei wird also von denen bedroht denen sie doch gefälligst helfen soll, ohne Mandat.