in Lateinamerika

Der Machtkampf in Venezuela spitzt sich zu. Wenngleich unter anderem Mexiko und Uruguay diplomatische Lösungen suchen, schließen andere einen Sturz des Maduro-Regimes mit Hilfe militärischer Interventionen aus dem Ausland nicht mehr aus. Oppositionsführer Juan Guaidó selbst schielt dafür auf die USA. Und Donald Trump schloss einen US-Militäreinsatz in Venezuela von Anfang an nicht aus.

US-Präsident Donald Trump schloss Militäreinsatz nie aus

„Die USA hält sich alle Optionen offen“, sagte damals US-Präsident Donald Trump, kurz nachdem er bekanntgegeben hatte, dass Washington den selbsternannten Interimspräsidenten Venezuelas, Juan Guaidó, offiziell anerkenne. „Alle Optionen“ enthielten ausdrücklich auch einen Einsatz des US-Militärs in Venezuela. Trump ist kein großer Freund vom venezolanischen Präsident Nicolás Maduro und bereits in der Vergangenheit kam es zu wortreichen Auseinandersetzungen der beiden Staatschefs.

Trump sieht aber sicherlich mehr Gründe Juan Guaidó und dem venezolanischen Volk unter die Arme zu greifen. China und Russland tätigten beide milliardenschwere Investitionen in Venezuela und bekommen dafür bisweilen kostbares Öl. Schwarzes Gold aus einem der größten Ölvorkommen der Welt. Ein militärischer Einsatz um Maduro zu stürzen würde durchaus die Möglichkeit eröffnen, dass Guaidó in anschließenden Wahlen zum Staatschef gewählt würde. Und die Hilfe der USA würde sicherlich großzügig entlohnt werden.

Machtwechsel um jeden Preis: Juan Guaidó erwägt US-Militäreinsatz

Wie auch immer Donald Trump sich das Ganze vorstellt, bislang war Juan Guaidó kein Fan von Gewalt- und Waffeneinsatz. Aber wer die Vereinigten Staaten von Amerika als „guten Freund“ weiß, der ändert schonmal seine Meinung. So auch Guaidó, der jüngst einen Einsatz des US-Militärs zur Durchsetzung des Regierungswechsels erwägte. Der Übergangspräsident erwähnte aber auch, dass ein Militäreinsatz durch die USA zweifelsfrei „brisant“ wäre. Er würde alles in seiner Macht tun, um in einem solchen Fall so viele Menschenleben zu schützen wie möglich.

Um es vorwegzunehmen: weder rief Guaidó die USA zur Hilfe offiziell auf, noch kam aus Washington eine entsprechende Rückmeldung. Allerdings sahen sich in der jüngeren Vergangenheit unter anderem auch Russland gezwungen, die USA offiziell vor einem Militäreinsatz in Venezuela zu warnen. Trump ist schwer berechenbar und die Möglichkeit eines geopolitischen bzw. wirtschaftlichen Sieges über China und Russland würde sich in den Augen von Trump gewiss nicht schlecht darstellen.

Präsident Maduro blockiert 100 Tonnen Hilfslieferungen

In Venezuela selbst spitzt sich die Lage indes zu. Oppositionsführer Juan Guaidó ruft immer wieder dazu auf, dass die Streitkräfte des Landes ihre Unterstützung für Präsident Maduro aufgeben. Bisweilen jedoch folgen diesem Aufruf kaum nennenswerte Teile des Militärs, beziehungsweise lediglich Einzelpersonen. Maduro demonstriert unterdessen seine Befehlsgewalt über die Streikräfte um Hilfslieferungen ins Land zu blockieren.

Das venezolanische Volk gilt als Arm. Spätestens seit der schweren Wirtschaftskrise 2013, welche bis heute anhält. In dem Land fehlt es an vielen Ecken und Enden, vor allem aber an Nahrungsmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. Diese forderte Guaidó zwar an, jedoch warten die 100 Tonnen Hilfslieferungen seither an der Tienditas-Brücke, einer Grenzbrücke zu Kolumbien. Venezolanisches Militär würde diese Brücke blockieren hieß es dazu von kolumbianischen Behörden.

Maduro selbst sieht die humanitäre Krise in seinem Land nicht. Er nannte diese Krise eine „Erfindung durch die USA“ um einen militärischen Einsatz in seinem Land zu „rechtfertigen“. Weiter sagte er: „Das ist keine Hilfe, das ist eine Demütigung des Volkes. Von außen sieht das Paket sehr schön aus, aber im Inneren ist Gift.“ Er werde keinerlei Hilfslieferungen ins Land lassen. Zudem würde es Juan Guaidó nicht zustehen diese Hilfen zu erbitten, da er nicht der rechtmäßige Präsident Venezuelas sei.

Washington plant weitere Sanktionen und steht mit venezolanischem Militär in „direkter Verbindung“

Wie wir etwas weiter oben bereits erwähnten, gab es aus Washington bislang keine Reaktion zu Guaidós Aussagen. Allerdings ließ das Weiße Haus Nachrichtenagenturen wissen, dass die USA weitere Sanktionen gegen die Regierung unter Nicólas Maduro vorbereiten. Genauere Details wurden nicht genannt. Weiterhin teilte das Weiße Haus mit, dass die US-Behörden in direkter Verbindung zum venezolanischen Militär stünden. Dies diene alleinig dem Zweck die Streitkräfte dazu zu bewegen, sich hinter Guaidó zu stellen. Juan Guaidó selbst scheint nicht wie jemand, der fest daran zu glauben scheint, dass dies auch wirklich so geschieht. Und wer die Unterstützung der landeseigenen Streitkräfte – zumindest scheinbar – nicht haben kann, der holt sich die Streitkräfte eben aus dem Ausland.

Autor: Thomas Schmied

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Kommentar

  1. Wieder einmal ein völlig überflüssiger Artikel der alles woanders schon geschriebene wiederholt. Zum Thema Brücke, die besagte Brücke „Tienditas“ wurde seit ihrer Fertigstellung 2016 noch nicht geöffnet. Das lässt die Aussage zur Hilfslieferung in einem ganz anderen Licht erscheinen.

  2. Das typische Cowboy-Gehabe eben. Da unterscheidet sich Trump keinen Jota von den anderen „großen Persönlichkeiten“ und „Nobelpreisträgern“. Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, Großmannssucht und ähnliches haben bekanntlich ja schon immer zu einer friedlichen Welt beigetragen.
    Da installiert man mal schnell einen Guaidó, lässt ihn „Hilfe!“ rufen und los gehts…

  3. Henry Paul zu Venezuela

    Der Welt-Humanismus und die Menschenrechts-Front wissen wieder mal, wer der Böse ist- Falsch gedacht, weil wie immer sie der MSM auf den Leim gegangen sind.

    Die USA müssen das Öl und das Gold Venezuelas haben, denn pleiter als die USA kann niemand sein und die FED gibt NIX mehr her. Doch der Kriegsrausch der Amis ist unstillbar und so verlangen die über 1400 Militärbasen eben ihren Stoff und Bewegungs-Material. Da Venezuela vor der Haustür liegt und das nach der ersten US-Doktrin US-Hoheitsgebiet sein soll, greift man durch und zu.

    Der sture Bock Maduro ist aber auch sowas von renitent: wir haben doch klar gesagt was wir haben wollen und er begreift es nicht- will es einfach nicht rausrücken. Also muss er cubanisiert werden: Total Blockade, Total-Vernichtung, Total-Beherrschung und Total-Aktivierung der Gutmenschen-Idioten weltweit.

    Wenn wir wirklich demokratisch sein wollen und Menschenrecht zählen soll, müssten wir die USA angreifen und verteufeln, nicht die Opfer!

  4. Nach dem Sündenfall UKRAINE kommt jetzt Venezuela nach gleichem Muster

    Seit dem Fall der Sowjetunion hat Russland seitens des Westens immer einen gute Partnerschaft und die Nichtausdehnung der NATO versprochen, aber die USA und die EU haben sich nie daran gehalten.

    Das Westkapital, voran Soros und andere Oligarchen brauchen neue Märkte und neue Sklaven, die Ihnen ihr Geld verdienen sollen.

    Menschenrechte, die übrigens in Russland besser geachtet werden als in den USA, werden hier nur vorgeschoben und als billige Parole zur Täuschung der Bürger verwendet.

    In Wahrheit geht es schon seit Jahrzehnten darum, dass die USA die Rohstoffe der ganzen Welt unter ihre Kontrolle bringen können, damit der marode Dollar nicht ins bodenlose abstürzt.

    Dafür wird mit allen Mitteln Gebrauch gemacht, mit bezahlten Umsturz-Agenden jeder Coleur, mit Mord , Folter und Drohnen….mit bis jetzt 25 Millionen Toten.

    Nun ist wohl hoffentlich das Maß voll und Russland setzt diesem Treiben ein Ende!!

    Es wäre Höchste Zeit, dass wenigsten die EU sich von solche einer Politik abkehrt und endlich dem friedlichen Russland eine gute, ehrliche und angemessene Partnerschaft.

    Wir Bürger wollen das….wir wollen Frieden und Freundschaft…wenn die West-Eltiten dies nicht wollen, sollen sie sich untereinander und ganz privat exekutieren…..das wäre das Beste für uns Bürger.