in Politik

Seit ein paar Wochen kursieren im Netz diverse Berichte nach denen der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner  und US-Senator John McCain enge Verbindungen zu diversen IS-Kommandanten und Führungskräften hat. Auch obiges Bild befindet sich immer wieder in der Beweisführung. Trotzallem gibt es viele Widersprüche und Unklahrheiten – höchste Zeit sich auf Spurensuche zu begeben.

https://www.youtube.com/watch?v=sPSOhICt7qg

Auslöser für viele Diskussionen war unter anderem dieses Interview mit John McCain. „Lassen Sie uns darüber sprechen, was ihr Kollege Rand Paul heute gesagt hat, dass es falsch ist Waffen zu liefern, weil die meisten Waffen, die wir geliefert haben, in die Hände der ISIS gefallen sind, dass ISIS ihnen die Waffen einfach wegnimmt und wir tatsächlich irrtümlich radikale Kräfte unterstützen,“ sagte der Moderator zu McCain. Der Senator aus Arizona antwortete etwas unwirsch: „Ist Rand Paul jemals in Syrien gewesen? Hat er ISIS getroffen, hat er jemals mit irgend jemand von diesen Leuten gesprochen?“ (…) Ich kenne diese Leute sehr genau. Ich stehe die ganze Zeit mit diesen Leuten in Kontakt.“ In einem anderen Interview sagte er: „Hillary Clinton hat bereits ein Treffen im Weißen Haus vor zwei Jahren erwähnt, bei dem jeder der anwesenden Sicherheitsberater empfohlen hat, ISIS zu bewaffnen.“ Eine Formulierung die viel Freiraum für Spekulationen offen lässt und dennoch weitere Recherche verdient.

Denn auch dieses Bild sorgt für einige Kontroversen. Angeblich soll es den US-Senator John McCain im Gespräch mit FSA-Rebellen zeigen – das wird kaum bestritten. Heftiger dreht sich die Debatte um die Person links im Bild: das soll Abou Bakr Al-Baghadi darstellen – eine Person die auch im sogenannten Islamischen Staat eine hohe Rolle einnimmt. Mehrere Medien, besonders in den Vereinigten Staaten und Frankreich, haben einen entsprechenden Artikel von Thierry Meyssan über die Kontakte von John McCain und dem islamischen Staat stark angefochten. Alle erklärten, die auf dem Foto von der Begegnung des Senators mit den Mitarbeitern der FSA im Mai 2013 erscheinende Person identifiziert zu haben und manchmal auch gut zu kennen, so dass sie behaupten konnten es handle sich nicht um Kalif Ibrahim.

Im Mai 2013 ging Senator John McCain in die Nähe von Idlib in Syrien, über die Türkei, um sich mit Führern der „bewaffneten Opposition“ Syriens zu treffen. Seine Reise wurde erst nach seiner Rückkehr in Washington bekannt. Den damals veröffentlichen Fotografien, stellte man die Gegenwart von Mohammad Nur fest, Sprecher der Sturm-Brigade vom Norden (von der Al-Nusra-Front, d. h. Al Kaida in Syrien), die 11 libanesische schiitische Pilger entführt hatten und in Azaz festhielten. Über seine Nähe zu Mitgliedern von Al-Kaida-Geiselnehmern befragt, beteuerte der Senator, Mohammad Nur nicht zu kennen, der sich auf eigene Initiative zu diesem Foto eingeladen habe.

Die Vorfälle zeigen, dass John McCain enge Verbindungen zu dem durchaus sehr radikalen Teil der sogenannten Freien Syrischen Armee besitzt. Das wird von seiner Seite auch kaum bestritten. Diese Kräfte werden auch weiterhin als „gemäßigte Opposition“ geführt. Es sind aber eben auch jene Teile dieser Anti-Assad-Koalition wie die Al-Nusra Front die enge Verbindungen zum IS besitzen und auch im Irak gegen die kurdischen Armeen kämpfen. Die Verstrickung ist zwar schwer zu durchschauen – aber mehr als nur eine Verschwörungstheorie.

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Kommentar

  1. Natürlich ist er da verstrickt! Wer was anderes glaubt, hat einfach keinen Plan.

    Das größte und gefährlichste Terrornetzwerk ist die US-Regierung selbst.
    Ich hoffe, das die ganzen Drahtzieher irgendwann qualvoll verrecken, so wie zig hundert tausende unschuldige Menschen auf dieser Welt.

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