in D/A/CH

Die in den Medien aktuell diskutierte Radikalisierung scheint nicht nur rechte Teile der Gesellschaft zu betreffen, sondern auch „linke“. Der Spitzenkandidat der Linken in Brandenburg hat einem Bericht der „Bild“ nach nun gefordert, private Busunternehmen, private Bahnunternehmen, Telekomunternehmen, private Wohnungsunternehmen und private Kliniken zu enteignen. Der DGB hatte zu einer Konferenz eingeladen und sich von den Spitzenparteien deren Programm nennen lassen.

Enteignungen: Was soll’s?

Enteignungen sollen offenbar dabei helfen, den „stärksten Wandel seit 1989 zu gestalten“, so läßt sich der junge Spitzenkandidat Sebastian Walter zitieren. Er begründet seine Forderung offenbar damit, dass die Unternehmen den Arbeitnehmern so wenig Geld zahlen. „Die schlechte Bezahlung von Busfahrer liegt daran, dass ihre Unternehmen nicht in der öffentlichen Hand gehalten wurden.“

„Enteignung wird von vielen positiv gesehen, in Berlin mehrheitlich“, ließ er auf Nachfrage des Moderators zudem wissen.

SPD-Chef Woidke bestätigte als Vertreter der brandenburgischen SPD: „Öffentlicher Boden muss in öffentlicher Hand bleiben.“ Selbst die Grünen sind bei den genannten Forderungen etwas zurückhaltender. Deren Spitzenpolitiker Clemens Rostock sieht die Forderungen lediglich als „das allerletzte Druckmittel bei jahrelangem Leerstand.“

In der Sache sind die Forderungen ausgesprochen verwirrend. Denn Enteignungen sind teuer. Der Staat muss die zu enteignenden Eigentümer entschädigen. In Berlin beispielsweise aber hat die öffentliche Hand ihre öffentlichen Immobilien freiwillig an private Unternehmen verkauft. Kaum vorstellbar, dass angesichts steigender Immobilienpreise der Ausstieg aus dem selbst verschuldeten Ausverkauf zu finanzieren wäre – zumal die öffentlichen Schulden seither angestiegen sind.

Dasselbe Phänomen betrifft die Forderung nach Ent-Privatisierung von Unternehmen wie Bus-Firmen oder Telekommunikationsunternehmen. Deren Investitionen etwa bei der Ersteigerung der neuen 5-G-Frequenzen sind beträchtlich gewesen. Der Staat wird schon aus finanziellen Gründen die Enteignung nicht stemmen können. Oder stellt sich die Politik hier eine Enteignung ohne Entschädigung vor? Dies wäre keine wählbare Reform, dies wäre schlicht ein Gewaltakt. Mehr zu Enteignungsprogrammen lesen Sie hier…

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Anzeige

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Endlich werden die Massen wach! Nur so, kann man unter den heutigen Bedingungen, das Monopolkapital i9n die gerechten Grenzen weisen!

  2. Lachkrampf – das ruft das ganze Geplubber dieser linken Terroristen bei mir hervor. Und es zeigt, wie am Ende „mit ihrem Latein“ diese Vollpfosten sind, die wahrscheinlich noch nie in ihrem (sinnfreien) Leben mit eigenen Händen Werte erarbeitet haben.

  3. Die Enteigneten werden wohl höchstens mit einer symbolischen Entschädigung rechnen können, oder mit gar keiner, wie im früheren Ostblock. Als größte Gefahr sehe ich die Enteignung von Immobilienbesitzern, auch bei denen, die z.B. nur ein eigenes Haus besitzen. Wenn ein älteres Ehepaar auf 150-200 qm wohnt, die drei Kinder sind bereits erwachsen und ausgezogen, aber Millionen von anerkannten Klimaflüchtlingen besiedeln die BRD auf Einladung der Linken, was geschieht? Das Ehepaar muß in die früher vermietete Einliegerwohnung (50qm), der Rest wird von der 6-10köpfigen Araberfamilie bewohnt. Alles schon gewesen, z. B. in Rumänien mit den Deutschen. Diese bewohnten 1 Raum und der Rest des Hauses wurde mit Zigeunern oder Rumänen bewohnt.

  4. Das Enteignen muss zu aller erst bei den Politikern anfangen die uns alles zum Wohle des Volkes verkaufen, gell ihr Drecksäcke?

  5. Ja, enteignen, alles, was die Idioten so besitzen, Immobilien, Autos, Ersparnisse, Altersversorgungen, Menschenverstand.
    Ich bin sofort dabei! Versucht es noch einmal, diesmal wird es klappen. Macht alle Menschen gleich. Wenn es nicht funktioniert, ist es mir doch egal.
    Ach ja, ich habe mein Haus verkauft und lebe nicht mehr im besten Schland aller Zeiten. Haha.

  6. Ja die ewig gestrigen auf der linksextremen Seite des Parteieinspektrums sind weiterhin nicht lernfähig und sterben leider auch nicht aus.
    Wenn das so weitergeht mit dem politischen Verfall in diesem Land (Grüne bei über 20%!!!) bekommen wir bald die DDR 2.0.

Webmentions

  • Jetzt geht’s los… Linker Spitzenkandidat fordert Massenenteignung - Leserbriefe 21. Juni 2019

    […] • Weiterlesen • […]