in Politik

Die Nichregierungsorganisation „Human Rights Watch“ gibt sich als eiserne Bewegung im Kampf für die Menschenrechte. Global wolle man für die Achtung der Erklärung der Menschenrechte einstehen und sie fördern. Doch mehrere Vorfälle zeigen, wie tendenziös die NGO mittels Verwendung falscher Informationen vorgeht. Nebenbei tritt der US-Amerikanische Milliardär George Soros als Spender auf.

Human Rights Watch wurde 1978 unter der Bezeichnung Helsinki Watch gegründet, um die Einhaltung der Schlussakte von Helsinki durch die Sowjetunion zu dokumentieren und um sowjetische Menschenrechtsgruppen zu unterstützen. 1988 vereinigte sich Helsinki Watch mit anderen internationalen Organisationen, die vergleichbare Ziele verfolgten, zu Human Rights Watch.

Die Organisation beschäftigt weltweit rund 400 hauptamtliche Mitarbeiter, außerdem projektweise zusätzliche Experten und Freiwillige. Im Geschäftsjahr 2012 verfügte HRW über ein Budget von 59 Millionen US-Dollar. Human Rights Watch finanziert sich ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen und Stiftungen. (Finanzielle) Hilfe von nationalen Regierungen lehnt die Organisation kategorisch ab. Einer davon ist George Soros. Der US-Milliardär, der gerne auch mal Revolutionen, wie im Kosovo oder der Ukraine finanziell unterstützt, gab 2010 bekannt, er werde 100 Millionen US-Dollar an die NGO spenden[1] (Nachtrag, 27.03.15: An dieser Stelle wurde fälschlicherweise behauptet Soros hätte „100 Milliarden US-Dollar“ an HRW gespendet. Wir bitten um Verzeihung)

Man müsste meinen, HRW tritt dennoch für die klare Einhaltung der Menschenrechte ein, zumal diese ja klar definiert und sind wenig Platz für Interpretationen lassen. Doch mehrere Vorfälle zeigen, dies ist nicht ganz richtig.

HRW behauptete in einem Bericht vom 24.2.15, dass die Assad-Regierung sogenannte Fassbomben gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt habe. Dazu veröffentlichte HRW Fotos einer vom Bürgerkrieg zerstörten Gegend mit dem Hinweis “Syria dropped barrel bombs despite ban.(Syrien warf Fassbomben trotz Verbots ab.)“[2]

Mehrere US-Amerikanische Medien übernahmen die Mitteilung scheinbar ungeprüft. Exemplarisch schrieb die „New York Times“[3]:

„Human Rights Watch said Tuesday that the Syrian government had dropped so-called barrel bombs on hundreds of sites in rebel-held towns and cities in the past year, flouting a United Nations Security Council measure. In a report released Tuesday, the group said it relied on satellite images, photos, videos and witness statements to conclude that the Syrian government had bombarded at least 450 sites in and around the southern town of Daraa and at least 1,000 sites in Aleppo in the north. The report focused on the period since Feb. 22, 2014, when the Security Council specifically condemned the use of barrel bombs, which are large containers filled with explosives and projectiles that can indiscriminately hurt civilians and are prohibited under international law.
(Human Rights Watch sagte am Dienstag, dass die syrische Regierung im vergangenen Jahr sogenannte Fassbomben auf hunderte von Zielen auf von den Rebellen kontrollierte Städte abgeworfen hat, unter Missachtung einer Maßnahme des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht sagte die Gruppe, dass man sich auf Satellitenbilder, Fotos, Videos und Zeugenaussagen stützte und zu dem Schluss gekommen ist, dass die syrische Regierung mindestens 450 Standorte in und um die im Süden [Syriens] liegende Stadt Daraa beschossen hat und mindestens 1.000 Standorten in Aleppo im Norden [Syriens].
Der Bericht konzentriert sich auf die Zeit seit dem 22. Februar 2014, als der Sicherheitsrat ausdrücklich den Einsatz von Fassbomben, was große Behälter mit Sprengstoff und Geschosse sind, die wahllos Zivilisten verletzen und nach internationalem Recht verboten sind, verurteilte.)“

Dabei gibt es ein Problem. Die Beweisfotos, die die Syrische Stadt Daraa zeigen sollen, zeigen nicht die Stadt Daraa, sondern das Nordirakische Kobane[4].  Tatsächlich war die Zerstörung in den zivilen Gebieten auf den Bildern nicht durch die syrische Armee verursacht worden, sondern durch die USA. Die Fotos zeigen nämlich die Stadt Kobane (Ayn al-Arab), die in den letzten Monaten Ziel massiver US-Bombardierungen geworden war, um das Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak vom Islamischen Staat zu befreien[5].

Wenn der syrische Präsident Assad also im Kampf gegen Terroristen eine Stadt in Schutt und Asche legt, ist das ein Menschenrechtsverstoß um das sich HRW im großen Stil kümmert. Legen die USA dagegen im Kampf gegen dieselben Terroristen eine Stadt in Schutt und Asche, ist es keines Wortes wert. Dies sind offenbar zweierlei Maßstäbe.

Dies ist kein Einzelfall. HRW setzte sich zur Hochphase des Syrien-Krieges, anders als man es von einer Menschenrechtsorganisation erwarten könnte, nicht für die friedliche Lösung des Konflikts, durch Beseitigung der syrischen Chemiewaffen – wie von Russland vorgeschlagen – ein, sondern forderte einen Angriff der USA bzw. der NATO. Denn durch die entsprechende UN-Resolution sei “versäumt w[orden] Gerechtigkeit zu gewährleisten”[6].

Doch auch in anderen Konflikten präsentiert sich die Organisation gelinde gesagt nicht von ihrer besten Seite. Jonathan Cook kritisierte im November 2006, dass Human Rights Watch die Verletzung grundlegender Menschenrechte der Palästinenser im Gazastreifen durch die israelische Armee ignoriere und stattdessen selbst gewaltfreien und friedlichen Widerstand der Palästinenser verurteile[7].

Im Mai 2014 richteten die Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel und Mairead Maguire, der ehemalige stellvertretende UNO-Generalsekretär Hans von Sponeck, der UN-Sondergesandte Richard Falk und über hundert Wissenschaftler einen offenen Brief an Kenneth Roth, in dem sie die Nähe von Human Rights Watch zur Regierung der USA u. a. in Form des „Drehtürsystems“ zwischen Human Rights Watch und der US-Regierung kritisierten und die Organisation aufforderten, diesen Zustand zu beenden[8].

Herzlichen Dank an Konjunktion.info für die gute Recherchearbeit.

Literatur

Quellen

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12 Kommentare

  1. Das schreibe ich schon seit Monaten/Jahren „Human steht drauf, der Teufel steckt drin“, aber will mir ja niemand glauben. Bei allen Vereinen, Verbänden, Organisationen wo der Zusatz Human mit dabei steht, steckt der Teufel dahinter.

    (Human-Ritchi-Wotchi, Human Nobelpreis, Human Amnesty, Human Greenpeace, Human UNICEF, Human Konrad-Ebert-Adenauer-Friedrich, Human Presschefreiheut, Human Filmpris Emmi-Grammy-Oscar -Bambi,Human Links-Rechts-Oben-Unten Drauf und Drunter………….. dö ischt bei weitem nischt olle uffgelischtet leutschen!).

    • ….sehr richtig erfasst! Ueberhaupt man muss – um an die Wahrheit zu gelangen – alles um 180 Grad drehen was aus den MSM und den NGO’s der verbrecherischen Zionisten-Neocon’s kommt.

  2. Video Tipp: falls unbekannt, u.a. kann das Gespräch,
    Interview, mit Daniele Ganser, schweizer Nato –
    Historiker, empfohlen werden. Er erzählt darin u.a.
    von den Anfangslügen die es immer wieder gab um
    Kriege zu rechtfertigen. Und dass Historiker immer
    langsam sind, es oft Jahre dauerte bis die Wahrheit
    herausgefunden wurde.

    Ausgesprochen angenehm zuzuhören wiewohl das
    Thema schwer ist. Ausserdem spannend weil Ganser
    wirklich gute Kenntnisse hat.

    https://www.youtube.com/watch?v=tO8OkrOxNOA

  3. NGOs, think tanks, Stiftungen,
    Steuerbegünstigt und vom Mäzenatentum verwöhnt ,
    sind Kampforganisationen der Transatlantiker ,
    die mehr Einfluß auf die Realpolitik haben
    als die „Volksvertreter“ .

  4. Das weiss doch jeder das HRW von kriminellen Finanzverbrechern wie „Soros“ finanziert wird! Wessen Brot ich ess‘ dessen Lied ich sing‘ !

  5. Zitat: Dem einstigen Anhänger der deutschen Gestapo in Ungarn György Schwartz, der sich selbst später George Soros nannte. Vielleicht sollte man darüber nachdenken warum Soros Organisationen wie Reporter ohne Grenzen und Human Rights Watch finanziert. Kleiner Tipp es geht um Geschichtsrevisionismus und den Endsieg der Altvorderen, sozusagen der Aufbau des vierten Reiches .

    http://www.voltairenet.org/article187143.html

  6. Es gilt neben HRW auch für andere „Menschenrechtsorg.“ in westl. Demokratien. So las man nach, dass sich CIA-agents mit Vertretern einer Gesellschaft für Menschenrechte in einem Imbiss-Stand trafen. Nötig wären kritische NGOs überall, aber keine gesteuerten, Die schauen oft weg – COINTELPRO: „Es steht für ein ehemals geheimes Programm der Bundespolizei FBI, das die systematische Überwachung, Unterwanderung und Störung von politischen Organisationen und politisch aktiven Privatpersonen innerhalb der USA umfasste… Es umfasste zahlreiche illegale Aktivitäten, darunter die Strafverfolgung von Menschen aufgrund durch das FBI gefälschter Beweismittel, und willkürliche Gewaltanwendung bis hin zu politischen Morden an missliebigen Personen.“

  7. Solche NGO’s, und das weiss wohl kaum jemand, sind in der Schweiz weitgehend alle unter der Kontrolle von Politikern, Journalisten, Israel- oder US-Lobbyisten, welche in den Vorständen dieser Organisationen sitzen. Kritik an diesen Organisationen sucht man deshalb vergeblich in den Medien.

    Welche Organisationen, ausser „Human Rights Watch“ und „Reporter ohne Grenzen“ noch von George Soros finanziert werden, wäre äusserst interessant zu wissen. Eine antirussische Einstellung ist auch bei anderen Organisationen feststellbar (Friedens-, Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen).