in D/A/CH

Geburtstag, könnte man etwas lakonisch gratulieren: Die Bundeswehr geht in ihr 18. Jahr in Afghanistan. Der Militäreinsatz war eigentlich für kürzere Zeit vorgesehen. Für einen Zeitraum, in dem die USA in Afghanistan eine demokratische Regierung etablieren würden. In wenigen Tagen sind Parlamentswahlen. Die Situation ist immer noch sehr kritisch, so die „Berliner Morgenpost“.

20.000 Menschen getötet 

Aktuell sind nach Schätzungen der „International Crisis Group“ insgesamt bis zu 20.000 Menschen in Afghanistan ums Leben gekommen. Die Zahl der Opfer steig demnach sogar, anstatt zu fallen. Die Zahl der Opfer wäre sogar noch größer als in Syrien. Nur sieht fast niemand mehr hin. Wir erinnern:

Am 7. Oktober 2001 griffen sowohl die US-Amerikaner als auch die Briten nach den Anschlägen vom 11. September 2011 in Afghanistan an. Es war vermutet worden, die Täter kämen aus dem Umfeld Osama Bin Ladens, der wiederum habe sich in Afghanistan verschanzt. Darüber hinaus hat sich die Koalition damals gebildet, um das Volk von der Herrschaft der Taliban zu befreien.

Die Bundeswehr stieg schon Ende 2011 mit ein. Sie verlängert jährlich einmal den Einsatz. Fast alle sind dafür, außer den Linken sowie den Grünen, die zumindest einen Ausstieg aus der Aufgabe suchen. Inzwischen sollen auch die Groß-Koalitionäre vorsichtiger oder skeptischer geworden sein. Allerdings hat sich die Situation am Ende nicht geändert. Die Taliban sind teils wieder an der Macht, jedenfalls in einzelnen Regionen. Deutschland schiebt Afghanen zurück nach Afghanistan und lässt die Hilfe also hier zumindest den Menschen nicht angedeihen. Und es gibt Anschläge – sozusagen ohne Unterlass. 465 Anschläge im September – das sind rechnerisch mehr als 10 am Tag.

Einen Erfolg hat die Bundeswehr oder die Regierung errungen: Fast niemand spricht mehr über den Auslandseinsatz. Wir haben uns daran gewöhnt….

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Kommentar

  1. Jawohl, es ist sehr richtig, die Deutschen haben sich daran gewöhnt und da es nicht all zu sehr viele Särge mit Deutschen drin aus Afghanistan gibt, sehen die Menschen kein Problem mehr zumal sie von vielen anderen Schweinen, die durchs Dorf getrieben, abgelenkt werden. Schauen wir doch einmal auf den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, der erklärt, dass der Einsatz insgesamt nach Art. 51 in Verbindung mit Art. 2 NR. 4 UN-Charta völkerrechtswidrig ist. Und dann fragen wir doch einmal was sie sog. deutschen Interessen sind, die am Hindukusch geschützt werden. Es sind die Interessen der Opiumhändler, der Britischen Ost-Indien-Kompanie, die sich inzwischen ins Komitee der 300 entwickelt hat. Denn mit den riesigen Gewinnen, die das Heroin bringt, füllen sie sich die Taschen und ganz nebenbei ihre schwarzen Kassen für den Krieg. Und bezahlen tun das die Menschen in der Welt, die der Sucht des elenden Stoffs unterliegen. Und diese Rauschgifttoten zählen mit in die toten von Afghanistan. Und all das nur, weil das deutsche Volk nichts wissen will von seinem Selbstbestimmungsrecht, mit dem es sich eine volksherrschaftliche Verfassung geben könnte um damit den Hebel von Krieg auf Frieden zu stellen gegen den Willen der wichtigen Männer und deren derzeit treuesten Vasallen den AfD-Führern.