in Politik

Knapp 50% der Hawaiianischen Bevölkerung stoppten am vergangenen Dienstag Gentechnik-Konzerne vor weiterer Expansion im Ackerbau. Die Volksabstimmung ist einzigartig in der Geschichte. Monsanto und andere Gentech-Befürworter hatten zuvor mit einem enormen PR-Budget versucht, ein Moratorium zu verhindern.

Hawaii ist aufgrund der fruchtbaren Böden und des ganzjährig milden Klimas sehr beliebt bei der Gentech-Industrie. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Experimente gestartet. Konzerne wie Monsanto betreiben sogar eigene Farmen in dem Land. Mit großem PR-Aufwand stemmte sich die Industrie deshalb gegen ein Moratorium, das zeitlich befristet angelegt ist, ist vergleichbar mit dem Gentech-Moratorium in der EU von 1998. Der Initiative zufolge sollen negative Folgen – speziell Gesundheits- und Umweltgefahren – eindeutig abgeklärt werden. Rund acht Millionen US-Dollar war die Medien- und Öffentlichkeitskampagne schwer. Über fünf Millionen US-Dollar seteuerte der Agrar-Riese Monsanto bei.

Trotzalledem scheiterte der Industrielle Widerstand. Knapp über fünfzig Prozent der Wähler stimmten am Dienstag, 4. November, für einen Anbaustopp von Gentech-Pflanzen im County Maui, Hawaii. Nun müssen die Gesetzgeber den befürworteten Antrag durchwinken. Mit ihrer Forderung eines Moratoriums für den Anbau von Gentech-Pflanzen konnte die Grassroots-Bewegung SHAKA-Movement ausreichend Wähler mobilisieren und einen großen Erfolg verbuchen. Sie setzten vor allem auf persönliche Gespräche mit der Bevölkerung, Protest-Märsche, Social-Media-Networking und Crowdfunding.

Auch in Deutschland gibt es eine große Protestbewegung gegen den Großkonzern. Am 11.10 fand in vielen großen deutschen Städten der sogenannte „March against Monsanto“ statt. Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist Marktführer bei genmanipuliertem Saatgut und Pestiziden. Auch Produkte wie Agent Orange, PCB, Aspartam, Saccharin und viele weitere giftige Substanzen wurden von dem Unternehmen entwickelt und vertrieben.

In der Kritik steht darüber hinaus eine Vermischung von Monsantos Aktivitäten und der Politik. Unter der Bezeichnung „revolving doors“ („Drehtür“) prangerten Konzernkritiker die „zur Perfektion gebrachte“ Personalverquickung mit der herrschenden Administration und die Sympathie fördernde Aussicht auf lukrative Jobs für Beamte und Politikerassistenten an und bezeichneten Monsanto als „ein Pensionat für ehemalige Clinton-Mitarbeiter“.  So war Linda J. Fischer zunächst Verwaltungsangestellte bei der Environmental Protection Agency (EPA) für den Bereich Umweltvermeidung Pestizide und Giftstoffe, anschließend wurde sie Vizepräsidentin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei Monsanto, um anschließend stellvertretende Direktorin der EPA zu werden. William D. Rückelhaus war zunächst Verwaltungsleiter bei der Food and Drug Administration (FDA) und war mehr als ein Jahrzehnt Vorstandsmitglied von Monsanto. Michael Kanto war zunächst Vertreter der USA in Handelsfragen und danach ebenfalls Vorstandsmitglied bei Monsanto. Magret Miller war aufsichtsführende Chemielaborantin bei Monsanto, danach stellvertretende Direktorin für Lebensmittelsicherheit bei der FDA. Michael R. Taylor war Rechtsberater und stellvertretender Beauftragter für Politisches bei der FDA und war danach Leiter des Monsanto Büros in Washington. In Mexiko gibt es ein Gesetz zu Biodiversität und GVO, das bei Kritikern „Monsanto-Gesetz“ genannt wird, da nicht mehrheitlich die mexikanischen Bauern davon profitieren sollen, sondern neben einigen Großunternehmen vor allem Monsanto

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Kommentar

  1. Im Zusammenhang mit der Migrationsdebatte 50% der deutschen durch 50% Migranten zu ersetzen mal Googl n

    wäre es wünschenswert den Rockefeller Bundestag zu 1400% mit Hawaianern zu ersetzen

    Die könnten gleich das Drecksvolk dort aufessen und dann weiter bis zu jedem korrumpierten Bürgermeister

  2. Geil Hawaii!!!

    :))

    Sehr gut!

    Film: We feed the World – ein muss für Jeden der sich dafür interessiert was genau er da eig. isst.

  3. monsanto gehört mit zur kriegsführung der usa . weltbevölkerungs reduzierung mit hilfe von krebserregenden stoffen in unserer nahrung . erst wird die welt mit chemtrials verseucht , und wenn dann die biodiversität des bodens zerstört ist kommt monsanto wieder in spiel . die haben alles schon in der schublade , zum beispiel aluminium resistente pflanzen . dieser konzern hat nichts was die welt wirklich braucht .