in D/A/CH

Das „Rezo“-Video und die Grünen-Ergebnisse der EU-Wahl haben ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt: Bundeskanzlerin Merkel kündigte jetzt einenharten Kurswechsel in der Klimapolitik ab dem Herbst an, berichtet die „Bild“-Zeitung. Ihren Kurswechsel hatte Merkel bereits bei ihrer Harvard-Rede auf Schulkind-Niveau angekündigt.

Schließlich steht für Merkel noch viel auf dem Spiel: Sie will zum einen Neuwahlen um jeden Preis verhindern, da die Grünen dann vermutlich die Union überholen würden. Zum anderen will sie die CDU-Wähler, die jetzt möglicherweise zu den Grünen gewechselt sind, mit ihrer „grünen“ Klimapolitik wieder zurückholen. Leider wird dieser Plan nicht funktionieren. Doch der Reihe nach.

Die Union müsse sich beim Thema Klimaschutz jetzt noch bis zum Herbst gedulden, da Merkel die beiden in Auftrag gegebenen Regierungsgutachten abwarten wolle. Doch nach Veröffentlichung der Regierungsgutachten (deren Inhalt und Ausgang wir schon jetzt vorhersagen können – Anm. d. Red.) dürfe es „kein Pillepalle“ mehr geben, sondern es müsse „Beschlüsse geben, die zu disruptiven Veränderungen führen“, so Merkel. Denn schließlich sei „seit 2012 beim Klimaschutz nichts mehr passiert.“

Die Union müsse beim Thema Klimaschutz die Wähler jetzt mit Lösungen überzeugen. Zudem müsse überlegt werden, wie man den CO2-Ausstoß am besten besteuern könne. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) mahnte im „ZDF-Morgenmagazin“ zu mehr Tempo beim Klimaschutz: „Wir kommen zwar voran, aber ich sage, das geht zu langsam“. 2019 „müsse alles auf den Tisch und verabschiedet werden. Es sei nicht realistisch, dass die Union bis nach dem Sommer auf die Bremse drücke“, so Schulze.

Auch die Spitze der Fraktion von CDU und CSU haben auf einer Tagung einen Zwölf-Punkte-Plan gegen den Klimawandel vorgestellt. Darin ist unter anderem die Kerosin-Steuer für alle Fluggäste vorgesehen – diese hatte vor kurzem bereits Frankreichs Präsident Macron gefordert. „Wir wollen eine Sensibilisierung der Fluggäste für die ökologischen Auswirkungen von Flugreisen erreichen“, heißt es in dem Plan, wie dpa berichtet.

Mit der Einführung einer Kerosinsteuer wird Urlaub dann zum Luxusgut. Dem „einfachen Bürger“ werden dann auch diese Freuden versagt bleiben. Nur noch Reiche, Besserverdiener und Politiker werden sich dann noch Flugreisen leisten können. Eine Kerosinsteuer wird zudem drastische Auswirkungen auf die Reisebranche und die Fluggesellschaften haben. Diese Pläne sind bei der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa geradezu selbstmörderisch. Anstatt Flugzeugbauer zu verpflichten, umweltfreundliche Flugzeuge zu bauen, werden wieder diejenigen zur Kasse gebeten und geschröpft, die ohnehin am wenigsten haben. Jetzt kann es schnell gehen….

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  1. Meine persönliche Energiebilanz:
    Verbrauch an Gas (Heizung), Benzin und Strom = X
    Der Stromverbrauch beträgt 0,1 X. Davon wird derzeit knapp 40 % ohne CO2 erzeugt. Folglich beträgt mein CO2-freier Energieverbrauch 4 Prozent des Gesamtverbrauchs.
    Diese 4 Prozent haben bisher 250 bis 280 Milliarden Euro gekostet.
    Was kostet die für 2050, die Grünen und Gretaisten wollen es schneller, geplante treibhausgasfreie (100 %) Energieversorgung, wenn schon 4 Prozent Einsparung mindestens 250 Milliarden kosten?

    Habt ihr Dummdeutschen denn völlig den Verstand verloren?