Grüne: Auch im Mainstream im Feuer – wir machen alles

Die Grünen wollen wieder mitregieren. Das ist vor einem Jahr deutlich geworden, als sie bei „Jamaika“ mitmachen wollten. Jetzt widmen auch die Leitmedien zunehmen den Grünen diesen Fokus. Im „Focus“ wird schon beklagt, dass die Grünen alles verleugneten, nur, um mitregieren zu wollen. Die „TV-Kolumne“ zur „Wahlarena“ zeigt, wie der „Focus“ die Grünen durchleuchtet hat.

Werden die Grünen zu populistisch – wollen sie auch in Bayern mitmachen?

Hintergrund der Kolumne ist das Verhalten der „Grünen“ in Bezug auf die Landtagswahl in Bayern. Dort wird am 14. Oktober gewählt. Spitzenkandidat ist Ludwig Hartmann. Der ist noch nicht bekannt in Deutschland. Er wird aber bekannt, wenn er sich so weiter äußert: Das Autobahnlimit sieht er bei Tempo 130. Das stünde so im Wahlprogramm. Die Art und Weise, in der er spricht, verrät: Da geht auch mehr. Im Autoland Bayern.

Er halte ohnehin wenig davon, „rote Linien zu ziehen“. Heißt übersetzt: Keine Ideologie, nichts, was die Regierungsbildung erschweren könnte. Die CSU hat ohnehin nur weniger als 40 % zu erwarten. Sie braucht einen Koalitionspartner. Dies könnte hier tatsächlich die Partei der „Grünen“ werden.

So beschwichtigt er auch das Publikum in der Wahlarena. Die „Kita“, nach der eine Zuschauerin fragt, sei ganz wichtig. Bayern, so seine Formulierung, benötige an Angebot, das sich an das Leben der jungen Elterngeneration anpassen würde und nicht umgekehrt. Er als Vater einer dreijährigen Tochter ist einer von denen, die zusehen. Die Landflucht sei ein „entscheidendes Thema“. Was auch immer das beschreibt. Die frühkindliche Spracherziehung ebenso, ganz wichtig und entscheidend. Das ist Populismus in Reinkultur. Weshalb wir darüber schreiben?

Die Grünen werden in Bayern alles versuchen, um an die Macht zu kommen. Das ist sicher. Sie können sich darauf verlassen. Nach dem 14. Oktober. Und das betrifft dann auch die Position(en) von Angela Merkel. Bleibt sie auch?