Graben um Reichstag wird noch größer, als ursprünglich geplant

Vor rund einem Jahr wurde bekanntgegeben, dass der Reichstag „besser vor Terrorangriffen“ geschützt werden solle, weil die „Sicherheitsvorkehrungen rund um das Gebäude nicht ausreichend seien“. Der damalige Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) sagte in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“: „Wenn Sie unsere Sicherheitsleute fragen, sind die schon ganz verzweifelt, allein schon was den Ebertplatz angeht. Ein mit Sprengstoff beladener LKW könnte dort nahezu unbehelligt in den Reichstag fahren. Die kleinen Hamburger Gitter am Ebertplatz halten nichts und niemanden ab. Wir sind mit dem Bezirk Mitte in sehr intensivem Kontakt, um die Frage einer vernünftigen Öffnung und Sicherung des Ebertplatzes zu erörtern.“

Das Reichstagsgebäude soll also terrorsicher gemacht werden. Auf dem Platz der Republik vor dem Hauptportal des Reichstagesgebäudes ist ein Sicherheitsbereich geplant. Eine neue Zaunanlage sowie ein 10 Meter breiter und 2,5 Meter tiefer Graben sollen errichtet werden. Das neue Sicherheitskonzept wird mit einem weiteren Bauvorhaben kombiniert: In den kommenden Jahren werden 150 Millionen Euro für ein neues Besucherzentrum an der Scheidemannstraße am Rande des Tiergartens neben Reichstag und Platz der Republik entstehen. Von dort aus sollen Besucher nach einer Sicherheitskontrolle dann durch einen Tunnel direkt vor das Hauptportal des Bundestages und von dort in das Gebäude selbst gelangen.

Nach neusten Meldungen soll der geplante Graben vor dem Reichstagsgebäude nun sogar noch größer als ursprünglich gedacht werden. Das hat die Bau- und Raumkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages beschlossen. Wie die Bundestagsverwaltung mitteilte, entschieden sich die Abgeordneten mehrheitlich dafür, vor dem großen Westportal des Parlaments einen Graben errichten zu lassen. Wovor hat das Merkel-Regime Angst?

Reichstagsgraben

Quelle: Berliner Morgenpost