in Politik

Der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili, der – zu Hause gescheitert – aus scheinbar unergründlichen Motiven mittlerweile zum Beraterstab des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gehört, erklärte vor dem ukrainischen Fernsehen, dass er künftig die Waffenlieferungen westlicher Staaten in die Ukraine koordinieren werde. Wie die Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet, sagte der Georgier in wilhelminischer Manier:

„Derzeit ist die wichtigste Sache, die zu tun ist, die Ukraine mit Waffen auszurüsten! Ich werde es [die Lieferung von Kriegsgerät]koordinieren. Mitarbeiter eines bestimmten Büro bin ich jedoch nicht. Ich bin ein freier Politiker.“

Entgegen seinen eigenen Angaben werde der in Georgien unter Korruptionsverdacht stehende und dezidiert pro-westliche Diplomat laut der Nachrichtenagentur Trend ein Büro in der Administration des Präsidenten der Ukraine in Kiew bekommen, doch auch frei durch die Ukraine reisen dürfen. Der georgische Beamte in Diensten seiner neuen Herren wird die Bestände als auch Engpässe der an der Front im Donbass verheerende Verluste erleidenden ukrainischen Armee inspizieren. Westliche Regierungen – darunter selbstverständlich auch die US-amerikanische, die in Georgien gute Erfahrungen mit dem Ex-Präsidenten machte – werden ausrüstungstechnische “Missstände” ergo über das Büro Saakaschwilis, der sich im Umgang mit eigenen Missständen aus Präsidentschaftszeiten in Tiflis nur sehr schwer tut, künftig erfahren.

Saakaschwili war von 2004 bis 2013 Präsident der südkaukasischen Republik Georgien. Während seiner Präsidentschaft, im Jahre 2008, ereignete sich der bewaffnete Konflikt um Südossetien mit Russland.Dem Präsidenten wird noch heute vorgeworfen, mit einer umfassenden Militäroffensive, die an das aktuell mindestens genauso rücksichtslose Vorgehen Kiews im Donbass erinnert, die Intervention Moskaus in Südossetien zu Gunsten der politisch unterdrückten muslimischen Minderheit im Land mit verursacht zu haben.

Vorschläge, die ukrainische Staatsbürgerschaft anzunehmen, lehnt der ehemalige Präsident Georgiens mit der Begründung ab, das würde „nicht in die Gesamtstrategie passen“. Der ukrainischen Bevölkerung sicherte der im Kaukasus gescheiterte Hardliner jedoch zu, dass er im „Kampf“ gegen Russland ideologisch an der Seite des osteuropäischen Landes stehe und „nur ein Ukrainer, wie alle anderen“ sei.

Der in der Auseinandersetzung mit den ostukrainischen Volksmilizen von den USA abhängige Präsident Poroschenko unterzeichnete ein Dekret, der die Ernennung Saakaschwilis zum Regierungsberater und Vorsitzenden des internationalen Beirats für Reformen in der Ukraine bestimmte.

Provokant erklärte der Georgier im ukrainischen Fernsehen, dass ukrainische Soldaten „ganz Russland erobern“ können, wenn ihnen nur das nötige Know-How und Kriegsgerät zur Verfügung gestellt wird. Seiner eigenen Armee gelang dies 2008 schon mal nicht: Damals hinderte die russische Armee die Truppen des russophoben Politikers daran, weitere Massaker an der Zivilbevölkerung in Südossetien zu begehen, wo Saakaschwili der Bevölkerung das Selbstbestimmungsrecht verweigerte.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Hinterlasse eine Antwort für Heike Alraun Antwort Abbrechen

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ein Foto mit lächelnden Kriminellen…kleinen und großen. Süß. Laufen gegen Saakaschwili nicht diverse Verfahren? Naja…vielleicht kann er von Obomba noch was lernen.