in Politik

Eigentlich wollten sich die Staats- und Regierungschefs der „Gruppe der Sieben“ vom 4. bis 6. Juni im Schloss Elmau treffen. Überraschend wurde das Treffen nun um 3 Tage nach hinten verlegt. Den G7-Staatsmännern und -Frauen könnte die Bilderberg-Konferenz 2015 dazwischengekommen sein – denn diese soll wohl am zuerst genannten Datum nur 35km entfernt stattfinden.

Nachdem die Verschiebung des G7-Treffens für mehrere Nachfragen sorgte, antwortete der Regierungssprecher eher dürftig. Steffen Seibert verzichtet auf eine genaue Nennung der Gründe. Höchste Zeit um sich selbst auf Spurensuche zu begeben. Ein sehr plausibler Grund scheint die jährliche Bilderberg-Konferenz zu sein. Diese soll, laut mehreren Medienberichten, ebenfalls zwischen 4. und 6. Juni stattfinden. Die sagenunwobene Konferenz soll nur 35km entfernt vom Tagungsort der G7 5 im 5-Sterne Hotel „Tyrol“ stattfinden. Die Bilderberg-Konferenz ist ein Ballungsort politischem, medialen und wirtschaftlichem Einfluss. Neben Führungspersönlichkeiten diverser Großkonzerne nehmen traditionsgemäß auch Vertreter der Presselandschaft teil. Anscheinend streben auch die Beteiligten des G7-Gipfels eine Teilnahme an der von Verschwörungstheorien umwobenen Konferenz an.

Eine interessante Quelle ist Charlie Skelton, der für den Guardian von den Bilderberg-Treffen berichtet. In seinen Blogbeiträgen finden sich zahlreiche Fotos von dem Treffen. So die EU-Kommissarin Viviane Reding auf der Terasse im Gespräch mit Eric Schmidt von Google und Alex Karp von der Firma Palantir Technologies, die auf Spionage-Software und Datenanalyse spezialisiert ist. Reding ist aktuell Kommissarin für Justiz und Grundrechte, zuvor war sie für Medien und Informationsgesellschaft zuständig. Skelton schildert die Problematik des Bilderberg-Treffens sehr gut. Etwa, wenn bei der Bilderberg-Konferenz die aktuelle Situation in der Ukraine besprochen wird: mit Militärs, den Chefs von Rüstungsfirmen wie Airbus Group (EADS), von Ölkonzernen wie BP – und eben verschiedenen Superreichen, Bankiers und Investmen

Den Steuerzahler wird das allerdings teuer zu stehen kommen. Wie aus einer Schriftlichen Anfrage der bayerischen Landtagsabgeordneten Katharina Schulze hervorgeht, müssen alleine für die Sicherheitskräfte der G-7 Staatschefs 10.000 Hotelbetten umgebucht oder verlängert werden. Die bayerische Landesregierung hat bereits 41,4 Millionen Euro für den Gipfel bereitgestellt, dazu kommen noch die Zahlungen in ähnlicher Höhe von der Bundesregierung.

QUELLEN:

http://katharina-schulze.de/folgen-der-terminverschiebung-des-g7-gipfeltreffen-auf-schloss-elmau-2015/
http://www.sueddeutsche.de/bayern/schlosshotel-elmau-regierung-verschiebt-termin-fuer-g-gipfel-1.2173251
http://derstandard.at/2000004376262/Bilderberg-Konferenz-duerfte-2015-in-Tirol-ueber-die-Buehne-gehen
https://www.lobbycontrol.de/2014/06/bilderberg-2014-eliten-unter-sich/

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Kommentar

  1. G7 ist eine Theaterveranstaltung von Statisten, während eine Bilderberger eine Veranstaltung von Regisseuren ist. Da ist doch klar, wo die Prioritäten für das System liegen.

  2. drusius, wenn du den offiziellen verlautbarungen nicht glauben willst, weil sie manipulativ sind, warum glaubst du selbsternannten wahrheitssuchern, die noch viel undurchschaubarer sind als das mediensystem?

    • Glaube niemandem, suche selbst – das ist das Prinzip.
      Wer verschiebt, wegen wem die Veranstaltung – die Reihenfolge dürfte doch klar sein.
      Vielleicht hätte ich früher auch so argumentiert, aber wir sind nicht in der Kirche, es geht nicht um Glauben.
      Tut mir leid für ihr Weltbild.