in D/A/CH

Die CSU leckt ihre Wunden. Nach einer verheerenden Wahlniederlage, die das zweitschlechteste Wahlergebnis nach dem zweiten Weltkrieg brachte und das schlechteste der zurückliegenden 60 Jahre. Der vormalige Innenminister Hans-Peter Friedrich tat nun kund, er glaube nicht, dass unter Merkel AfD-Wähler in nennenswerter Anzahl zurück zu gewinnen seien. Bürger hätten ihm das bereits im Wahlkampf so mitgeteilt.

Seehofer suboptimal

Auch der Parteivorsitzende Seehofer bekam sein Fett weg. Der habe sie auf dem Parteitag 2016 noch quasi in der Ecke stehen lassen und abgekanzelt. Ein Jahr später sei sie die „beste Kanzlerin aller Zeiten“ gewesen. Dies sei suboptimal, so der Politiker. Und dies sei noch eine Untertreibung.

Die CSU würde darüber hinaus durch die falsche Tonwahl ein Glaubwürdigkeitsproblem geschaffen haben. Im Ton war die Partei seinem Verständnis nach „rauh“, wenn es denn dann darauf angekommen sei, habe sich die CSU der Kanzlerin wieder „untergeordnet“. Dies habe für Verluste nach beiden Seiten gesorgt. Der rauhe Ton war für die Verluste in Richtung „Grün“ verantwortlich, die fehlende Glaubwürdigkeit für die Verluste in Richtung „AfD“.

Damit eröffnet Hans-Peter Friedrich eine Debatte, bei der die CSU am Ende kaum gewinnen kann, meinen wiederum andere Beobachter. Ohne ein eigenes Profil, entlang der scheinbaren Notwendigkeiten dieses oder jenes Publikums dürfte es schwierig werden, den früheren Status zurück zu erlangen.

Die CSU versucht nun zudem, in den Großstädten wieder stärker zu werden. Das Milieu ist offensichtlich grundverschieden zum klassischen Milieu der CSU – Liberalität statt Konservatismus, Brunchen statt beten und so fort: Wie in diesem Gemisch aus Anbiederung an die Grünen und auf der anderen Seite an Freie Wähler bzw. an die AfD wieder eine stärkere CSU entstehen solle, bleibt hier im Dunkeln. Die Redaktion meint: Die CSU fängt an, sich überflüssig zu machen.

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Kommentar

  1. Die Redaktion meint:
    Die CSU fängt an, sich überflüssig zu machen.

    ???
    No, Merkel is obsolete!

    Der vormalige Innenminister Hans-Peter Friedrich tat nun kund, er glaube nicht, dass unter Merkel AfD-Wähler in nennenswerter Anzahl zurück zu gewinnen seien. Bürger hätten ihm das bereits im Wahlkampf so mitgeteilt.

  2. Wenn wir einen Staat und nicht nur eine Staatssimulation hätten, dann könnte es vielleicht sein, daß es uns schlechter ginge. Aber die Erfahrung, daß es ohne „STAAT“ gut geht, wie die Monate vor der Entwicklung der GroCo gezeigt haben, läßt uns vermuten, daß all die unnützen Esser, die sich Parteien schimpfen, nur die eigene Partei mästen wollen, auf Kosten von Millionen Menschen, die als Gefangene, Sklaven und Nutzvieh/Stimmvieh gehalten und ausgesaugt und inzwischen ausgetauscht werden, durch „Goldstücke“ und „Facharbeiter“, die weder jemals auch nur einen Cent in irgendeine öffentliche Kasse eingezahlt haben, noch auch sehr selten bereit sind, für das Erhaltene auch zu arbeiten.

Webmentions

  • Früherer CSU-Innenminister gibt auf – oder er gibt Merkel auf… – . 16. Oktober 2018

    […] Quelle: Früherer CSU-Innenminister gibt auf – oder er gibt Merkel auf… […]