in Politik

Auch am Wochenende haben in Frankreich erneut Hunderttausende protestiert. Frankreich brennt, so die Meinung von Beobachtern. Das Land ist zu einer Hochburg der Proteste gegen Altersarmut geworden, gegen die Rentenreform des Präsidenten Macron und – in Anknüpfung an die Proteste der „Gelben Westen“ vor fast einem Jahr – auch teils gegen die EU. Zudem hatte Frankreich sich gegen die Erhöhung von Benzinpreisen gewehrt. Indirekt ist dies erneut ein Kampf gegen die Klimawandel-Phantasien, die faktisch in Deutschland Hochkonjunktur feiern.

Frankreich: Problem der EU

Damit wird Frankreich auch zum Problem für die EU, genauer: Für die Merkel-EU. Bei der Beurteilung der Nato- und Sicherheitspolitik haben sich Frankreich und Deutschland ohnehin bereits verschiedener Meinung gezeigt. Dieser Konflikt verschärft sich weiter.

Dennoch, obwohl Frankreich weniger für die Verteidigung und die Nato ausgeben möchte, sind die Proteste in Frankreich größer als in Deutschland. Deutschland möchte weiterhin 2 % des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung ausgeben. Wie es auch anders aussehen könnte, zeigen auch die Berichte der vergangenen Woche über den Beginn der größeren Zusammenstöße…

Rückblick vergangener Woche…

„In Frankreich brennt es wieder (einmal). Nach Meldungen der Zeitung „Le Parisien“ hat es von Samstag auf Sonntag im Vorort Chanteloup-les-Vignes Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und der Polizei gegeben. Schließlich brannte es dort am Sonntagabend. Dabei ist ein Zirkuszelt in Schutt und Asche gelegt worden. Auch Mülltonnen brannten. „Le Monde“ hat mittlerweile davon berichtet, bei den Auseinandersetzungen seien zwei Polizisten leicht verletzt worden. Zudem sei es zu zwei Festnahmen gekommen, heißt es.

Jugendliche randalieren seit einiger Zeit

Die Bürgermeisterin von Chanteloup-les-Vignes wiederum teilte mit, es würde seit Wochen randalierende Jugendliche geben. Diese übten sich in Gewalttätigkeiten gegenüber der Polizei. Weder respektierten die Jugendlichen die Polizei noch „die Arbeit anderer“.

Der Innenminister der Macron-Regierung gab sich am Sonntagmorgen, also noch vor dem Brand, gelassener. Er ordnete das Geschehen als „feige und dumme Taten“ ein. Dabei verwies er darauf, er würde voller Vertrauen in die Arbeit der Polizei sein.

Die Ausschreitungen vor Paris waren kein singuläres Ereignis. Weitere Orte meldeten „Zusammenstöße“, heißt es. Frankreich ist ohnehin unruhiger als etwa Deutschland. Vermehrt waren allerdings in den vergangenen Jahren Randalierer gerade in den Vororten von Paris aufgefallen. Beobachter hatten beinahe den Eindruck, Frankreich sei auf dem Weg in einen Bürgerkrieg.

Ein Anlass dafür ist nach den damals veröffentlichten Berichten die Politik von Emmanuel Macron, der als Hoffnungsträger in das Amt des Präsidenten gestartet war und sich als Interessenvertreter der vermögenderen Menschen in Frankreich erwies. Aus dieser Wahrnehmung heraus hat sich auch die Bewegung der „Gelbwesten“ gebildet, die über Monate die Politik, die Medien und auch die Polizei in Atem hielt. Die Bewegung ist, anders als prognostiziert, noch immer nicht beendet. Insofern die Konjunktur auch in Frankreich düsterer wird, dürften die Proteste zumindest das Potenzial haben, noch zuzulegen. Die gesamte EU kommt nicht zur Ruhe.

Frankreich wird in den kommenden Wochen erneut im Blickpunkt stehen – zündet Frankreich die ganze EU an? Wir werden dies in „Capitol Post“ beleuchten.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

Webmentions

  • Nachrichtencenter | News im Minutentakt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz 12. Dezember 2019

    […] • Weiterlesen • […]

  • Frankreich – extreme Bewegung, extreme Proteste – Die Welt 12. Dezember 2019

    […] Source link […]