in D/A/CH

FDP: Spitzensteuersatz überlastet die Bürger 

In diesem Land wird man fürs Arbeiten bestraft… Obwohl viele Menschen keine Spitzenverdiener sind, sondern vom Einkommen her zur Mittelschicht gehören, werden sie dennoch wie Spitzenverdiener besteuert. Fast drei Millionen Deutsche unterliegen dieses Jahr dem Spitzensteuersatz von sage und schreibe 42 Prozent.

Auf Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Carl-Julius Cronenberg, antwortete das Bundesfinanzministerium, der Spitzensteuersatz betreffe 2018 geschätzt 2,99 Millionen Steuerpflichtige. Das sind 140.000 mehr, als im Vorjahr und sogar fast 650.000 mehr als 2014.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wollte für die kommenden Jahre keine Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung des Spitzensteuersatzes machen. Cronenberg hat daher eigene Berechnungen angestellt. Er kommt zu dem Schluss, dass bis Ende 2021 bis zu 800.000 weitere Steuerzahler den Spitzensteuersatz zahlen müssten. „Dass die Bundesregierung keine Auskunft darüber geben möchte, halte ich für ungerechtfertigt“, kritisiert Cronenberg.

Das sei nicht die versprochene Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, wie es im Koalitionsvertrag stehe. „Wer dauerhaft die Leistungsträger überlastet, darf sich nicht wundern, dass kein Zusammenhalt in unserer Gesellschaft entsteht“, schimpft Cronenberg.

Für Singles greift derzeit der Spitzensteuersatz ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 54.950 Euro. Auf jeden weiteren verdienten Euro fallen 42 Prozent Steuern an. Traurig! – in diesem Land wird man fürs Arbeiten bestraft. Da überlegt sich doch jeder, der aufsteigen und mehr verdienen kann, ob es sich der Mehraufwand überhaupt lohnt, wenn man fast die Hälfte wieder abgeben muss.

Ab einem Einkommen von 260.533 Euro gilt für ledige Top-Verdiener die sogenannte Reichensteuer. Bei Verheirateten verdoppeln sich die Beträge.

Beim Spitzensteuersatz kann es zudem zur sogenannten „kalten Progression“ kommen. Diese entsteht, wenn Bürger bei Lohnerhöhungen durch einen höheren Steuertarif und Inflation nicht mehr Geld als vorher in der Tasche haben.

Die Kritik Cronenbergs ist also durchaus berechtigt. Denn eine OECD Studie belegt: Der deutsche Staat kassiert am meisten ab. In keiner anderen Industrienation wird Arbeit so stark besteuert, wie in Deutschland. Alleinstehende Durchschnittsverdiener müssen für Einkommenssteuer und Sozialabgaben 49,7 % des Arbeitsgehalts an den Staat abgeben. Dies geht aus einer Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hervor.

Bei den 35 von der OECD untersuchten Ländern liegt der Durchschnitt bei 35,9%, in der Schweiz sogar nur bei 21,8%. Zusätzlich werden deutsche Bürger durch Ökoabgaben für Merkels misslungene „Energiewende“ geschröpft, welche darin noch gar nicht berücksichtigt sind. Aufgrund Merkels Energiewende sind die Strompreise in Deutschland so hoch, wie noch nie.

Dabei sind die Ausgaben des deutschen Staates für Zinsen aufgrund der andauernden Nullzins-Politik der EZB in den vergangenen Jahren massiv gesunken. Für den Staat bedeuten Nullzinsen geringere Verzinsung der Anleihen, also Kosten, während die Sparer um ihr Erspartes betrogen werden.

Die Steuergelder der Deutschen fließen erkennbar zu Milliarden in die Eurorettung und in die Rüstung. Die Besteuerung in Deutschland ist ungerecht verteilt. Hier wäre eine Reform dringend notwendig, denn Geringverdienende zahlen im Durchschnitt zu viel Steuern. Die Verwendung von Steuern muss sorgfältig überdacht werden oder Steuern müssen endlich sinken. Arbeiten muss sich in Deutschland endlich wieder lohnen!

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

16 Kommentare

  1. Mit diesem Beitrag dokumentiert die Redaktion der NEOPresse die Kehrtwende des Blogs zur sozialfremden neoliberalen Politik. So ist das eben mit dem Journalismus: Die Freiheit der Presse ist die Freiheit ihrer Eigentümer, die Leser zu manipulieren.

    • Sehr geehrter Herr Ehlers,
      was ist für Sie „sozialfremde neoliberalen Politik“? Neopresse war noch nie nur links, nur Mitte oder nur rechts. Wir möchten das erzählen, was erzählt werden muss. FREI von politischen Vorgaben und einer Bindung an rechts oder links. Wir sind FREI in der Auswahl der Themen: Mainstream und Randgebiete.
      Es ist schade, dass gerade Sie nur das Lesen möchten, was Sie ohnehin schon denken, ohne sich auch mal mit anderen Meinungen oder Sichtweisen konfrontieren lassen zu wollen. Genau das wäre aber FREIE Meinungsbildung! Wir müssen nicht einer Meinung sein Herr Ehlers, aber uns Manipulation vorzuwerfen ist einfach und schnell gesagt. Die Redaktion ist in dem Fall der Meinung: „Spitzensteuersatz überlastet die Bürger“.

      • Und warum werden die Völker immer mehr ausgepresst?
        Es ist die Tatsache, dass in unserem Geldsystem, in dem Geld durch Kredit geschöpft wird, dass nicht mehr wirtschaftende, sondern angelegte Kapital, stets mit Zins und Zinseszins vermehrt werden muss. So entsteht mit der Zeit ein Umverteilungseffekt von realer Wirtschaft zu unproduktiv stehendem Kapital, deren Eigner immer reicher werden, während die Massen durch Erpressen höherer Produktivität immer mehr verarmen. Das größte Problem ist die Tatsache, dass die einmal erworbene Macht, die die Anhäufung von Geld auf Wenige mit sich bringt, nicht mehr abgegeben wird.

        • Wir befinden uns alle in einem universellen Betrugssystem mit der Tendenz zum perfekten Verbrechen mit Selbst- und Mitläuferqualität, die ganze Geschichte ist wie kein „gut mensch“ es beschreibt noch freundlich umschrieben. Kämpfen wir noch mit dem Geschäftsbanken in Zins-u. Zinseszins und deren geschickte Manipulationfähigkeiten durch Bankgeheimnis und Geldschöpfungsberechtigung aus dem Nichts Luftgeld zu schaffen und über Kredit zu verteilen. Ist dieser Bereich der realen Wirtschaft im Geschäftsbankenbereich evtl. nur mit 5% Anteil am Weltgeld zu sehen.
          Richtig tobt der Bär im Inverstmentbereich, mittlerweile soll dieser Bereich schon 95% des Weltgeldes ausmachen.
          Wo soll das noch hinführen..ins Chaos?.wir sterben jeden Tag intensiver!?

          • Richtig Uwe Mertens,
            raus aus der Sache der manipulierten Massenverblödung , rein ins natürliche menschliche Denkvermögen .
            In der aktuellen Scheinwelt gibt es kaum Wahrheiten, oft mehr pseudowissenschaftliche Regeln, als Realität. Es spielen Geschäftemacher, Irre und Kriminelle, die sich einen wissenschaftlichen en Anschein geben. Klar wird immer stärker, die Glaubwürdigkeit der Anstand sind gegenwärtig ruiniert….. was tun?

            Wer geht vorran, wem können alle folgen?

            Bis später!

      • NEOPresse war seit ihrer Gründung für verscheidene Meinungen offen, gehörte aber dank einer beträchtlichen Schar von freien Autoren eindeutig zu den Internetorganen mit gesellschaftskritischer Ausrichtung. Es gab auch früher Probleme mit der Redaktion, weil der damalige Eigentümer dazu neigte, Beiträge zurückzuhalten. Deswegen schrieb ich selbst nicht mehr und kommentierte nur hier und da. Dann fand sich Herr Wolff, der den Blog erfolgreich managte und neben der Übernahme von Beiträgen aus der Freiheitsliebe eine beträchtliche Zahl starker Autoren anzog – die heute wohl alle weg sind. „Die Redaktion“, was ist das nach dem Verkauf? Offenbar der neue Eigentümer Grandt, der sich vielleicht von einigen Gleichgesinnten helfen lässt.

        • Sehr geehrter Herr Ehlers,
          sie scheinen einem Irrglauben zu unterliegen. Anders, als Sie in Ihrem Kommentar angemerkt haben, gibt es keinen Eigentümer namens Grandt. Neopresse hält die Tradition des Blogs weiter bei: Wir stehen für unzensierten, alternativen und seriösen Journalismus. Frei von politischen Vorgaben und einer Bindung an rechts oder links. Hier erfahren Sie mehr. https://www.neopresse.com/about/
          Neopresse besteht nun aus einem Team von gut ausgebildeten Journalisten, die täglich dafür arbeiten Ihnen interessanten und wichtigen Content zu liefer und Sie bei Ihrer Meinungsbildung zu unterstützen. Für eine freie Gesellschaft. Das ist unser großes Anliegen.
          Mit freundlichen Grüßen
          Ihre NeoPresse Redaktion

  2. Kapital ist Mittel zur Macht .
    Machtgier ist, wird sie nicht eingeschränkt, grenzenlos .
    Sollte die Gemeinschaft, der Staat die Gier des Kapitals einschränken,
    sind heute Staat / EU mit Kapital weitgehend ident .
    Kapitalismus wie Sozialismus arbeiten an der Konzentration von Kapital .

  3. Zitat vom einstigen „Lieblingspolitiker“ der Deutschen:
    „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

    So in etwa ist mein Eindruck vom Zustand.

    • Timo
      Wenn man die Augen aufmacht, passiert genau das seit Jahren und
      viele wollen es, trotz dieser offensichtlichkeit, nicht begreifen.
      Und wenn man „whistleblower“ von van Helsing liest, sieht und weiss man, das da mehr dahinter steckt!

  4. Da der Staat und die Länder kaum noch eigene Unternehmen haben, werden die finanziellen Mittel für die originären Aufgaben von privaten Banken, über Kredite, geliehen. Dafür sind dann Zinsen und Zinseszinsen fällig.

    Dieses Geld holt der Staat sich durch Steuern. Da die Lasten steigen, steigen auch die Steuern. Alles andere ist Augenwischerei.

    Da noch höhere Steuern im Moment kaum vermittelbar sind, werden die Leistungen für die originären Aufgaben drastisch gekürzt. Die Auswirkungen kennen wir vom Bildungswesen, maroden Straßen, maroden Brücken, geschlossene Schwimmbäder, geschlossene Bibliotheken, direkte und indirekte Rentenkürzungen usw.

    Als Katalysator wirkt natürlich noch die Merkelsche-Migrationspolitik.

  5. Wer „whistleblower“ von van Helsing kennt, weiss das es in Wirklichkeit 90% sind, die wir an Steuern zahlen rechnet man die MWST und Umsatzsteuer etc dazu!

  6. Und ganz davon abgesehen, Arbeit lohnt sich doch,
    nur nicht für den Arbeiter! In den letzten Jahren sind die Löhne in Deutschland auf dem tiefsten Niveau gesunken, und was machen die Schachköpfe? Gehen gegen die AFD auf die Strasse!? Obwohl doch die ganz klar nichts damit zu tun hat.
    Dummheit wird bestraft und deswegen ist es gar nicht so ungerecht…

  7. Nicht der Spitzensteuersatz ist zu hoch, er greift nur viel zu früh. Unser ganzes Steuersystem, es gilt als das zweitkomplizierteste der Welt, ist darauf angelegt, daß die ganz Reichen keine oder nur minimale Steuern zahlen. Vor etwa 30 Jahren räumte der NRW-Finanzminister ein, daß kein einziger Steuerzahler im Land den Spitzensatz zahlen müßte, und ein Mann, der 30 Millionen DM verdient hatte, hatte sogar einen Anspruch auf Rückzahlungen. Damals kamen nur die absoluten Spitzenverdiener in den Bereich von fast 50 % Steuersatz, aber sie verdienten so viel, daß sie das Steuersystem nutzen konnten, da sie viel „Spielgeld“ übrig hatten. Heute haben Leute, die den Spitzensatz erreichen, nicht dieses Spielgeld übrig und zahlen den Spitzensatz.