in Politik

Die SPD und die Union stehen gewaltig unter Druck. Die SPD wird nun darüber diskutieren, ob sie die GroKo in Berlin fortsetzt. Dies wiederum könnte Einfluss auf ein zentrales Projekte der SPD und der GroKo insgesamt haben: Die Grundrente. AKK als Vorsitzende der Union erpresst die SPD nun – ohne eine Fortsetzung der GroKo wird es keine Grundrente geben. Dies ist nur scheinbar „logisch“, denn dann gäbe es die GroKo nicht mehr. Dennoch könnte sie noch vor einem Ende der GroKo das entsprechende Gesetz durchbringen.

SPD: Keine Grundrente – kein Verständnis der Wähler….

Allein dieser kleine Erpressungsversuch zeigt, wie schwierig die Situation für die SPD ist – sie kann ihr Klientel eigentlich nicht links liegen lassen und die Grundrente wieder scheitern lassen. Denn die SPD ist verwundbar: Sie verliert „ausgerechnet bei Rentnern“ ihre Wahlanteile, wie dieser Bericht über die Altersarmut belegte.

Noch im Sommer spitzte sich die Situation für die SPD diesbezüglich erheblich zu…

„Die SPD hat in den vergangenen Wochen und Monaten versucht, mit der Mütterrente und der „Grundrente“ gerade beim Thema Renten zu punkten. Dies misslang nach einer Analyse von „Infratest dimap“ offenbar gründlich. Gerade bei den Rentnern hat die SPD sowohl im Vergleich zur Union als auch im Vergleich zur vorhergehenden EU-Wahl 2014 deutlich verloren. Auch bei Arbeitern, Angestellten und Arbeitslosen verlor die sozialdemokratische Partei überdurchschnittlich.

SPD: Rentner laufen weg…

Die SPD hatte bei den Rentnern zur EU-Wahl im Jahr 2014 einen Stimmenanteil in Höhe von 35 %. Die Union kam demgegenüber im Jahr 2014 in dieser Gruppierung sogar auf 41 %. Beide Altparteien lagen also zumindest relativ gleichauf. Während die Union gegenüber 2014 keine Stimmen einbüßte (bezogen auf den reinen Anteil), hat die SPD gleich 13 Prozentpunkte verloren. Dies sind relativ mehr als ein Drittel aller Rentner (bezogen auf den Anteil), die sich der SPD verweigerten. Die Stimmen wanderten deutlich zu den Grünen ab.

Die Grünen konnten mit 11 % Anteil bei den Rentnern zwar nur unterdurchschnittlich punkten (bezogen auf ihr Wahlergebnis von insgesamt 20,6 %), schafften allerdings einen Zugewinn von sechs Prozentpunkten gegenüber 2014.

Auch bei den Arbeitslosen büßt die SPD kräftig ein. Waren 2014 noch 28 % der Arbeitslosen gewillt, die SPD zu wählen, halbierte sich deren Anteil 2019 glatt auf 14 %. Beide Werte zeigen deutlich, dass die SPD gerade bei den sozial als Schwächeren wahrgenommenen Menschen sehr klar verloren hat. Dies dürfte eines der Kernprobleme der Partei sein, die damit nicht, wie oft behauptet, nur wegen der Schröder-Ära und „Hartz IV“ verloren hat. 2014 regierte die SPD in Deutschland ebenfalls in einer „GroKo“. Die Stimmenverluste seither sind beträchtlich. Ob die SPD diese Ansage verstehen wird?“ Mehr zur Altersarmut finden Sie hier…

 

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Kommentar

  1. Jetzt erpresst sie bereits zum 2.mal die Welt. Beim ersten mal hat sie am Parteitag diese Mittel benutzt jetzt soll es nur eine Grundrent geben, wenn diese GroKo auch nachher noch existiert. Diese CDU ist nicht mehr wählbar! Aber wir dürfen auch nicht vergessen, wir sind in Deutschland und nicht in Frankreich. Bis die Deutschen mal auf die Straße gehen, sitzt ein komplett Irrer schon 15 Jahre im Kanzleramt

Webmentions

  • Keine Grundrente ohne weitere GroKo – Die Welt 8. Dezember 2019

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