in D/A/CH

Die Polizei in Deutschland dürfte zu den Institutionen gehören, die in den vergangenen Jahren die stärkste Veränderung erfahren haben. Geklagt wird immer, sagt der Volksmund. Ein Polizist packte jedoch der HNA aus Hessen gegenüber aus. Direkt vor der Landtagswahl. Ein erschütternder Bericht über den Alltag unserer Ordnungshüter.

Beamte überlastet

Seinen Angaben nach sei die Polizei in vielerlei Hinsicht schlecht aufgestellt. Sie ist überlastet. Sie sei schlecht ausgestattet. Sie kann kein Sicherheitsgefühl mehr vermitteln. Er beschreibt, wie stark der Druck auf die Polizisten sein muss, da Polizisten permanent irgendein Fehlverhalten vorgeworfen würde. Kritik sowie Beschwerden würden „filterlos“, direkt zu einzelnen Beamten gereicht. Früher habe ein Vorgesetzter stets die Filterfunktion übernommen und dabei offenbar die wichtigen von den weniger wichtigen Anliegen aus der Bürgerschaft von seinen Beamten ferngehalten.

Diese direkte Konfrontation mit Beschwerden der Polizei erhöhe die Unlust der Beamten, auf die Straße zu gehen. Dort, wo die Bürger sich deren Einsatz am stärksten wünschen würden. Wo die Polizei am stärksten wahrgenommen würde. Dort möchte die Polizei an sich nicht mehr sein. Heute, so der Grund, müssten etwa drei „Schutzleute“ jene Arbeit verrichten, die früher von sechs entsprechenden Schutzleuten geleistet worden sei. Alles dauere länger. Die Unfallaufnahme früher habe lediglich eine halbe Stunde gedauert, meist. Heute müssten 35 Untermenüs geöffnet werden, zahlreiche Angaben getätigt werden, die mit dem Unfall nichts zu tun hätten und damit lediglich der statistische Anspruch erfüllt werden.

Die Administration möge wirtschaftlich sein, „gut“. Aber ob sie sinnvoll ist? Die Schutzleute auf der Straße würden fehlen.

Belehrungen auf der Straße würden zu weit führen. Selbst derjenige, der belehrt, also der Beamte, wisse nicht mehr in allen Fällen, worin der Sinn einer solchen Belehrung überhaupt liege. Schließlich belaste ihn auch die Wertlosigkeit innerhalb der Gesellschaft. Anders als früher würden selbst die kleinsten Anlässe herhalten, um die Polizei zu rufen. Meckerei an allen Orten.

Die Polizei in Deutschland fühlt sich offenbar im Stich gelassen. Hier liegt ein Grund für die oft nicht verstandenen Wahlergebnisse, meinen Kritiker.

 

 

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Kommentar

  1. Für gut ausgebildete Polizisten werden sich schon in naher Zukunft ganz andere und wesentlich besser honorierte Beschäftigungsfelder erschließen, nämlich als Premium-Söldner der Eliten. Wenn es demnächst unruhig wird in der BRD, werden sich alle, die es sich leisten können, mit „Wachpersonal“ umgeben, aus Prestige-Gründen, zum persönlichen Schutz und zur Durchsetzung eigener Interessen. Entsprechende Dienste kann man sich dann vergolden lassen.

    • In den exquisiten Stadtrandlagen von größeren Städten haben wir es schon.
      Meist unauffällige Wohnsiedlungen/Wohnparks mit Apartment-Häusern des gehobenen Niveaus, die durch hohe Metallzäune umgeben sind und rund um die Uhr von einem waffentragendem, patrouillierendem Sicherheitsdienst bewacht werden.

      Das Personal verdient zwar etwas mehr als übliche Angestellte von Sicherheitsdiensten, aber berauschend ist es auch nicht.

      Sicher werden sich dann einige Vertreter des „Geldadels“ auch direkte, persönliche Schutzdienste anschaffen, wie wir es schon von deren Unternehmen her kennen. Das dürften dann aber nicht die „normalen“ Streifen-Polizisten sein.

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