in Politik

Entgegen einigen Meldungen vom Morgen des 03.09 ist der Flughafen Donezk noch nicht vollständig von der Besetzung durch die Kiew-treuen Truppen befreit worden, es werden jedoch weiterhin intensive Bemühungen unternommen. Der erbitterte Widerstand ist kein Wunder: der überwiegende Teil der Militärs, die sich in und um den Flughafen verschanzt haben, sollen angeheuerte polnische Söldner sein. Nichtsdestoweniger geht die Operation ihren Gang, und das Ende des seit Mai andauernden unseligen Theaters mit dem permanenten Mörserfeuer der polnischen Söldner und Junta-Truppen auf die Stadt, das einer Menge an Menschen das Leben gekostet hat, ist absehbar.

Am Dienstag hatte die Euromaidan-Propaganda versucht, die Armee der VRD einer Art illegalen Kriegführung zu bezichtigen, da es während der Kämpfe zu einer Flutung der Tunnel und Bunker im Bereich des Flughafens kam; das wurde als ein Versuch interpretiert, die im Flughafenbereich einzig noch halbwegs sichere Deckung auszuschalten. Der Grund war indes ein anderer: durch aus dem Flughafen heraus geführten Mörserbeschuss wurde eine Verteilerstation beschädigt, welche eine nahegelegene Mine mit Elektrizität versorgte. Die Pumpen blieben stehen, die nahegelegenen Tunnel und Querverbindungen wurden allmählich geflutet. Eigentor.

Durch die Einnahme des Flughafens wird die Gefahr durch die ständigen Artillerieangriffe auf Donezk selbst minimiert, während der Flughafen wenn schon nicht ins Hinterland der vordringenden Armee der VRD rückt, so doch bedeutend sicherer wird, was auch eine eventuelle Versorgung aus der Luft betrifft.

Vor dem Hintergrund dieser und ähnlicher Entwicklungen lässt Poroschenkos Pressedienst mitteilen, es würde eine “ständige Waffenruhe” im Donbass geben. Diese Entscheidung habe er nach einem Telefonat mit Putin getroffen. Chefpropagandist Tymtschuk, dessen Meldungen im Verlauf der vergangenen Monate nur atemberaubende Erfolge der ukr. Armee und Sondereinheiten zum Inhalt hatten und traditionell mit der Phrase “keine Verluste” schlossen, schreibt völlig verdattert von einem überall stattfindenden Rückzug der Strafbataillone und regulären Einheiten der ukrainischen Armee.

Inwieweit eine Waffenruhe nun langanhaltend sein kann, ist natürlich völlig unklar; der Fakt an sich kann aber nur bedeuten, dass Poroschenko seine Kräfte für eine Fortführung des Krieges als gering einschätzt. Um zu verhindern, dass die Armee der beiden Volksrepubliken das gesamte Gebiet der beiden Regionen Donezk und Lugansk einnimmt, muss er versuchen, die momentane Situation mit allen Mitteln festzuhalten und noch das Beste aus dieser Lage zu schlagen.

Nun allerdings werden die bis dato nicht verheizten Nazitruppen, gleich wie ein großer, inzwischen auf rechte Blutrunst getrimmter Teil der ukrainischen Bevölkerung zu seinem Problem. Gut möglich, dass es insgesamt genügend Kräfte gibt, die gleich welche Gespräche verhindern oder wesentlich erschweren, ganz egal, worum es dabei geht oder worauf man sich einigt. Genau das wird auch der Grund dafür sein, dass Poroschenko in den vergangenen zwei Wochen eine ständige Kaderrotation an der Front der sogenannten “Anti-Terror-Operation” unternommen hat, in deren Zuge vor allem reguläre Einheiten aus dem Feuer genommen und stattdessen die diversen irregulären Einheiten und Sonderkommandos eingesetzt wurden. Das mag auch der Grund für seine Ablehnung der Nutzung eines “Korridors” aus dem Kessel um Ilowajsk gewesen sein. Jedenfalls ist bekannt, dass beispielsweise Mariupol ausschließlich von einer Garnison des Strafbataillons “Asow” gehalten wird.

Den größten Teil dieser Rochaden an der Front wird Poroschenko abgeschlossen haben. Nun bleibt nur noch die Frage, mit wem, wann und worüber er reden will.

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Kommentar

27 Kommentare

  1. Danke ,
    jetzt weiß ich warum die Polen so ein Antirussisches
    Geschrei machen.

    Man könnte blosgestellt werden.Weiterhin hat man Angst der Russe könnte zurück schlagen.

  2. Die Polen wittern nur Profit. Nach der Eskalation ist Polen plötzlich als strategischer Nato Standort gefragt + Schiefergas wird in Polen verstärkt gefördert … und das auf EU Steuergelder. Da will ich nicht wissen, wie viele polnische Politiker sich damit die Taschen vollstopfen.
    Da schickt man doch gerne paar polnische Söldner, um den Brei noch mehr anzuheizen.
    Polen spielten schon immer immer da mit, wo es vorerst nach Gewinn riecht. Man nehme den ersten und zweiten Weltkrieg. Dabei bleiben die am Ende meistens auf der Strecke und die Bevölkerung leidet.

  3. Ich wette, ich wette 1000/1 das die Mafia aus Kiev und ihr erbärmliches Militär jetzt schön mit neuen Waffen und „Personal“ versorgt werden. Unsere System Theologen uns weiterhin Tag für Tag den bösen Russen als Knochen zuwerfen (wann beißt der dumme Pöbel endlich an…) und während dessen dreschen dann die Faschisten dort aus Blechbirnen Burgen aka Kievs Zentralgestirn gnadenlos (können die ja am besten..Odessa…) auf alles Lebendige ein was denen im Wege steht. Eigentlich Im Wege der Großkonzerne des Zentrums der Zion KG und so …natürlich ist das nur Theorie… warten wir es ab.

    Nazitruppen paßt übrigends sehr gut. Sind ja „unsere“ Partner. SPD, Grüne und CDU haben eben heimlich die Seite gewechselt.. außenpolitisch ehehe!

  4. georg , es stimmt nicht was du schreibst.Die Nazi haben Juden und Polen vergast . Noch dazu haben Ukrainer ( UPA Banden in II Weltkrieg ca. 200 000 Polen grausam vor allem Frauen, Kinder umgebracht( .Massaker in Wolhynien ) Die Ukraine hat sich dafür nie entschuldigt und deswegen gab es immer wieder diplomatische Probleme. Man weiß, dass viele Ukrainer , die in Polen wohnen , helfen dem Maidan und könnte sein, dass sie da auch kämpfen.Viele Polen sind gegen Maidan, weil sie den Rechten Sektor nicht vertrauen.

  5. Gibts denn dafür offizielle Bestätigungen, Beweise oder Indizien, dass polnische Söldner in der Ostukraine unterwegs sind?
    Dass russische Söldner zahlreich in der Gegend unterwegs sind, hat ja nun sogar Putin bestätigt.
    (Stichwort: „russische Soldaten im Urlaub“)

    • Ukraine: Ehemaliger Söldner von Blackwater vermietet Lizenz zum Töten!
      Zum Kill In in die Ostukraine. Wer gerne mal ungestraft Menschen töten möchte, ist den Auftragskillern in der Ukraine herzlich willkommen – gegen Bares, versteht sich
      Eine faschistische Safari der besonderen Art bietet der US- Söldner Stan Patton auf seinem Twitter- Account an. Wer krank genug ist, um auf hilflose Menschen in der Ostukraine schießen zu wollen, kann sich die dazu nötigen Werkzeuge direkt vor Ort mieten. Der ehemalige Blackwater- Mietkiller, der bei Twitter mit deren Firmenlogo, der Bärentatze, wirbt, hat auch sogleich eine Preisliste parat. Ein einzelner Schuss aus einer Haubitze ist für 100 Dollar zu haben.
      Artikel aus der Neopress… link folgt

  6. Bin auf eure Seite gestoßen weil mir die Propaganda der ÖR auf den sack gingen.
    Wo bin ich gelandet? Ne Antihetz-hetzseite…..
    All die ganze Objektivität die Ihr den ÖR absprecht (zu recht) sucht ich bei euch auch vergebens.
    VRD… gehts noch?
    Auch hier wird übersehen das es sich um einen Prozess handelt welcher eigentlich mit klarem Verstand beobachtet, beurteilt und wiedergegeben werden sollte. Nach journalistischem Codex.
    Mein Eindruck von der Noepresse: einfach mal Anti^^
    Objektive Berichterstattung fand ich hier leider auch nicht.

  7. Das es einen Putsch unter Federführung von westlichen Mächten gegeben hat ist auch wahrscheinlich nur Propaganda. Das dort 4 Minister aus extrem rechts extremistischen Kreisen im Parlament sitzen auch nur Propaganda…

    alles Propaganda… wenn Bilder, Videos, direkte Augenzeugenberichte und der klare Menschenverstand alleine nicht mehr ausreichen um zu sehen wer hier intrigiert hat und seitdem alles auf Krieg setzt der soll weiter nach einer Wahrheit suchen die ihm gelegen ist.

    Wenn jemandem das Bild der Wahrheit dort in Doneszk nicht paßt kann er ja selber hinfahren und vor Ort klären was Phase ist. Es existieren genug Fakten, wie im Irak, Lybien etc. aber das ist ja schnee von gestern… heute ist alles wieder ganz „neu“

  8. @ Huckleberry
    Ich denke mal das ich gemeint bin!?
    Ich antworte mal auf Verdacht.
    Das hier ein zweiter Irak-grund herbeigezaubert werden soll ist mehr als offensichtlich.
    Über wirtschaftliche Interessen, alte Feden etc. mag ich auch nicht mehr diskutieren.
    Das Putin es meines Erachtens so weit gebracht hat des er als einziger noch mit ein bisschen Ehre aus der ganzen Sache raus kommt, egal was er anstellt stellt, stell ich hier auch nicht zur Diskussion.
    Was mir sauer aufstößt ist, dass ich eigentlich eine alternative Berichterstattung suchte und bei der NEOPRESSE eigentlich nur den „Pullover andersrum“ fand.
    Gruß Offi

  9. @Offi
    Es zwingt dich doch keiner hier zu lesen. Geh einfach dort hin, wo Kommentare dieser Art, einfach zensiert werden und maule hier nicht rum. Schon mal was von Meinungfreiheit gehört? Anscheinen nicht, oder sie gilt nur für dich!

  10. @offi, sag bitte bescheid wenn du eine gefunden hast. Gerade in Zeiten in denen die Länder im Wettbewerb der Propaganda stehen als gäbe es kein Morgen

  11. Wieso wird hier immer gleich rumgejammert a lá „Geh doch woanders lesen“ oder „Musst ja nichts lesen wenns Dich stört“ wenn man mal um Quellen bittet oder sich etwas mehr journalistischer Objektivität erbittet.

    Kann man doch mal sagen, finde ich..

    Immer ‚rumzetern ist echt nicht das Wahre.

  12. Das Gebiet des Donbass scheint verloren für die Regierung in Kiew, aber auch für all jene westlichen Ölfirmen, die bereits in den Startlöchern standen. Hunter Biden, Sohn des ehemaligen US- Vizepräsident Joe Biden, war bereits im Mai dieses Jahres zum Vorstandsmitglied der Burisma Holding ernannt worden. Die Burisma Holding ist der größte private Gasproduzent der Ukraine. Und Papa Joe sitzt ausgerechnet im Vorstand des amerikanischen Energiekonzerns Halliburton, willkommen in der Welt des Zufalls.

  13. Timoshenko, Poposchenko, Kolomoisky, Jadzenjuk….

    die Ukraine gehört den Zionisten. Ganz gleich ob das jemand hören will oder nicht. Da gibt es noch andere „Big wigs“ dort. Ist aber alles in guten Händen. Man könnte auch sagen die „Ukraine“ ist Teil von Israel. Und nicht nur die Ukraine….

    aber das ist ja anti-semitismus….

  14. Schweigezwang und Verschwörung!
    Die NATO-Staaten Niederlande und Belgien haben mit dem engsten Verbündeten der USA, Australien, und den Putschisten in Kiew, also jenen die mit am lautesten geschrien haben „Putin ist schuld“, am 8. August 2014 ein Komplott geschmiedet. Kurz und knapp: Wir sollen über die Ergebnisse der Ermittlungen zum Absturz von MH17 jetzt und später nichts erfahren. Die von Ukraine, Niederlande, Australien und Belgien unterschriebene Vereinbarung legt fest, im Laufe der Untersuchung keine Informationen offenzulegen. Das gab am 10. August der Sprecher der ukrainischen Staatsanwaltschaft, Yuri Boychenko, bekannt. Wie ukrainische Agenturen berichten, sollen Resultate erst nach Ende der Untersuchungen bekannt gegeben werden.

  15. Angenommen es stimmt und nicht nur die gesamte ukrainische Armee, sondern auch externe Söldner aus anderen Ländern sind dort aufmarschieren -und trotzdem geschlagen werden- kann man sich ungefähr vorstellen, welch Truppenkontigent von russischer Seite dort über die Grenze geströmt sein muß.

    Ebenso interessant finde ich es, dass Separatisten ohne Panzer in der Lage sind, ganze Panzer-Batallione aufzuhalten. Offenbar sind die schultergestützten Panzerfäuste mittlerweile so schlagkräftig, dass sie der taktischen Stärke von Panzern nahe kommen. Paradigmenwechsel in der Waffentechnologie.

    In unwegsamen Gelände wird da ein Zug Panzerjäger der Alptraum eines Panzerplatoons..

      • Nun, dass da eine Armee geschlagen wurde habe ich wohl verstanden. Dass man das natürlich nicht mit ein paar Freischärlern mit Schrotflinten hinbekommt, ist mir ebenso klar.

        Andere haben da scheint´´s mehr Verständnisprobs.