in Politik

Johanna Weichselbaumer – Stepan Bandera, OUN und UPA waren Kollaborateure der Nazis und in die grausame NS-Kriegs- und Vernichtungsmaschinerie integriert. Heute sind sie Kultikonen der neuen prowestlichen Machthaber in der Ukraine.

Stepan Bandera (1909-1959) entstammte einer religiösen Familie. Sein Vater war griech.-kath. Pfarrer. Er studierte in Lemberg Agrarwissenschaften und war bereits ab dieser Zeit eng mit dem ukrainischen Nationalismus verbunden. Schon in jungen Jahren leitete er das Propagandareferat der „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) und stieg rasch zu einem der wichtigsten Funktionäre auf. Mit 25 wurde er Führer des Gremiums der OUN.

Die OUN konstituierte sich nach langer Vorbereitung Anfang Februar 1929. An der Gründungsveranstaltung in Wien nahmen etwa 30 Delegierte westukrainischer, nationalistischer Gruppierungen teil. Die Mitglieder der OUN waren ausschließlich ukrainischer Nationalität. Damals waren polnische Kolonialherren Besitzer der großen Ländereien in der Westukraine, während viele Ukrainer kaum genug zum Leben hatten. Auch wenn dieser soziale Gegensatz nicht ethnischen Ursprungs war, sondern mit Klassen- und Eigentumsfragen zusammenhing wurde dieses Problem von den Nationalisten instrumentalisiert. So erhielten sie regen Zulauf.

Die OUN wollte jedoch nicht nur polnische Kolonisten, sondern vor allem auch Juden, Russen und andere ethnische Minderheiten vertreiben bzw. ausrotten. Ähnlich dem Bestreben Großdeutschlands einer reinen arischen Rasse, war ein rein ukrainisches Volk das Ziel der ukrainischen Faschisten.

Bereits vor der Machtübertragung an die Nazis Großdeutschlands knüpfte die OUN Kontakte zur NSDAP. Einer ihrer Führer, Riko Jary, traf bereits 1931 mit Adolf Hitler in München zusammen. Mikola Schiborsky besprach 1932 mit dem SA-Chef Ernst Böhm die Schulung von OUN-Mitgliedern durch die faschistische SA. Es existiert auch ein Bericht der polit. Abteilung des deutschen Auswärtigen Amtes aus dem Jahr 1933, aus dem hervorgeht, dass die OUN vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wurde.

Regelmäßig kamen Kuriere und Abgesandte aus Polen, der Westukraine und Danzig nach Berlin um Informationen für die deutsche Abwehr zu liefern. Berichte, die aus der Westukraine kamen und mit „Starik“ („der Graue“) unterschrieben waren, stammten von Stepan Bandera.

Von Gewalt begleitete Demonstrationen gegen die ukrainische KP, Angriffe auf sowjetische Einrichtungen und Attentate gab es bereits ab 1929/30. Die Polizei registrierte bereits ab dieser Zeit eine wachsende Zahl von Übergriffen auf Juden. Wie in Nazideutschland wurden ihre Geschäfte boykottiert und Häuser angezündet. Auch Ukrainer, die sich weigerten, an diesen OUN-Aktionen mitzumachen wurden Opfer ihres Terrors.

Der wohl bekannteste Anschlag der OUN war die Ermordung des polnischen Innenministers Bronislaw Pieracki, der am 15. Juni 1934 von HrycMaceyko in Warschau erschossen wurde. Daraufhin wurde nahezu die gesamte Führungsebene der OUN verhaftet und verurteilt. 1939 wurden sie von den faschistischen Okkupanten befreit.

An der Seite der deutschen Faschisten

Im Jänner 1934 schlossen Polen und Deutschland ein Abkommen über die Nichtanwendung von Gewalt. Damit sollte den Völkern suggeriert werden, dass das Dritte Reich friedfertig sei. Dies war der Nebelschleier hinter dem Aufrüstung und Kriegsvorbereitung liefen. Zu diesem Zwecke wurden auch die Verbindungen zur OUN minimiert und konnten wiederum im Zuge des Einmarsches reanimiert und für deutsche Operationen im Osten geschult und organisiert werden. Die OUN wurde nun direkt in die geheimdienstliche Strategie gegen Polen und die Sowjetunion eingebunden.

1938 konstituierte sich in der Karpato-Ukraine ein nationalistisches Regime unter Augustin Woloshin. Das Woloshin-Regime gestattete der OUN auf ihrem Territorium zu wirken. Das war ganz im Sinne des deutschen Geheimdienstes. Der stellte der OUN einen Radiosender in Wien zur Verfügung, der bis weit in polnische Gebiete empfangen werden konnte.

Beim Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen kam die eigentliche Bestimmung der OUN zum Tragen. Die OUN-Gruppen wurden in Polen als Rollkommandos eingesetzt. Nach der Zerschlagung des polnischen Staates begann die rassistische und antisemitische Besatzungs-, Ausplünderungs- und Vernichtungspolitik an deren Ende der Tod von 6 Mill. Polen und mehr als 3 Mill. Juden zu beklagen war.

Krakau wurde zur Hauptstadt des am 6. Oktober 1939 gebildeten deutschen Generalgouvernements ausgerufen und wurde auch Zentrum der OUN. Dort sammelten sich die ukrainischen Nationalisten, dorthin strömten viele Exilukrainer aus Deutschland und Österreich. Etwa 30.000 Personen ukrainischer Herkunft sollen sich damals in Krakau aufgehalten haben.

Ein seit der Gründung der OUN schwelender Konflikt spitzte sich 1939 zu und führte zur Spaltung der OUN. Die Gruppe, die sich um den Führer Andreij Melnyk scharte, verfolgte eine eher gemäßigte, kompromissbereite Politik. Die Anhänger von Stepan Bandera verfolgten eine militante, ultraradikale und auf Gewalt beruhende Politik. Die OUN teilte sich in die OUN-M (Melnykisten) und OUN-B (Banderisten). Die OUN-M wurde von den Banderisten als Gegner der wahren OUN erklärt und bekämpft. Bei dieser Konferenz ging es auch um die zukünftige Rolle, die die OUN-B bei der Erlangung der staatlichen Unabhängigkeit spielen wollte. Nach ihrer Vorstellung sollte die Ukraine von Polen, Juden, Russen und anderen Minderheiten „befreit“ werden. In dieser Zeit setzten sich unter den Banderisten zur Abgrenzung gegenüber anderen nationalistischen Gruppen der ukrainische Dreizack, der faschistische Gruß mit den begleitenden Worten „Ruhm der Ukraine“- „Ruhm den Helden“, die rot-schwarze Fahne (rot für vergossenes Blut, schwarz für die Erde) als Symbole durch. Im Frühjahr 1941 liefen die Vorbereitungen für das „Unternehmen Barbarossa“, der Überfall auf die Sowjetunion auf Hochtouren.

Oberst Erwin Stolze instruierte die beiden Führer getrennt über die ihnen zugedachten Aufgaben. Die Legion ukrainischer Nationalisten wurde in 2 Bataillone aufgeteilt. Das Bataillon „Nachtigall“ wurde bei Liegnitz/Schlesien formiert, das Bataillon „Roland“ auf dem Truppenübungsplatz Saubersdorf (St. Egyden am Steinfelde) bei Wiener Neustadt. Die Kommandostrukturen der beiden Bataillone waren so gegliedert, dass sie eine deutsche Befehlsebene und eine ukrainische Verantwortungsebene besaß. Ferner gehörte zur Führung von „Nachtigall“ Roman Schuchewytsch (ein glühender OUN-B Mitstreiter) und Oberleutnant Theodor Oberländer (Oberländer machte nach dem Krieg Karriere in der CDU, vom Vertriebenenminister bis in den Bundestag).

Mordorgien

Eine der größten Mordorgien fand nach dem Rückzug der Roten Armee in Lemberg (Lviv) statt. Das Bataillon der „Brandenburger“ und das Bataillon „Nachtigall“ ermordeten bis zu 7000 Juden und Kommunisten in und um Lemberg. Vom Säugling bis einschließlich der alten Menschen wurden ganze Familien (auch von der aufgewiegelten Bevölkerung) brutalst erschlagen, Hetzjagden, Spießrutenläufe, Folter, Demütigungen, Massenhinrichtungen, unvorstellbare Gräueltaten. Die Blutspur vom Bataillon „Nachtigall“ und dem „1.Brandenburger-Bataillon“ zieht sich nun von Ort zu Ort. Nachtigall wurde bis dahin hauptsächlich für Säuberungs- und Vernichtungsaufgaben eingesetzt. Das Bataillon „Roland“ war vorwiegend für Sabotageaufgaben zuständig. Aufgrund des schnellen Vormarsches der deutschen und rumänischen Truppen wurde es zur Säuberung in Städten und große Ortschaften und zur Aufstellung ukrainischer Milizen herangezogen.

Im Juni 1941 ließ Bandera die Wiedererrichtung einer unabhängigen Ukraine verkünden. Die Staatsproklamation nahm Jaroslaw Stezko, der sich als neuer Regierungschef vorstellte, vor. In der Erklärung hieß es unter anderem: „Die ukrainische Regierung wird eng mit Großdeutschland unter dem Führer Adolf Hitler zusammenarbeiten, der eine neue Ordnung in Europa schaffen wird.“ Da Berlin eigene Pläne hatte wurden Bandera und Stezko von der SS verhaftet. Sie kamen ins KZ Sachsenhausen in einen Sonderblock als prominente Häftlinge in Ehrenhaft. Reichskommissar Erich Koch begründete diese Vorgangsweise mit folgenden Worten: „Es gibt keine freie Ukraine. Das Ziel unserer Arbeit muss sein, dass die Ukrainer für Deutschland arbeitet und nicht, dass wir das Volk hier beglücken. Die Ukraine hat das zu liefern, was uns fehlt.“ Und weiters: „Für die Deutschen im Reichskommissariat ist maßgebend, dass wir es mit einem Volk zu tun haben, das in jeder Hinsicht minderwertig ist“, erklärte er in Herrenmenschenmanier.

Mit der Begründung, die Bataillone Nachtigall und Roland seien wegen Unzuverlässigkeit, Ungehorsam und Ignorierung von Befehlen nicht mehr frontverwendungstauglich, wurden sie in ihre Heimatkasernen transportiert, wurden dort als Schutzmannschaftsbataillon 201 zusammengeführt und neu bewaffnet. Diese Einheit, nunmehr der SS unterstellt wurde nun auch in Belorussland zur Partisanenbekämpfung, gegen die Zivilbevölkerung und zum Teil im KZ Trostinez bei Minsk eingesetzt.

UPA – Ukrainische Partisanen Armee

Die UPA war der verlängerte Arm der OUN-B. Die UPA ging ab dem Frühjahr 1943 zu gezielten Mordaktionen gegen Polen (ganze Familien) und sowjetischen Partisanen über. Die von der UPA ausgeführten Mordzüge kosteten etwa 100.000 Polen das Leben. Sie führten praktisch die zweite Phase der ethnischen Säuberung durch. Zuvor war in der Westukraine die fast vollständige Vernichtung der Juden erfolgt. Im März desertierten mehrere Tausend ukrainische Polizisten zur UPA, die zuvor an Massenerschießungen von Juden in Wolhynien beteiligt gewesen waren. Ihren Gipfel erreicht die antipolnische Aktion im Juli 1943, als in 3 Landkreisen polnische Dörfer umstellt und die gesamte Bevölkerung brutal ermordet wurde.

Nach Mikola Lebed wurde Roman Schuchewytsch oberster Befehlshaber der UPA. Die UPA erreichte eine Stärke von mehr als 30.000 Mann. Die „Goldene Kompanie“ war eine Eliteeinheit der UPA, über deren Existenz nur die höchsten Kommandeure informiert waren. Die strenge Personalauswahl erfolgte unter folgenden Bekenntnissen: Blutig die Ziele der UPA zu verfolgen, jeden Befehl auszuführen und als Märtyrer zu sterben. Die „Goldene Kompanie“ wurde für die blutigsten Terroraktionen eingesetzt, selbst Leichen wurden noch verstümmelt.

Im Sommer 1944 kam es in einem Waldgebiet in Wolhynien zu einer der größten militärischen Kampfhandlungen zwischen Roter Armee und UPA. In diesem und darauf folgenden Gefechten erlitt die UPA schwere Verluste. Einige Restgruppen zogen sich in die Karpaten zurück. Im Oktober 1944 brachte die Rote Armee das gesamte Gebiet der Karpaten unter ihre Kontrolle. Damit war auch das letzte Rückzugsgebiet der UPA erledigt. Am 5. März 1950 starb der Oberkommandierende der UPA Roman Schuchewytsch in einem Kampf mit NKWD-Spezialeinheiten in Lviv.

Im September 1944 kam Bandera wieder frei. Er gründete mit Melnyk das Ukrainische Komitee, das als alleiniger Vertreter des ukrainischen Volkes von den Faschisten anerkannt wurde mit dem Ziel waffenfähige Ukrainer zum gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus zu mobilisieren. 1945, als die Rote Armee an den Grenzen des Nazireiches stand war Bandera mit seiner Familie, offensichtlich mit Hilfe von Nazifreunden, längst untergetaucht. 1946 ließ er sich in Bayern nieder und meldete sich in München als Schriftsteller unter dem Namen „Stefan Popel“ an. Nach dem Krieg konzentrierte sich die ukrainische Emigration in München und Frankfurt/Main. Bandera alias Popel schuf die Zentralvertretung der Ukrainer in Deutschland. Im Jahr 1959 wurde auf Banderaein tödliches Attentat verübt.

EU- und US-Freunde verehren Nazi-Kollaborateure

Im Jahr 2007 wurde Roman Schuchewytsch, im Jahr 2010 Stepan Bandera jeweils der Orden „Held der Ukraine“ vom damaligen prowestlichen Präsidenten Wiktor Juschtschenko mit Unterstützung der damaligen von EU und USA umschwärmten Premierministerin Julia Timoschenko verliehen. Die Schuchewytsch-Ehrung wurde von einem Gericht in Donezk als unrechtmäßig wieder aberkannt. Die Bandera-Ehrung wurde auf Betreiben des Präsidenten Wiktor Janukowytsch gerichtlich wieder aberkannt. Bandera und Schuchewytsch sind seither zu Kultikonen in der Westukraine erhoben worden. Die jährlichen Aufmärsche, Veranstaltungen zu deren Gedenken und fanatischen Verehrung häufen sich. „Swoboda“ mit ihrem Parteichef Oleg Tjagnybok vertritt diese faschistische Tradition in seinem Programm.

Johanna Weichselbaumer – Erschienen bei SOLIDAR WERKSTATT
Recherchen und Auszüge aus dem Buch von Helmut Wagner „Rechte in der Rada – Swoboda, Nationalismus und Kollaboration mit Faschisten in der Ukraine und in Europa“, 2013

Dass das österreichische Außenministerium NS-Kollaborateure wie Stepan Bandera verharmlost und – im Rahmen der EU-Politik – neofaschistische Kräfte in der Ukraine unterstützt, die in der Tradition von Stepan Bandera, OUN und UPA stehen, hat die Solidarwerkstatt zu einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft veranlasst, betreffend Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz.

Aufmarsch der neofaschistischen ukrainischen Partei „Swoboda“ zum „Heldengedenken“ an Stepan Bandera. Der Auswärtige Dienst der EU kooperiert bereits seit längerem mit „Swoboda“, um das EU-Assoziierungsabkommen durchzusetzen. „Swoboda“ stellt in der derzeitigen Putschregierung in Kiew höchste Regierungsvertreter.

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Kommentar

17 Kommentare

  1. Ist mir zu einseitig.

    Reist man -sicher sehr schlimme- Facetten aus der Geschichte heraus und stellt sie isoliert dar, verfälscht wie instrumentalisiert man sie.

    Bereits auf Basis von Alexander Solzenicyns Buch „Archipel Gulag“ zeichnet sich ein deutlich anderes Bild.

    Betrachten wir das Entstehen der Nationalsozialistischen Bewegung im historischen Kontext.

    1917 – In New York rekrutiert eine jüdische Bankiersfamilie Warburg (Kuhn & Loeb) jüdische Emigranten zwecks Überfahrt nach St. Petersburg, um einen Putsch in Rußland durchzuführen. Führer dabei ein Mann namens Lev Davidov Bronstein.

    275 trainierte Rekruten brechen von Halifax Richtung Schweden auf.

    • In den Taschen Bronsteins alias Trotzki finden kanadische Behörden 10 Mio. US-Dollar in kleinen Goldmünzen. Mit ihnen wurden in St. Petersburg Soldaten wie Offiziere gekauft, um den Sockel der „Roten Armee“ zu bilden.

      Trotzki war übrigens Teilnehmer des ersten jüdischen Weltkongresses 1897 sowie Anhänger der Freimaurerloge „Art et Travail“ Paris.

      Am 3. Februar 1949 sagte der Sohn des Kuhn & Loeb-Vorstandes Jacob Schiff John Schiff gegenüber Reportern, sein Vater hätte 20 Mio. $ (heute ca. 200 Mio.$) in die Oktoberrevolution investiert.

      Jacob Schiff selbst brüstete sich 1917 in einer Ausgabe der New York Times selbst damit, Finanzier der Revolution zu sein.

      • Paralell organisierte Max Warburg als Chef des Deutschen Geheimdienstes den Transport Lenins nach Rußland. Nebenbei war er zeitweise Direktor bei IG-Farben.

        Max Warburg gründete später die Atlantikbrücke e.v. sowie die Zeitung „Die Zeit“.

        Nach der Revolution werden fast alle Schlüsselpostitionen des ersten Sovets mit jüdischen Extremisten a la Kamenew alias Rosenfeld. Über 80%!

        Danach begann ein furchtbares Morden zwecks Niederschlagung jeglichen Widerstand gegen die jüdische Junta. Milionen von Zivilisten starben.

        Damit nicht genug. Als nächstes wurde die Übernahme Europas versucht, Spartakusbund in D, Bela Kuhn alias Cohen in Ungarn, später Anna Pauker in Rumänien.

        • Die Bevölkerung Europas sowie hiesige Kapitalisten bekamen Angst.

          Eine Gegenbewegung -ebenfalls radikal- enstand: Der Nationalsozialismus. In Deutschland noch unterstützt durch das Völkerrechtsverbrechen „Versailler Vertrag“.

          In der Ukraine dito. Das dürfte die im Artikel genannte OUN gewesen sein.

          In diesem Kontext wird auch der Völkermord der Kommunisten an den Ukrainer im Holodomor zu verorten sein. Es ging um das Brechen des Widerstandes.

          Dass die Ukrainer dann mit Hitler gemeinsam gegen die Russisch-jüdischen Völkermörder kämpften dürfte da nicht sonderlich wundern.

          Leider war der Gärtner ebenfalls ein Bock…

  2. @ Richard: Guter Artikel Richard. Du hast aufjedenfall gute Fakten genannt….du hast aber auch einen Fakt vergessen: Während der Kommunistischen Herrschaft starben vor dem zeiten Weltkrieg vorallem Russen! 33Mio. nach offiziellen Angaben. Russen haben genauso gelitten unter den Kommunisten und sie jetzt für den Tod vom Holodomor verantwortlich zu machen ist meiner Meinung nach Hetze. Ich weis nicht inwieweit du Beziehungen zur Ukraine hast, aber mein Großvater hat gesagt gelitten und gehungert hat jeder nur nicht die im Politbüro. Und wer war es? Hast du schon selber gesagt: 80%

    • Und die möchtegern Nazis in Ukraine sind doch wirklich nicht mehr klar im Kopf. Wenn die Ideologie der Nazis theorethisch stimmen würde, dann müssten die Slava Ukraine Ideoten sich doch selber töten. Laut mein Kampf sind Slaven Untermenschen und müssen versklavt oder ausgerottet werden!

      Zweitens warum hängen den die jüdischen Oligarchen in der Ukraine nicht? Auch Timochenko, Klitschko, Jazenjuk haben jüdische Wurzeln! Warum redet hier drüber keiner? Auch der Swobodabegründer hat seine Religion gewechselt und verschweigt, dass sein Vater Jude ist! Mir scheint es hier genauso zu sein, wie in Russland 1918 als die 80% unter dem Schirm einer Wohlwohlenden radikalen Ideologie wieder die Macht an sich gerissen haben. Alles belm Alten Leute!

    • Ja, die Russen haben in dieser furchtbaren Zeit zweifelsohne auch furchtbar gelitten.

      Andererseits haben sie sich auch vor den Karren der jüdischen Junta spannen lassen. Diese alleine hätten nie die Macht an sich reißen können. Viele Russen kämpften auf Seiten der Roten Armee gegen die Weiße Armee und ermöglichten dieses Terrorregime.

      Insofern würde ich alle Russen da nicht komplett aus ihrer Mitschuld am Holodomor usw. entlassen – genausowenig wie ich alle Deutschen aus der Mitschuld an der NS-Diktatur entlassen würde.

      Meiner A.n. gab es Schuldige und Unschuldige – unter allen beteiligten Völkern.

  3. @ Richard und ich darf an dieser Stelle noch all den Hetzern und pseudo Nazis noch eines veratten. Eure Ideologie vom Ariertum ist wissenschaftlich nicht mehr zu halten. Der Begriff Arier wurde pervertiert und benutzt für eine Ideologie die sich damit begründet hat, damit im Recht zu sein. Schweizer Genetigwissenschaftler haben eine Studie veröffentlicht es gibt noch nicht mal reinrassige Deutsche, jeder dritte Deutsche hat semitische Wurzeln:) Ich schätze mal das Richard immer noch irgendwelche absurden Träume hat, vielleicht hat er auch eine Frau aus der Ukraine und muss seine Komplexe, dass sie eien Slavin ist begründen oder er ist ein Ukrainer der in Deutschland einreisen durfte, weil er jüdische Wurzeln hat, wie viele das machen!

    • Unterstellungen sind immer ein schlechter Diskussionsstil.

      Es ist übrigens immer wieder zu beobachten, dass sich Zeitgenossen schwer tun, wenn sie Menschen begegnen, die differenzieren. Mal wird man als Nazi beschimpft, manchmal als Kommunist.

      Vielleicht lernen die Menschen irgendwann, dass die Fakten weder rechts noch links sind, sondern schlicht so wie sie sind.

  4. @ Richard:
    Worauf in diesem Artikel leider nicht ausführlich genug eingegangen wird: Bandera hatte genau die Parolen, die der Rechte Sektor jetzt gegen russischstämmige Ukrainer einsetzt: Ukraine nur für Ukrainer!
    Er hat grausame Massaker an Polen in der Ukraine verübt. Ganze Dörfer niedergebrannt und alle ermordet. Leute gezwungen ihre eigenen, polnisch stämmigen, Familienmitglieder zu ermorden etc.
    DIESER Nationalismus ist das gefährliche und das, was heute in der Ukraine die Auseinandersetzungen verursacht.

    Die Kooperation mit den Nazis war „nur“ eine „zufällige“ wechselseitige Überschneidung von Interessen.

    (Gibt einen Dokumfilm darüber von einem polnischen Filmemacher mit Zeitzeugenaussagen)

    • Diesen Bandera kenne ich nicht wirklich, aber wenn Sie es schreiben, nehme ich mal an, dass es so war.

      Dieser von Ihnen geschilderte Nationalismus ist offensichtlich eine Form von Gruppenegozentrik, welche alle ethischen und gesellschaftlichen Grundsätze nieder zu reißen gewillt ist, um sich selbst Vorteile zu verschaffen.

      Erinnert stark an die Postulate im Talmut, dem Umgang der Juden mit den Palästinensern sowie dem Umgang Obamas mit Zivilisten in Pakistan, Stichwort Drohnenmord und Guantanamo.

      • Auch die Morde dieses Bandera möchte ich im historischen Kontext betrachten.

        Hier vermute ich, dass der Haß der Ukrainer ebenfalls nicht von ungefähr kam -ohne ihn damit irgendwie entschuldigen oder verharmlosen zu wollen-, sondern einen kausalen Zusammenhang mit den Progromen sowie der ethnischen Säuberung durch Polen ca. 1938-39 in den von Polen besetzten Gebieten hat.

        Polen war zu jener Zeit das, was man heute einen rassistischen Schurkenstaat nannte. Öffentlich verkündet wollten die Polen dortige Gebieten u.A. „deutschfrei“ machen und dies traf nicht nur Deutsche Zivilisten, auch Ukrainer und Juden.

        Haß und Gegenhaß.

        Es war eine furchtbare Zeit.

        • Abschließend noch ein Wort zu den heutigen „Nazis“ in der Ukraine.

          Man möchte meinen, dass wieder ein ähnliches Spiel wie damals läuft – aufhetzen.

          Es werden Radikale aktiviert, unterstützt und an die Spitze gebracht, um die Situation eskalieren zu lassen.

          Über die Abträglichkeit solcher Gruppierungen bzgl. eines friedlichen Zusammenlebens der Menschen brauchen wir wohl nicht zu diskutieren – die tatsächliche Gefahr geht m.A.n. von denen aus, welche diese benutzen.

          Man braucht temporär diese Radikalen, um sie gegen Rußland zu instrumentalisieren. Vielleicht benutzte man damals die NSDAP ebenso, was die zahlreichen Lieferungen aus Übersee erklärt.

          • „die tatsächliche Gefahr geht m.A.n. von denen aus, welche diese benutzen.“

            Das sehe ich auch so. Kommt jetzt noch hinzu „Revelations on the Krasnoarmeysk killing“, wo klar erkannt wurde, dass Oligarch Igor Kolomoisky (auch Pass Israels!) hinter den Söldnern in Krasnoarmeysk steht, die einen Zivilisten gezielt erschossen und zusammen mit dem rechten Sektor agierten – also Männer eines sogenannten Juden zusammen mit Faschisten. Man sehe dazu unter „Kiew verstärkt militärische Operationen in der Ost-Ukraine / LIVE-UPDATES“ von Friday, May 16.
            Oder „Zugespielt! Ein ukrainischer Oligarch könnte hinter fast fünfzig Todesfällen in Odessa gewesen sein.“- wieder Kolomoisky!

            -> Somit werden die benutzt! Das sollten allen Neonazis…

          • “die tatsächliche Gefahr geht m.A.n. von denen aus, welche diese benutzen.”

            … Das sollten allen Neonazis klar werden!

            Es sollte oder muss eben diese Geschichte auch betreffs wer hat Hitler nach oben gebracht genau erforscht bzw, offen gelegt werden! Dann würden vielleicht auch Neonazis endlich erkennen, dass nur verarscht und missbraucht wurde. Hitler zugleich ein großer Lügner gegenüber den eigenen Leuten, zusätzlich zu den Verbrechen?!
            Es muss doch einen Weg geben, das auch in Deutschland ganz normal national gesinnte Leute nicht laufend von diesem Gedankengut plus bis zu V-Leuten unterwandert werden. Dann können Nationale bis zu Linken sich endlich wieder auf Wesentliches konzentrieren!

  5. @ Richard:
    Es stimmt, die größte Gefahr geht von denen aus, die diese Gruppen aufbauen und vor Strafverfolgung schützen sowie instrumentalisieren.

    Mit handfesten Beweisen in diese Richtung wird es aber schwer. (Bis auf das Nuland Telefonat)
    Trotzdem will ich die Menschen die sich so einer Ideologie anschließen und sich zu solchen Taten motivieren lassen, nicht aus der Verantwortung entlassen.

    • Nein, das will ich auch nicht.

      Jeder Mensch, hier wie dort sollte vielmehr analysieren, wie ein friedliches Zusammenleben der Menschen im gegenseitigen Respekt realisiert werden kann.

      Deshalb ist mein Vorschlag auch, dass man sich gemeinsam darauf einigt, die Ukraine zu einem Block-politischem Niemandsland zu erklären, aus dem sich Nato und Rußland weitgehends raushalten, bzw. wirtschaftlich nur zu gleichen Teilen Einfluß nehmen.

      Rußland gibt die Krim als Zeichen des Respekts gegenüber dem Völkerrecht zurück, der Vertrag bzgl. der Schwarzmeerflotte bleibt wie er ist. Timoschenko verläßt das Land, Klitschko dito. Die Russen in der Ukraine wahren die territoriale Integrität der Ukraine und man versöhnt sich.

Webmentions

  • Welche Strategie steckt hinter den Panama-Papers? | Caro im Chaos 15. Mai 2014

    […] im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis gegen die Sowjetunion. Hierzu kann man auf NeoPresse „Die ukrainischen Rollkommando der Nazis“ vom 15.05.2014 lesen: „Stepan Bandera (1909-1959) entstammte einer religiösen Familie. Sein […]