in Politik

Die Grundrente kommt. Nun wird die GroKo beschließen, das Konzept der SPD anzunehmen, wonach auch keine Bedürftigkeitsprüfung mehr erfolgt. Wer anspruchsberechtigt ist, bekommt die „Grundrente“ auch ohne, dass andere Vermögens- oder Einkommensbestandteile hinzugezogen werden. Die Rechnung jedoch hat die SPD und mit ihr gleich die GroKo ohne einen großen Teil der Gesellschaft gemacht. Die GroKo selbst sieht zwar 2 Millionen Menschen „profitieren“. Allerdings gibt es zahlreiche Fallen.

35 Jahre Einzahlung erforderlich

Den Genuss der Zahlung wird allerdings nur verbuchen, wer 35 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat – oder länger. Dies jedoch haben viele Menschen nicht, die ganz banal gebrochene Erwerbsbiographien haben, weil sie selbstständig gewesen sind, weil sie zur falschen Zeit Kinder bekommen und großgezogen haben, weil sie arbeitslos waren, dies aber nicht anmeldeten oder weil sie zwischenzeitlich im Ausland lebten. Manche haben nur 30 Jahre, 31 oder 34 Jahre eingezahlt. All diese Menschen werden von der neuen Grundrente nichts haben. Schon dies ist ein Systemfehler.

Der zweite Systemfehler besteht auch in der Höhe der Grundrente. Hier rechnen die Bürokraten des Arbeitsministeriums von Hubertus Heil mit 961 Euro. Wer von 961 Euro dann allerdings Miete und Nebenkosten finanzieren muss, wird in der Regel nicht besser leben als etwa durchschnittliche Hartz-IV-Bezieher. Die Mobilität wird dank der Klimaschutzprogramme der Regierung und dank der Steuererhöhungen, die damit einhergehen, teurer. Die Mieten steigen wegen der anziehenden Nebenkosten für die energetische Sanierung und vor allem wegen der niedrigen Zinsen, die sowohl diese wie auch die anderen EU-Regierungen verantworten – und dies seit Jahren.

Zudem sinkt die reale Kaufkraft des Euro Jahr für Jahr. Ziel der Europäischen Zentralbank EZB ist eine offizielle Inflationsrate von 2 %. Die jüngsten Beschlüsse der US-Zentralbank deuten darauf, dass es auch bei uns in der Euro-Zone bald wieder Zinssenkungen geben wird. Und dies wiederum erhöht die Inflationsgefahr. All diese auch sozialdemokratischen Folgen kennt die Konzeption der Grundrente nicht. Zudem werden die Sparer weiter enteignet, wie wir hier zeigen. 

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Kommentar

  1. Wenn ich das lese, kommen mir die Tränen. Ich bin 44 Jahre selbstständig gewesen und habe 22 Jahre in die Rente einbezahlt. Ich habe als Selbstständiger Bauträger viel für das Bruttovermögen in Deutschland geschaffen. Der Staat partizipiert heute noch von meinem Fleiss und kassiert Steuern von Mieteinnahmen und dass Leute ein Dach über den Kopf haben. Nicht nur das, ich habe darüber hinaus auch Geschäftshäuser gebaut und habe alles durch windige Geschäftsleute, unseriöse Banken und durch zweifelhafte Gerichtsurteile verloren. Ich lebe als früherer Unternehmer mit 470,–€ Rente. Danke Deutschland mit Ihrem Justizsystem.

  2. Es ist mehr als beschämend, wie man mit diesem Thema vor dem Hintergrund einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft umgeht. Die vom Volk gewählten Vertreter und all die fürstlich entlohnten Spitzen der Verwaltung rechnen nur für ihre eigene Versorgung. Wie steht es mit den Grundrenten für Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, keine 35 Jahre zusammen bekommen ? Oder all denen, die man im Laufe der Zeit ins Land geworben hat ? Die stehen dann vor den Türen der ohnehin kostspieligen Sozialämter ? Menschen 4. Klasse ? Ich plädiere daher für eine bedingungslose Grundrent für jeden Menschen.