in Politik

Wer heute in kleinere Läden geht, wird anders als noch vor dem Jahresende am Ende des Einkaufs in der Regel ungefragt einen Bon erhalten. Damit wollte die SPD innerhalb der GroKo sicherstellen, dass es keine Steuerhinterziehung (mehr?) geben würde. Die Pläne und das schon umgesetzte Vorhaben werden bis jetzt noch verteidigt. Das Unverständnis vor Ort ob der Papierflut und der vermuteten Umweltschädlichkeit des Vorgangs ist vergleichsweise groß. Nun stellt sich ggf. heraus: Die SPD könnte über eine Firma von der selbst eingeführten Bonpflicht profitieren.

SPD: Kassieren

Der Chef der Jungen Liberalen in Vorpommern-Greifswald trat mit einem Tweet auf Twitter eine Diskussion los. „Wie unglaublich groß der Aufschrei wäre, wenn die (…)FDP) eine Holding mit fast 50 % Anteilen an einem Hersteller für Kassenbondruckmaschinen hätte“ und wie die SPD für die Pflicht zum Ausdruck des Bons gekämpft hätte.

Zeitgleich zeigen sich Beobachter irritiert (wie hier der „Nordkurier.de“), dass die Aufmerksamkeit in den Medien begrenzt bliebe. Die SPD muss sich deshalb dem Vorwurf aussetzen, auch noch die Medien zu kontrollieren. Schließlich gehört die „Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft“ der Partei, die auf diesem Wege Zugriff auf zahlreiche Medien hat.

Das nun betroffene Unternehmen für Kassensysteme heißt „LocaFox“. Dieses Unternehmen soll in den zurückliegenden Jahren Millionen-Verluste produziert haben. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag, eine alarmierende Verlustposition in der Bilanz, würde 1,3 Millionen Euro ausweisen. Damit macht sich das Unternehmen verdächtig: Die Bonpflicht, die nun die kleinen Händler trifft, deren Kassensysteme oftmals veraltet waren oder sind, würde ein mögliches „willkommenes Konjunkturprogramm“ für das Unternehmen sein.

Die SPD ließ sich bei der Umsetzung dieses Vorhabens zuletzt noch nicht einmal von einem schriftlichen Wunsch des Wirtschaftsministers Altmaier abbringen. Nun strickt die Partei auch damit ihre eigene – hier ziemlich traurige – Legende. Der Zersetzungsprozess der Wirtschaft insgesamt setzt sich fort. Lesen Sie hier mehr dazu.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Leider haben wir bei unseren Bon-Nachkontrollen schon sehr viele Preisfehler zu unseren Lasten entdeckt. Aus diesem Grund möchten wir in jedem Fall den Bon, im Supermarkt, beim Kauf von vielen Artikeln. Wenn nur einige Artikel gekauft werden könnte man verzichten. Aber wo wäre beim einzelnen die sofort überschaubare Menge.

    • Im Supermarkt bekommt man doch schon immer einen Bon. Meist wird man gefragt, ob man ihn haben möchte. Ausgedruckt wird er jedoch immer – jedenfalls in unserer Gegend – und wenn man ihn nicht will, vom Kassierer in den Abfalleimer entsorgt. Wieso man eine Zettelflut wegen 5 Brötchen benötigt, entzieht sich meiner Kenntnis. Fast alle Betriebe arbeiten ehrlich und die, welche es nicht tun, werden es auch in Zukunft zu verhindern wissen.
      Nachdem der SPD die Wähler weglaufen, versucht sie halt irgendwie anders Geld zu verdienen. Immerhin bekommen die Parteien auch jede Menge Steuerzuschuss für ihr das eingenommene Geld. Wenn eine Firma mit sehr hoher SPD-Beteiligung also Miese schreibt, ist es doch logisch, dass versucht wird, dies zu ändern.

  2. Wie heißt es so schön, einer gewinnt immer! Die kleinen Gewerbetreibenden haben das nachsehen. Sie müssen die teueren Registrierkassen kaufen und bezahlen. Ob sich die Anschaffung sich rechnet, zeigt lediglich deren Umsätze. So bringt man eine ganze Zunft zum Aufgeben, sie das Beispiel Landwirtschaft es zeigt. Die Allgemeinheit stört sich lediglich an unaufgeräumte Felder und Wiesen. Sie sollten sich einmal die Frage stellen, warum unsere Städte teilweise verschlammen.

  3. Aber aber liebe Leute, wer wird denn das jetzt so dramatisch sehen. Gönnen wir doch diesen Politschranzen und Prasiten an uns einfachen Leuten diese Freude.
    Es kommt nur darauf an, wie man sie ihnen serviert. Lasst Euch Bons geben, noch und nöcher, es können nicht viel genug sein. Sammelt sie alle gewissenhaft, schickt sie an die Finanzämter und fordert sie auf, gefälligst jeden einzelnen Bons zu überprüfen. Wir wollen doch nicht dass irgendwelche Steuern hinterzogen werden, nicht wahr? Sollten unsere werten Beamten maulen, verweist sie auf die Legislative und gebt ihnen die Empfehlung, die Bons an die SPD weiter zu leiten.

Webmentions

  • Die neue Bonpflicht: Kassiert eine SPD-Firma mit? – Die Welt 13. Januar 2020

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