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Die Grundsteuer in Deutschland: Der heimliche Steuerhebel

Die SPD und die Union verkündeten kurz vor der Sommerpause, die Finanzen seien in Ordnung. Die Steuerkasse quillt über, die schwarze Null steht. Und so weiter in der wirtschaftlichen Propagandashow. Denn die niedrigen Defizite, so sie in den kommenden Jahren überhaupt auftreten – in der offiziellen Version – sind auf die niedrigen Zinsen zurückzuführen. Die niedrigen Zinsen ermöglichen es Deutschland, ohne jeden Aufwand Schulden aufzunehmen und die Zinslast auf ein absolutes Rekordniveau zu senken. Dabei ist jedoch außer Acht gelassen, dass Normalzinsen den Haushalt sprengen würden. Die normale Zinslast liegt viele Milliarden über dem aktuellen Niveau. Dafür benötigt Deutschland allerdings Geld. Und das zahlen wir alle.

Grundsteuer-Erhöhung kommt

Sorge getragen ist für den Fall bereits. Die Immobilien“blase“ in Deutschland in den vergangenen Jahren hat den Blick auf die Grundsteuer gelenkt. Justiz und in der Folge auch die Politik haben hier jetzt entschieden, dass die Grundsteuer steigen wird. Für viele Besitzer bzw. Eigentümer. Das sei verfassungsrechtlich geboten – nach Jahrzehnten ist die Kombination Politik/Justiz auf diese Erkenntnis gekommen.

Der Vorsitzende eines „Zentralen Immobilien Ausschusses“ (ZIA) hat in den vergangenen Wochen bereits Alarm geschlagen. Der sieht eine mögliche „Verzehnfachung“ der Steuer. Sofern der Staat seine Hebesätze nicht senkt und die „Steuermesszahlen“ nicht anpasst jedenfalls. Denn mit den bisherigen Hebeln wird die Gesamtlast massiv steigen. Nur spricht darüber niemand. Aus gutem Grund.

Auslöser war formal ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem April. Dabei hat es dem Gesetzgeber überantwortet, Anfang 2022 die Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer auf neue Füße zu stellen. Die bisherigen Regelungen sind in den 60er Jahren aufgestellt worden und also 50 Jahre alt.

Der Gesetzgeber muss demnach „Bodenwerte“ sowie die „Gebäudewerte“ neu festlegen, um keine neue höhere Besteuerung zu veranlassen, sondern vielmehr eine andere Verteilung zu organisieren. Dummerweise jedoch wird es bis zu 10 Jahre Zeit erfordern, bis die Änderungen dann greifen. Bis sie in den Behörden und deren Messstellen umgesetzt sind.

Und das kostet Geld. Ihr Geld. Wenn nicht ein Wunder geschieht, wird die Grundsteuer die Belastung erheblich erhöhen. Und zwar in den kommenden Jahren, spätestens aber ab dem Jahr 2022. Dies zahlen sowohl Immobilieneigentümer wie auch Mieter, die von der Last der Vermieter betroffen sind. Noch spricht niemand darüber, aber es geht um eine fundamentale Enteignung, die heimlich, still und leise daherkommt.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. 10fache Erhöhung?? Das heißt dann für Mieter mindestens 50.-Euro mehr pro Monat, bei schätzungsweise einer 2 Zimmer Wohnung!
    Dies wäre dann eine Mieterhöhung von ca.10% je nach größe der wohnung! Da sollten sich dann Niedriglöhner, gleich mal 1-2 Nebenjobs besorgen!! LOL!!

    • Sie müssen nicht alles glauben, was Sie lesen. Eine Verzehnfachung wird nicht die Regel, sondern die seltene Ausnahme sein. Betroffen sind alte Häuser in erstklassigen Lagen, die heute unverschämt wenig Grundsteuer zahlen müssen, da sie immer noch nach alte Meßzahlen eingestuft sind. Solche Immobilien sind Vielmillionenobjekte und zahlen weniger als ein durchschnittlicher Eigenheimbesitzer.
      Ich habe selbst in einem Dorf bei Hannover für mein Reihenhaus 40 DM im Jahr bezahlt, später dann für ein neueres Haus in 7 km Entfernung 900 Euro. Es gibt da keine Gerechtigkeit.

  2. Ja da kommt noch was auf uns zu. Besonders die Besitzer in Grosstädten wird es treffen, weil hier der Wert um einiges mehr zugelegt hat in den letzten 50 Jahren als die Häuser in der Pampa. Ich selbst habe ein Haus in der Pampa nahe einer Kleinstadt und zahle bisher 60 Euro Grundsteuer im Jahr. Eine Verzehnfachung wäre demnach 600 Euro, was für mich aber finanziell stemmbar ist. Natürlich steigen überall die Kosten. Die gierigen mafiösen Rundfunkanstalten wollen auch wieder mehr für ihr Monstermafiaunternehmen. Mit JEFTA wird demnächst auch die Wasserversorgung in Deutschland privatisiert – Wasserpreise werden wahrscheinlich ins Unermessliche steigen und die Qualität des Trinkwassers wird leiden….

    • EURE Geliebte hat es wohl an ,, NESTLE “ verscherbelt, dieser Traue ich alle Schlechtigkeiten der Welt zu, Bin gespannt wie oft ihr SIE noch wählt bis euch ein Licht auf geht.

  3. Die Reform der Grundsteuer ist schon lange überfällig. Das Bundesverfassungsgericht hat vor etlichen Jahren geurteilt, daß eine Reform erfolgen muß, aber Merkel hat sich in gewohnter Weise darüber hinweggesetzt. Zwei Jahre nach Ablauf der Frist wurde erneut geklagt, und wieder hat das Gericht ein gleichlautendes Urteil gefällt.
    Es wird jetzt nicht wegen des Urteils eine Reform geben, denn die Mißachtung des Verfassungsgerichts und des GG ist längst in Deutschland systemimmanent, die Reform wird kommen wegen des nun beträchtlichen Finanzbedarfs für die Noch-nicht-so-lange-hier-Lebenden.

  4. „Es hat niemand vor, eine Mauer zu errichten “ dies ist ein Zitat ,(von Walter Ulbricht) was der „älteren Generation“ noch geläufig sein sollte ,trifft auch für (BRDDR) zu !! goggle „Vera Lengsfeld “ !! das neue Motto lautet „wir nehmen den „Deutschen alles “ um unsere Goldstücke “ zu bereichern !!! Deutsche wacht endlich auf !!!!!!!!!!!!!!!

    • Ach was. Es geht doch nicht um die Bereicherung der „Goldstücke“. Die gehen der Politik genauso am Arsch vorbei wie die Einheimischen. Sie sind nur Mittel zum Zweck, Deutschland zu vernichten für immer, vornehm ausgedrückt, um Deutschland zu verändern, und die Deutschen als solche auszuradieren. Es geht um den Bevölkerungsaustausch, um den Autogenozid, und da sind die Goldstücke nur das Werkzeug, nicht mehr.

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  • Die Grundsteuer in Deutschland: Der heimliche Steuerhebel – Die Welt 31. Juli 2018

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