Die grüne Realität: Ramadan gehört laut Volker Beck zu unserem „Brauchtum“

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Der grüne Politiker Volker Beck hat der „Welt“ seine Meinung mitgeteilt. Nachdem vor Jahren der damalige Bundespräsident Wulff die Welt wissen ließ, der Islam gehöre zu Deutschland, machte Volker Beck daraus noch eine Schlinge mehr: Der Ramadan gehöre zum „Brauchtum“. Eine sehr eigenwillige Beschreibung, meinen Kritiker.

Volker Beck verwechselt etwas

Der Grünen-Politiker beruft sich auf die Religionsfreiheit in Deutschland und meint damit, dass alle die selben Freiheiten haben müssten. Nicht-Gläubige wie Gläubige und die wiederum bezogen auf die Regelungen ihrer Gemeinschaften. Das ist eine relativ banale Wahrheit. Sie ist letztlich nur beschreibend und bezieht sich auf das, was ohnehin festgeschrieben ist.

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Die CSU und deren Innenminister Seehofer forderten eine Besinnung auf christliche Werte, die Beck wiederum so nicht akzeptieren kann. Er meint, Religionspolitik, die Freiheitspolitik sein müsse, sollte nicht instrumentalisiert werden. Er stellt darauf ab, dies würde die Gesellschaft neu einen. Genau dies ist offensichtlich eine relativ ideologische Sicht der Dinge. Es ist offensichtlich, dass die Freiheit der Religion unter Bezugnahme auf das Grundgesetz gewährleistet werden muss. Dennoch: Die gesellschaftliche Identität bezieht sich in Deutschland und auch sonst faktisch nirgends aus dem Stolz oder dergleichen auf eine liberale Religionsausübung, sondern aus näheren jeweils individuellen Gruppierungen. Aus der Familie, dem Sportverein, der Partei oder der Religionsgemeinschaft etwa.

Die Gruppen-Zugehörigkeit stiftet eine eigene Identität. Schon die Zugehörigkeit zu einer Nation ist in der Regel zu abstrakt, um sie täglich wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Wenn also Volker Beck fordert, die Liberalität sei identitätsstiftend und so etwas wie eine große Chance, dann ist dies schlicht falsch. Die Gruppierungen selbst sind wohl oder übel über das Grundgesetz und seinen Geltungsbereich, das Land eben, miteinander verbunden. Institutionell. Daraus eine weitergehende Forderung zu entwickeln, ist absurd. Seehofer dürfte mit der Rückbesinnung auf sein Klientel und deren Gruppe sowie deren Geschichte, das Christentum, emotional richtiger liegen. Weit richtiger.

Der Ramadan ist kein deutsches Brauchtum, sondern ein islamisches. Auch in Deutschland. Das aber macht diesen Brauch nicht „deutscher“.

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