in Politik

Der in Großbritannien lebende russische Querdenker Wladimir Bukowski ist der Ansicht, dass die EU-Kommission immer mehr dem autoritären System der Sowjetunion ähnele: Die EU-Kommission sei ein nicht gewähltes Organ, das Politik mache.

Das einzige, gewählte EU-Organ sei das Parlament, das jedoch wiederum kaum wichtige Entscheidungsbefugnisse habe, sagte Bukowski in einem Gespräch mit „Tichys Einblick“. Die EU-Architektur sei darauf ausgelegt, an der Demokratie vorbeizugehen, denn mehrmals hätten Leute in verschiedenen Ländern gegen eine weitere Integration in der Europäischen Union gestimmt – jedoch vergeblich.

Wie repressiv die EU ist, sieht man am Vorgehen gegen Großbritannien, Ungarn oder Polen. Aufstände gegen ein Regime, das die Maxime der EU-Kommission vertritt, werden mit Gewalt niedergeschlagen, wie derzeit in Frankreich (Gelbwestenproteste) zu sehen.

Die aktuelle „grüne“ Bewegung in Europa habe die „Neigung, das Leben der anderen zu kontrollieren, ihre persönlichen Freiheiten zu beschränken und ihnen ihre Meinung aufzuzwingen.“ Politische Korrektheit werde immer mehr zum Maß der Dinge. Political correctness begann im Westen jedoch bereits in den 80er Jahren. Während man im Osten begann, seine persönlichen Freiheiten wiederzuerlangen, habe der Westen begonnen, seine Freiheiten zu verlieren – ganz freiwillig und von sich aus, so Bukowski.

Bukowski, der in Cambridge lebt, sieht auch in den wissenschaftlichen Fachbereichen das Prinzip der Wissenschaft der offenen Ergebnisse verlorengehen. Die Akademische Freiheit gebe es nicht mehr. Bestimmte Annahmen dürften in der Öffentlichkeit gar nicht mehr getroffen werden – sonst sei es aus mit der Karriere, stellt Bukowski fest. Das verändere längst auch den wissenschaftlichen Diskurs.

Wladmir Bukowski verbrachte zwölf Jahre in sowjetischen Gefängnissen und Straflagern. In den 1960er und 1970er-Jahren wurde er zu einem der bekanntesten Aktivisten in der Sowjetunion:  Tausende Bücher wurden unter der Hand und von Freund zu Freund weitergereicht. Autoren wie Alexander Solschenizyn wurden damals prominent, wenngleich keines seiner Werke jemals in der Sowjetunion erschienen ist.

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  1. Er hat es vornehm ausgedrückt.
    Die Kommission erinnert nicht ans Poltibüro, sie IST es.
    Absolut diktatorisch agierend, von NIEMAND gewählt, nicht absetzbar.

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