Die Eroberung Europas durch die USA

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„Greift Russland an? Steht „der Iwan“ vor der Tür?“ Mit diesen rhetorischen Fragen beginnt Wolfgang Bittner sein neues Buch „Die Eroberung Europas durch die USA – Zur Krise in der Ukraine„. Pointiert äußert sich der Schriftsteller, ehemalige ZEIT-Journalist und Ex-Rundfunkrat Beisitzer über die Krise in der Ukraine. Doch seiner Ansicht nach ist das nicht nur ein geopolitischer Konflikt sondern auch eine Blamage der Westmedien.

Konkret äußert er sich in einem Interview mit Telepolis:

„Mir geht es hier aber vor allem um die mediale Eroberung Westeuropas durch die erschreckend einseitige und verzerrende Berichterstattung in den deutschen Mainstream-Medien und um die wirtschaftliche Okkupation. „

Er verfasst Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder und war als freier Mitarbeiter für zahlreiche Printmedien (u.a. Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Neue Zürcher Zeitung), den Hörfunk und das Fernsehen tätig. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und er erhielt mehrere Literaturpreise.

Von 1996 bis 1998 wurde er in den WDR-Rundfunkrat berufen. Er übernahm Lehrtätigkeiten im In- und Ausland, darunter in den Jahren 2004, 2005 und 2006 Gastprofessuren in Polen. Als Bildender Künstler hat Bittner seit 1977 seine Arbeiten (Eisenplastiken, Malerei usw.) in mehreren Ausstellungen präsentiert.

Ende 2014 äußerte Bittner massive Kritik am außenpolitischen Vorgehen der USA und Deutschlands am Beispiel der Krise in der Ukraine. Dabei kritisierte Bittner die Berichterstattung deutscher Leitmedien, die die Beteiligung von Neonazis an der neuen Regierung kaum problematisiere und stattdessen Russlands Präsident Wladimir Putin dämonisiere. Speziell bezeichnete Bittner Tagesthemen-Moderator Thomas Roth als „unsäglich“ und die WDR-Korrespondentin Golineh Atai als „voreingenommen“

Sein Buch behandelt die Ukraine-Krise außerordentlich gut. Distanziert und mit dem nötigen Auge für angewandte Geopolitik tritt er nicht als allgemeiner Welterklärer auf sondern zeigt einen Einblick in die westliche Welt unter Betrachtung der Ukraine-Krise. Dazu schreibt er in seinem Buch:

„Was nicht [im Westen] thematisiert wird: Der seit langem vom US-amerikanischen Geheimdienst geplante und finanzierte »Regime Change« in der Ukraine. Die USA investierten mehr als 5 Mrd. US-Dollar in den Sturz der legitimen Regierung der Ukraine und machten gezielt ihren Günstling Arsenji Jazenjuk zum Ministerpräsident.“