Die dümmsten Kälber wählen sich ihre Metzger selber… Merz vor Mehrheit

Die dümmsten Kälber, heißt es in einem weithin bekannten Spruch, wählten sich ihre Metzger selber. Dies dürfte in Deutschland auf eine Mehrheit zutreffen, meinen Beobachter, die sich wundern, wie beliebt Friedrich Merz als Nachfolger von Angela Merkel sein scheint oder schiene. Der Kandidat ist wie oft beschrieben Vertreter eines marktradikalen Flügels und vor allem auch Interessenvertreter des größten Vermögensverwalters der Welt. Er ist zudem eigenem Bekunden nach überzeugter „Atlantiker“. Wenn wir also die Zustimmung zu Merz als Redaktion anprangern, geben wir die Überparteilichkeit auf? Mitnichten. Wir wundern uns lediglich, dass Angela Merkel wegen all dieser Mängel einen schlechten Ruf hat, Friedrich Merz allerdings so beliebt ist.

Emnid: 38 %

38 % der Menschen würden einer in der „Bild“ veröffentlichten Umfrage nach Friedrich Merz wählen. 27 % geben ihre Umfrage-Zustimmung der Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer. 13 % votieren für Jens Spahn. Wer ohnehin für die CDU stimmt, wird demnach zu 44 % Friedrich Merz wählen und zu 39 % Annegret Kramp-Karrenbauer. Jens Spahn erhielte dort lediglich 9 %.

68 % der Menschen insgesamt bedauern den Schritt von Angela Merkel, den Parteivorsitz niederzulegen, nicht. Unions-Anhängern bedauern indes zu 54 % den Rückzug sehr wohl, 46 % nicht.

Dabei würde Friedrich Merz als „Atlantiker“ sicher die EU und die Verbindung zur USA genauso leidenschaftlich verteidigen wie Angela Merkel. Er würde die Privatisierung der Rente vorantreiben. Er würde die hohen Mieten mit allenfalls denselben Mitteln angehen. Und er würde den Arbeitsmarkt liberalisieren. Wer all dies möchte, kann Friedrich Merz zustimmen. Nur: Wer wollte dann noch Angela Merkel überhaupt loswerden? Die Kanzlerin steht für all diese Vorhaben exakt genauso, nur scheint sie in der Kommunikation über diese Ziele nicht mehr hinreichend Zustimmung zu erhalten.

2 Kommentare zu "Die dümmsten Kälber wählen sich ihre Metzger selber… Merz vor Mehrheit"

  1. Egal wer auch immer, aber haben wir noch eine andere Option?
    Jeder dieser Kandidaten, will nur das Beste. Und das ist das Geld!

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