in Politik

Der DFB und Vereine der „Deutschen Fussball-Bundesliga“ arbeiten derzeit daran, sich vehement gegen Beleidigungen und vermeintliche Diskriminierungen zu schützen. Banner in den Kurven gegen den Mäzen „Dietmar Hopp“ wurden in einem Spiel zum Anlass genommen, das Spielfeld temporär zu verlassen. Insgesamt würde die Branche nun massiver gegen Fans vorgehen, die sich diesbezüglich gegen Dietmar Hopp wenden würden, heißt es. Die Versuche der Verbands- und Vereinsfunktionäre waren von Journalisten, die nicht der Gruppe der – wie es teils heißt – „Leichtgewichte“ der Sportjournalisten angehören, schnell regelrecht entlarvt worden: Ein laues, fast schon verlogenes Lüftchen.

Proteste richten sich gegen „Viele“

So wird beispielsweise der Torhüter des FC Bayern München, Manuel Neuer, oftmals als „Hurensohn“ beschimpft. Letztmals im DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München. Hier jedoch liegen nach Meinung von Vertretern des FC Schalke 04 andere Sachverhalte vor. Dies seien sozusagen spontane Äußerungen und keine Kampagne.

Juristen, die sich etwa im täglichen Leben mit Beleidigungen und Diskriminierungen beschäftigen, dürften diese Unterscheidung wiederum kaum kennen. Die „Kampagnen“, die der Profifussball hier ausmacht, sind offensichtlich eher Konstruktionen, um ganze Gruppierungen zu kriminalisieren, so die Kritik.

In früheren Jahren ist auch der bundesweit gleichermaßen beliebte wie unbeliebte Manager des FC Bayern München, Uli Hoeness, teils massiv beleidigt worden. Harte Maßnahmen, wie sie plötzlich durchgesetzt werden sollen, sind aus dieser Zeit nicht bekannt. Rassistische Äußerungen von den Rängen, seltsame Laute etc. – all diese Vergehen werden nicht verfolgt. Ausgerechnet die Beleidigung eines Mäzens und Milliardärs, Dietmar Hopp, wird hier zum Anlass, drakonische Strafen anzudrohen. Kritiker vermuten hinter dieser offensichtlich stark verkürzten Weltsicht eher Ablenkungsmanöver. Der Fussball-Kommerz hat schon längst Dimensionen angenommen, die mit dem einstigen Volkssport nicht viel zu tun haben. Die erste größere Fussball-WM von Fussball-„Vereinen“, aus Deutschland werden Kapitalgesellschaften wie Borussia Dortmund (evtl.) erwartet, findet 2021 in China statt.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Seit Jahren wird mein Interesse weniger diesen Sport noch anzusehen. Nur noch Kommerz wo die Scheichs und Oligarchen mit ihren realitätsfremden Summen den Transfermarkt, Gehälter, Spielerberater usw. überfluten. Die Spieler haben sich dadurch natürlich auch verändert – Abgehobene übertriebene Selbstdarsteller !
    Es gibt noch andere Sportarten für mich, wo man keine Probleme hat mit Zuschauern die irgendwelche rassistische, proletenhafte Verhaltensweisen an den Tag legen.
    Freue mich auf den Tag wo mich nicht Mal die Ergebnisse interessieren werden..

  2. Sport ist, wenn man’s selber macht!

    Der organisierte Sport ist nicht Selbstzweck. Dort bestimmen Fremdinteressen wie Vereinsmeierei oder/und Geschäftemacherei. Das spricht den dem Sport angedichteten Werten Hohn.

    Man denke nur an die Heranführung junger Menschen an Alkohol oder an Doping durch skrupellose Trainer, Betreuer, Ärzte und Funktionäre. Wie oft habe ich Trainer sagen hören: „Jungs, wenn ihr gewinnt, gibt’s nen Kasten Bier!“ Oder wie mir ein bekannter westdeutscher Welt- und Europameister zum Thema Anabolika sagte: „Ich fress‘ das Zeug und wenn ich ausseh‘ wie ein Schwein!“

Webmentions

  • DFB und Fussball-Funktionäre: Blamage? – Die Welt 11. März 2020

    […] Der DFB und Vereine der „Deutschen Fussball-Bundesliga“ arbeiten derzeit daran, sich vehement gegen Beleidigungen und vermeintliche Diskriminierungen zu schützen. Banner in den Kurven gegen den Mäzen „Dietmar Hopp“ wurden in einem Spiel zum Anlass genommen, das Spielfeld temporär zu verlassen. Insgesamt würde die Branche nun massiver gegen Fans vorgehen, die sich diesbezüglich gegen Dietmar Hopp […] Source link […]