in D/A/CH

Deutschland ist seit Jahren in der Außenverteidigung der eigenen Interessen aktiv. So in etwa hatte es einst Scharping formuliert, als er noch Bundesverteidigungsminister war. Die deutschen Interessen müssten bereits am Hindukusch verteidigt werden. Auch sein Parteikollege Struck war dieser Auffassung. Die SPD hatte vor Jahren ihre außenpolitische Friedensstrategie aufgegeben. Nun zeigt sich: Zumindest die Soldaten vor Ort sind offenbar frustriert. Es geht nicht voran. Nicht vorwärts, nicht rückwärts. Warum sitzt Deutschland noch vor Ort?

SPD-Wehrbeauftragter gibt unzufriedenen Ton weiter

Dabei hat der Wehrbeauftragte der SPD, Hans-Peter Bartels, ein kleines Fazit nach immerhin 17 Jahren Präsenz der Bundeswehr vor Ort gezogen. Die Soldaten seien frustriert, so erwähnte er gegenüber der „Funke-Mediengruppe“. Einige aus der Truppe würden sich „die Sinnfrage“ stellen. Es würde eine „elend stabile Routine“ an schlechten Nachrichten zur Situation geben.

Immerhin bescheinigt er seinen Soldaten, dass sie „wüssten“, warum die Bundeswehr in Afghanistan aktiv sei. Aus „Solidarität mit den USA“. Hier, so meint diese Redaktion, hat wohl der Zahn der Zeit an den Erinnerungen genagt. Es ging ausdrücklich um die „Verteidigung deutscher Interessen“. Wahrlich weit entfernt von der Heimat und ohne nennenswerte oder veröffentlichte strategische Ziele. Zudem verwiesen damals bereits zahlreiche Historiker auf den Umstand, dass Afghanistan nicht einfach so befriedet werden könne. Das hatten schon die Sowjets versucht und waren daran gescheitert. Die Bundeswehr sitzt nun vor Ort und stellt sich die „Sinnfrage“?

Unglaubwürdig. Denn schon fragt der Vorsitzende des „Verteidigungsausschusses“, auch aus der SPD (Wolfgang Hellmich), an: Möglicherweise bräuchte Deutschland – oder sind die Nato-Verbündeten gemeint, fragen sich Kritiker – eine weitere Afghanistan-Konferenz.

Vielleicht, so Kritiker, finden sich dann ja Sinn und Ziel der Tätigkeit der Bundeswehr vor Ort. Oder wollen wir erneut Solidarität mit den USA demonstrieren?

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Kommentar

  1. Die deutschen Interessen am Hindukusch verteidigen, davon träumte erst der SPDler Scharping und dann sein Parteigenosse Struck. Beide haben auch vom Krieg in Jugoslawien geträumt und der Grüne Fischer hat sogar Auschwitz dafür mit ins Boot geholt. Aber sind es wirklich deutsche Interessen oder sind es die Interessen der Opiumhändler?

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  • Deutschland im Einsatz: Viel Frust in Afghanistan… – . 13. Oktober 2018

    […] Quelle: Deutschland im Einsatz: Viel Frust in Afghanistan… […]