Der Ukraine Konflikt – die Gefahr eines Weltkriegs

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G7-Gipfel und Treffen der Bilderberger

Wenn im Juni 2015 der G7-Gipfel tagt, wird auch der Ukraine-Konflikt auf der Agenda stehen. Die Botschaft dieses Treffens ist recht einfach – medial wird die transatlantische Freundschaft zwischen Obama und Merkel bei strahlendem Sonnenschein inszeniert. Umgeben von einer atemberaubenden Alpenkulisse wirkt die Rede des amerikanischen Präsidenten, der sich volksnahe mit Weißwurst und Weizenbier zeigt, witzig und klischeehaft.

Dem Volk des transatlantischen Wirtschaftsraumes soll damit suggeriert werden, dass niemand dieses Bündnis zerstören kann, schon gar nicht ein kriegslüsterner Präsident einer Regionalmacht. Während die Inszenierung ein voller Erfolg wird, versammeln sich weitere Entscheidungsträger westlicher Demokratien wenige Tage später heimlich in Tirol beim Bilderberger-Treffen, um zukünftige Prozesse unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit zu diskutieren. Und ganz sicher wird es auch um einen Konflikt gehen, der seit dem Regierungswechsel immer weiter außer Kontrolle gerät und die Gefahr eines neuen europäischen Krieges aufkeimen lässt.

Münchner Sicherheitskonferenz und russische Rohstoffbörse

Bereits auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde die neue Bedrohungslage sichtbar. Sogar Meinungsforschung wurde im Vorfeld betrieben, wie auch neue Studien amerikanischer Stiftungen belegen. Dabei drängte sich eine Frage auffällig in den Vordergrund, die drauf abzielte, die Kriegsbereitschaft der transatlantischen Bevölkerung auszutesten. US-Präsident Obama bezeichnete Russland vor einiger Zeit als Regionalmacht und bohrte damit tief in die Wunde der gekränkten, russischen Seele.

Der Kreml startete eine Propaganda-Offensive gegen die westliche Finanzoligarchie und erhielt breiten Zuspruch von der eigenen Bevölkerung. Das Ansehen von Putin wuchs, während die eigene Wirtschaft durch westliche Sanktionen zerbrach und der Rubel auf Talfahrt ging. Sogar der Ölpreis hatte zwischenzeitlich eine Schwelle erreicht, die dem russischen Staat zum Verhängnis wurde und die Staatsreserven schmelzen ließ. Als Putin damals die Rohstoffausbeutung seines Landes unter staatlicher Kontrolle stellte, wurden westliche Energiekonzerne und Investoren vor den Kopf gestoßen.

Die Etablierung einer eigenen Rohstoffbörse in St. Petersburg (SPIMEX) brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Dieser grobe Verstoß gegen die Dollar-Hegemonie des US-Imperiums führte zu einer gezielten Medienkampagne, die Putin an den Pranger stellte. Durch den manipulierten Ölpreis, einer Aufrüstungsspirale und westlichen Sanktionen sollte der Russische Bär in die Knie gezwungen werden.

Regime-Change in der Ukraine

Nach dem Scheitern des Assoziierungsabkommens mit der EU fand ein geplanter Regierungswechsel unter Einwirkung fremder Kräfte in der Ukraine statt. Die genauen Abläufe sind bis heute ungeklärt, jedoch taucht immer wieder die Vermutung auf, dass es sich um einen Putsch unter amerikanischer Einflussnahme handelte. Die Schützen vom Maidan attackierten Demonstranten und Polizisten, was auf eine Geheimdienstoperation hindeutete, die den Sturz des damaligen Präsidenten Wiktor Janukowytsch zur Folge hatte.

Im Nachgang kam eine prowestliche Regierung an die Macht, die sich entschieden gegen Russland positionierte. Der Militärhafen Sewastopol befand sich zu dieser Zeit auf ukrainischem Staatsgebiet und war strategischer Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Nach dem Regierungswechsel in Kiew schickte Russland Soldaten ohne Hoheitsabzeichen auf die Krim und gliederte das Gebiet ohne Blutvergießen durch eine Volksabstimmung in die russische Föderation ein. In den westlichen Medien wurde sofort der Begriff „völkerrechtwidrige Annexion“ verwendet. Putin wurde vorgeworfen, die territoriale Integrität der Ukraine zu verletzen, eine Anerkennung der neuen Staatsgrenze fand vom Westen niemals statt.

Seitdem hat sich der Konflikt in die Ostukraine verlagert, wo prorussische Separatisten gegen das ukrainische Militär kämpfen. Es gibt Hinweise darauf, dass die prorussischen Separatisten von Russland, die prowestlichen Truppen hingegen von den Vereinigten Staaten unterstützt werden. Einberufungsbefehle aus Kiew führen dazu, dass eine ganze Generation heranwachsender Menschen auf einen slawischen Bruderkrieg vorbereitet wird. Die USA entsenden Militärberater und Ausbilder, um die Kampfmoral der Ukrainer zu stärken. Offenbar wird hier ein Stellvertreterkrieg lanciert, der seit Juni wieder neu aufflammt.

Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Zusammenkünfte der westlichen Allianz auf diesen Konflikt haben werden. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen war eine der elitären Teilnehmerinnen beim Bilderberger-Treffen. Alle Verhandlungen wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Für den Fall, dass in absehbarer Zeit neue Meldungen über mangelhaftes Kriegsgerät der Bundeswehr auftauchen, sollte der Kurs unserer Bundesregierung klar werden. Profiteure einer solchen Konfrontationspolitik wären Rüstungsunternehmen und Akteure des militärisch-industriellen-Komplexes, Leidtragende hingegen die Bevölkerungen in Ost- und Mitteleuropa.

Blockade in Transnistrien

Abgeschnitten vom russischen Landweg liegt Transnistrien, eine abtrünnige Republik im Osten Moldawiens. Seit dem Zerfall der Sowjetunion gilt das Gebiet als enger Verbündeter Moskaus. Sogar russische Friedenstruppen sind hier stationiert. Bisher wurden die Truppen über den Hafen von Odessa versorgt, der bekanntlich in der Ukraine liegt und von Kiew kontrolliert wird. Kurz nach dem G7-Gipfel hat Poroschenko ein Abkommen unterzeichnet, das es Russland untersagt, Transnistrien über den ukrainischen Landweg zu versorgen. In Moskau wird schon über eine Luftbrücke diskutiert, was jedoch bedeuten würde, dass russische Flugzeuge den ukrainischen Luftraum durchqueren müssten. Sollte Kiew den ukrainischen Luftraum für russische Flugzeuge sperren, würde Moskau keine andere Wahl bleiben, als in den offenen Krieg einzutreten. Die Deeskalationsbemühungen von Minsk wären dann vollends gescheitert.

Hoffnung durch Diplomatie?

Letztendlich bleibt die Frage, ob sich der Krieg überhaupt noch diplomatisch aufhalten lässt. Die Protokolle von Minsk beweisen, dass ernstgemeinte Absichten einer schnellen Beilegung des Konfliktes unter Ausschluss der Vereinigten Staaten bestehen. Betrachtet man die geopolitischen Konstellationen in Europa, ist es nahezu erschreckend, wenn es aus internen Kreisen heißt, dass die Amerikaner von einer weiteren Eskalation zwischen Russland und der EU profitieren würden. Besonders Deutschland stellt als Exportnation und Hochtechnologieland eine Gefahr für die amerikanische Wirtschaft dar. Würden China und Russland den eurasischen Wirtschaftsraum zukünftig mitgestalten, wäre das amerikanische Imperium zwangsläufig als gescheitert zu betrachten. Weitere Spannungsfelder zwischen den Machzentren dieser Welt zeichnen sich neben der Ostukraine bereits im Nahen Osten und im Südchinesische Meer ab. Diese Vorzeichen gilt es rechtzeitig zu erkennen, denn ein Krieg würde dort eskalieren, wo die Vereinigten Staaten ihren Einflussbereich bedroht sehen – an den Außengrenzen von Europa und Ostasien.

Quellennachweis

Westliche Medien:

http://www.eventanizer.com/MSC2015/MunichSecurityReport2015.pdf
http://derstandard.at/2000017215782/Feuer-an-allen-Fronten-in-der-Ukraine
http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-im-news-ticker-putin-schliesst-zusammenarbeit-mit-g7-aus_id_4741863.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-mehrheit-der-deutschen-wuerde-partner-nicht-verteidigen-a-1038017.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/transnistrien-kriegsgefahr-zwischen-moldau-und-ukraine-a-1037149.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-und-russland-poroschenko-ueber-den-krieg-im-donbass-a-1037096.html
http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-885.html
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit104.html
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/horchposten-russland-usa-havanna
http://www.taz.de/!151499/
http://www.peak-oil.com/2011/11/internationale-energieagentur-warnt-vor-olkrise-ab-2015/
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/krisenregion-osteuropa/rohstoffboerse-spimex-russland-will-sein-erdoel-in-rubel-handeln-1815925.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-01/muenchner-sicherheitskonferenz-gauck-rede-deutsche-aussenpolitik
http://www.welt.de/politik/deutschland/article135709059/Moskau-prophezeit-Eskalation-durch-Kiews-Nato-Plan.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/rubel-krise-in-russland-wolfgang-muenchau-ueber-drohende-staatspleite-a-1009886.html
http://www.welt.de/finanzen/article125747936/USA-zapfen-Oelreserve-erstmals-seit-24-Jahren-an.html
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/7711980-eilmeldung-bilderberger-zukunft-entschieden
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/die-spannungen-zwischen-ukraine-und-russland-um-die-region-transnistrien-wachsen-13638112-p2.html

Russische Medien:

http://de.ria.ru/politics/20141223/270261430.html
http://de.ria.ru/zeitungen/20141217/270224714.html
http://de.sputniknews.com/politik/20141221/270251731.html
http://de.sputniknews.com/militar/20150607/302666415.html
http://de.sputniknews.com/militar/20150605/302642517.html
http://de.sputniknews.com/militar/20150416/301948513.html
http://www.rtdeutsch.com/22419/der-fehlende-teil/der-fehlende-part-jazenjuk-in-den-usa-wir-holen-uns-den-donbass-und-die-krim
zurueck-142/
http://www.rtdeutsch.com/22495/meinung/die-bilderberg-konferenzen-zwischen-mythos-und-notwendiger-kritik-eine-soziologische-analyse/

Alternative Medien:

https://free21.org/sites/free21.org/files/article_pdf/high_resolution/chomsky_dunkle_wolken_ziehen_auf.pdf
http://www.neopresse.com/europa/eu-staaten-sind-vasallen-der-usa/
http://www.neopresse.com/europa/hoher-nato-offizieller-wir-werden-uns-wahrscheinlich-in-diesem-sommer-im-krieg-befinden/
http://www.neopresse.com/politik/us-thinktank-stratfor-kalkuliert-krieg-zwischen-nato-und-russland/
http://www.neopresse.com/politik/stoppt-die-kriegstreiber-der-muenchner-sicherheitskonferenz/

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