in D/A/CH

In Hessen hört der bisherige Spitzenpolitiker Thorsten Schäfer-Gümbel nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ bald auf. Der Politiker ist derzeit Fraktionschef der Partei im hessischen Landtag und war zuvor drei Mal bei den Landtagswahlen als Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten gescheitert. Zuletzt mit 19,8 % aufgrund des schlechtesten SPD-Hessenergebnisses nach dem zweiten Weltkrieg. Schäfer-Gümbel möchte nicht in den Altersruhestand wechseln, sondern dem Vernehmen nach in eine „staatliche Organisation“ wechseln. In früheren Jahrzehnten waren dies die landeseigenen Lottogesellschaften.

Schäfer-Gümbel: Mehrfach gescheitert

Die Häme war groß, als die dritte Niederlage am Stück zum schlechtesten Wahlergebnis seit Jahrzehnten führte. Dabei berief sich Schäfer-Gümbel in erster Linie auf das ungünstige Erscheinungsbild der SPD im Bund. Wohl zu Recht.

Andererseits hatte der Mann auch die beiden vorhergehenden Landtagswahlen verloren. Er ist also mehrfach abgewählt oder nicht gewählt und mit klarsten Niederlagen nach Hause geschickt worden. Dass die SPD kein viertes Mal mit Schäfer-Gümbel ins Rennen gehen wird, liegt in der Natur der Sache – auch andere wollen mal, heißt es so schön.

Dass eine Position in einem „staatlichen Unternehmen“ auf ihn wartet, ist allerdings nicht sonderlich überraschend. Wirtschaftliche Fähigkeiten allerdings hat er sich nicht antrainieren können. Seine Ausbildung besteht in einem M.A.-Studium der Politikwissenschaften. Berufliche Praxis sammelte er als Referent des Sozial- und Jugenddezernenten in Gießen. Dort „implementierte“ er ein Bundesprogramm. Zudem war er von im Jahr 2002 zwischenzeitlich als Berater der SPD-Landtagsfraktion Hessen tätig.

Wir sind gespannt, welche Leitungsfunktion auf Herrn Schäfer-Gümbel jetzt wartet.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die Ambitionen von Thorsten Schäfer-Gümbel kann man gut verstehen, die Sozis haben eben eine ausgesprochene Versorgungsmentalität, wenn es um das eigene Wohlbefinden geht.

    Die angesprochene Lottogesellschaft bietet darüber hinaus noch viele Möglichkeiten der politischen Einflussnahme und Steuerung. Schließlich fließen die Gelder u. a. in kulturelle, sportliche und soziale Einrichtungen/Projekte/Maßnahmen. Gerade auf diesen Gebieten mischen die Sozis bekanntlich stark mit.

    Ansonsten ist es natürlich ein absolutes Armutszeugnis dieses Staates, dass er zulässt, dass abgehalfterte Politiker ohne jegliche fachliche Kompetenz in diesen Einrichtungen gut dotierte Posten erhalten.