in Politik

Am Wochenende eskalierte in der Bundesliga der DFL (Deutsche Fussball-Liga) und des DFB das nach Kritikern offensichtliche Anbiedern an „political correctness“. Fussball-Fans in Sinsheim/Hoffenheim haben Plakate in die Höhe gestreckt und den Hoffenheimer Mäzen Hopp (Milliardär) beleidigt. Der DFB operiert seit jüngster Zeit mit einem „3-Stufen-Plan“, der vorsieht, das Match zu unterbrechen, den Rasen zu betreten und schließlich ggf. das Spiel endgültig abzubrechen, solange noch „diskriminierende“ Tatbestände sichtbar seien. Politisch und zivil- bis strafrechtlich offenbar vollkommen unbeholfene Sportjournalisten sahen teils die „Demokratie“ oder unsere „Freiheit“ in Gefahr. Deutsche Überreaktionen der übelsten Form, wie Kritiker meinen. So wurde bekannt, dass ein Club, RB Leipzig, Zuschauer aus Japan aus dem Stadion entfernen ließ – wohl aus Angst vor dem Corona-Virus.

Diskriminierung für Anfänger

Der DFB beruft sich bei seiner Regel auf „Diskriminierung“. Schmährufe sowie Plakate der genannten Art stellen jedoch keine Diskriminierung dar, sondern vielmehr – dies aber sicher – den Tatbestand der Beleidigung. Dieser ist jedoch von der 3-Stufen-Regel noch nicht einmal erfasst.

Der DFB also sorgte für eine Spielunterbrechung und eine Bühne für die Kurvenanhänger, die noch nicht einmal durch eigenes Verbandsrecht abgedeckt ist. Die Mannschaften verließen unrechtmäßig den Rasen und setzten ihr Spiel zunächst nicht fort. Anschließend feierten sich Zuschauer (der große Rest), Sportjournalisten und Funktionäre selbst für die zur Schau gestellte Zivilcourage.

Hintergrund der Demonstrationen, Schmährufe und Plakate ist die Bestrafung einer ganzen Gruppierung von Menschen für solche Vorkommnisse. Fans von Borussia Dortmund dürfen zwei Jahre lang deshalb keine Spiele in Hoffenheim mehr besuchen. Der Verband also wählte hier eine Kollektivstrafe für eine ganze Fangemeinde. Ein Ansinnen, dass Zuschauer bundesweit durch solche Aktionen wie am Samstag quittierten. Der getroffene Hund, die Funktionäre, bellte besonders laut. Die Sportjournalisten, stets als Hofberichterstatter disqualifiziert (von Beobachtern), jaulte vorauseilend mit auf.

Wenig Beachtung fand hingegen die tatsächliche Diskriminierung von Japanern in Leipzig. Die Asiaten wurden einfach herausgeschmissen – der Club „entschuldigte“ sich am Montag. Eine Doppelmoral, die allerdings in den Qualitätsmedien kaum debattiert werden wird…

 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Sportfunktionäre und Sportjournalisten sind besondere Menschengattungen. Sie zeichnen sich u.a. durch reflexartige Gebrauch von Stereotypen – selbst wenn sie im krassen Gegensatz zu einer Situation stehen -, durch Unbelehrbarkeit und – wie ich selbst erlebt habe – durch ein besonderes Maß an Arroganz aus.

    Das ist aber unerheblich. Denn letzten Endes ist Fußball kein Spiel mehr, sondern Geschäft, und auch kein Sport, sondern sportliche Unterhaltung. Insofern tendiert der gesellschaftliche Wert dieses Genres gegen Null.

    Dazu passt, dass die „Rassismus“, „Freiheit“ und „Demokratie“ geladene Kanone der Wertedeutschen nun in den Fußball hinein schießt, und auch ihm – wie Staat, Schule, Uni, Kirche, Polizei, Recht, u.a. – den Rest gibt.

  2. Fußball ist tot.
    3-4 Saisons noch.. spätestens wenn in ein paar Jahren durch weitere Massenentlassungen und ähnlichen Politisch gemachten Dingen, die Euros richtig knapp werden in den Taschen der gegängelten ,,Mittelschicht,, und das aussterben der Boomer Generation weiter fortgeschritten ist
    Ist vorbei mit dem Zirkus.

    Ich kann die Meldung schon förmlich vor mir sehen

    ,, Europäische Fußball Verbände wollen die Euro Nationen Liga ,,

    Weil auf herkömmlichen Wege kein Verein mehr seine Stadien voll bekommt und generell niemand oder nur die ,,unbedarftesten,, sich für dieses aufgesetzte Schmierentheater ,,Profifußball,, interessieren.

    Von mir aus kann das weg
    Wenn ich Bock auf Fußball ohne Politik habe gucke ich weiter Kreisliga ;)

  3. Warum gehen die Menschen noch in die Stadien? Lasst die verhätschelten Profis vor leeren Rängen spielen. Dann gibt es keine Schmährufe und Diskriminierungen. Also, bleibt zu Hause und kündigt Sky, DAZN und andere Bezahlsender. Dann kommen diese Fuzzis ganz schnell wieder zurück auf den Boden.

  4. Fußballsport ist, wenn man selber spielt.
    Und das muss nicht im Verein sein.
    Ich habe 16 Jahre fast jeden Samstag
    3 Stunden auf den Wiesen am Fluß gepielt
    und wie meine Mitspieler sehr viel Spaß.