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Die Organisation der Vereinten Nationen fürchtet um ihre Finanzmittel. Generalsekretär Guterres befürchtet, dass Löhne bald nicht mehr bezahlt werden können. Die Uno soll in einer finanziellen Krise stecken, heißt es. Bereits in den kommenden Monaten könne es dazu kommen, dass die 44.000 Mitarbeiter nicht mehr bezahlt werden könnten, so Guterres. Gegenwärtig hätten erst 129 der 193 Mitgliedsländern ihre Beiträge für das laufende Jahr bezahlt. Der größte ausstehende Beitrag fehle von den USA. Das liegt daran, dass die USA der größte Beitragszahler sind. Der Anteil Washingtons beträgt 22 Prozent.

Laut Guterres habe die Uno im vergangenen Monat Notmaßnahmen ergriffen, um weniger Geld auszugeben. Nur die wichtigsten Reisen seien erlaubt, vakante Positionen nicht besetzt und Meetings gestrichen oder verschoben worden. Nicht nur die Uno Niederlassung in New York sei von der Geldnot betroffen, sondern auch die Niederlassungen in Genf, Wien und Nairobi.

Die Uno soll immer wieder Probleme mit den Beitragszahlungen der Mitgliedsländer haben. Ende September war das Budget für das laufende Jahr nur zu 70 Prozent finanziert. Insgesamt sollen 1,3 Milliarden Dollar fehlen. Ein Sprecher in New York sagte, dass das Uno-Sekretariat seine Arbeit in Abhängigkeit von der Liquidität der Uno priorisieren müsse.

Dass die Vereinten Nationen (UN) die Non-plus-ultra-Organisation ist, für die sie sich ausgibt, bezweifelt inzwischen nicht nur US-Präsident Donald Trump. Im Dezember 2018 unterzeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel den Migrationspakt der Vereinten Nationen, der von anderen Ländern wie Ungarn, Österreich oder den USA heftig kritisiert und nicht unterzeichnet wurde.

Zudem kündigte Trump an, aus dem UN-Menschenrechtsrat auszutreten. Dieser sei eine „Jauchegrube der politischen Voreingenommenheit“. US-Außenminister Mike Pompeo sagte, der Rat sei „ein schlechter Verteidiger der Menschenrechte“. Die USA fordern eine Reform und werfen dem Gremium in Genf vor, anti-israelisch zu sein. Trump ist nicht der erste US-Präsident, der sich über die hohen Zahlungen beschwert. Auch Reagan und Bush Senior verurteilten die hohen Beitragszahlungen.

Kritik gegenüber den UN kommen jedoch auch von anderer Seite. So sind den Vereinten Nationen immer wieder Missbrauch und Ausbeutung durch Uno-Mitarbeiter gemeldet worden. Unter den Opfern sind häufig Mädchen und Kinder unter 18 Jahren. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 sind 54 Fälle von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung ans Tageslicht gekommen. Mehrere Frauen haben zudem den UN vorgeworfen, intern eine Kultur des Schweigens etabliert zu haben. Sexuelle Übergriffe würden nicht verfolgt und bestraft werden. So sollen nicht nur Kinder, sondern auch Frauen sexuellen Missbrauch durch UN-Mitarbeiter erlitten haben. Guterres hat vergangenes Jahr eine Uno-Anwältin für Missbrauchsopfer benannt. Ein neues Kontrollsystem soll helfen, Täter zu identifizieren und deren erneute Anstellung innerhalb der Uno zu verhindern. Mehr zur Uno finden Sie hier.

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