in Another View

Das nennt sich „Linkspopulismus“: Neuer mexikanischer Präsident verzichtet auf Großteil seines Gehaltes

Der neue Präsident Mexikos, López Obrador legt die Axt an die Bürokratie und an die herrschende Politik. Er verzichtet auf Gehalt. Der Lohn der Presse (das wäre ihm auch hierzulande sicher, so die Leitmedien darüber berichten würden): Er wird als „Linkspopulist“ bezeichnet. Populist scheint zu sein, wer sich irgendwie anbiedert oder die Normen der Nomenklatura nicht einhält oder seine Meinung frei von sonstigen Konventionen äußert oder oder oder – schlicht also anders ist als die herrschende Politklasse dies über Jahrzehnte eingeübt hat. Zu den Fakten. Denn so gehört es sich.

40 % statt 100 %

Der vormalige Präsident Nieto hat etwa 12,230 Euro monatlich verdient. Obrador hingegen möchte nun lediglich 40 % davon beziehen, also 4.890 Euro. Damit wolle er seinen Beitrag dazu leisten, die Bürokratie im Lande und vor allem deren Kosten einzudämmen. Auch die Pensionen früherer Präsidenten sollten entsprechend gekürzt werden, heißt es.

Zudem wolle er dafür sorgen, dass sogar die Verfassung einen Passus enthalte, wonach kein Bürokrat mehr verdienen darf als der Präsident des Landes. Das wäre gleich die zweite Fliege mit einer Klappe: Durch sein neues, selbst festgesetztes Gehalt deckelt er also auch die Gehälter der leitenden bürokratischen Klasse….

Demnächst möchte der neue Präsident, seit dem 1. Juli im Amt, diese Initiative im Kongress Mexikos zur Abstimmung geben.

Was wohl die deutsche Politik dazu sagen würde? Erinnern wir uns an Martin Schulz. Den Mann, der mehrere hunderttausend Euro – unter dem Strich – als EU-Parlamentspräsident bezogen hat. Sitzungsgelder einzig für Sitzungen, bei denen er gar nicht vor Ort sein musste. Sitzungsgelder auch für Sonntage, an denen ersichtlich keine Sitzung stattfindet.

Dagegen ist Angela Merkel mit weniger als 30.000 Euro Monatsgehalt bei aller Kritik noch bescheiden bezahlt.

Aber hier wird die politische Klasse sich den Ast, auf dem sie sitzt, auch nicht ohne weiteres beschneiden.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. „Linkspopulist“ in deren freier Übersetzung sind es doch nur Nestbeschmutzer allfälliger Seilschaften, in Deutschland min. seit 1865, summa sumarum 153 Jahre. Die „Herrschaften“ und ihre Nachfolger können nicht anders. Und Maas voll damit umgehen, sagt in seinem Falle, wer das Volk und das in „seiner“ Heimat um Saarlouis und drum herum, natürlich samt diesem Ableger Saarbrücken, auf seine eigene Karriere erpischt regelrecht vorgeführt, eine als BK-Nachfolgerin in der Cdu gehandelten Dame in den MP-Sessel hievte, sagt alles aus. Die „Dame AKK“ wo ist sie heute, richtig im Kabinett der „Dame Merkel“. Lügenbolde treffen sich immer.
    Immer wieder.

  2. Respekt! Kein Vergleich, aber dennoch ein Zeichen: Die neue österreichische Regierung hat als erstes beschlossen, die Diäten nicht zu erhöhen. Wurde bei uns auch nicht thematisiert, denn bei uns passiert das Gegenteil. Während die Durchschnittsbürger immer weniger haben, stopfen sich unser Politiker immer mehr und mehr in die Taschen und greifen zudem noch unglaubliche Parteifinanzierungen ab. Deutschland ist nach meinem Empfinden eines der korruptestens Ländern, die es gibt. Unsere Politiker machen nur noch Politik für sich selbst und zugunsten der Wirtschaft, der Wähler interessiert nur alle 4 Jahre und selbst da haben sich Wege gefunden, den Wählerwillen zu ignorieren und das Wahlergebnis selbst zu bestimmen.