in D/A/CH

Am heutigen Abend wird Christian Wulff mit militärischen Ehren aus seinem Amt verabschiedet. Hierzu versammeln sich bei eintretender Dunkelheit einige alte Männer in Uniform, zünden lodernde Fackeln an und lauschen gemeinsam sperriger Blasmusik. Angesichts geldwerter Vorteile in Höhe von 479.000 Euro pro Jahr, wird der Altbundespräsident auch diesen Tiefpunkt seiner politischen Karriere mit einem Lächeln überstehen.

Gerätselt wird noch darüber, warum sich Wulff ausgerechnet das Lied „Somewhere over the Rainbow“ gewünscht hat. Dabei liegt diese Entscheidung doch wirklich auf der Hand. Immerhin handelt es sich hierbei um den Soundtrack zu dem 20 Monate währenden Märchen, das jetzt wie ein Traum hinter dem Jungen aus Großburgwedel liegt.

The Wizard of Bellevue

Mit einem parteipolitischen Wirbelsturm schleudert Angela, die böse Hexe des Ostens, den jungen Christian mitsamt seinem Großburgwedeler Klinkerhäuschen in das magische Land Bellevue. Dort landet er auf Friede, der bösen Hexe des Westens, die den Unfall zwar überlebt, in der Folge aber auf Rache sinnt. Sie setzt ihre Hofberichterstatter, allen voran den fliegenden Affen Kai, darauf an, den unerfahrenen Christian ins Verderben zu stürzen.

Der gute Zauberer Olaf rät seinem Schützling Christian, sich auf die Suche nach dem Zauberer von Bellevue zu machen, der Hilfe leisten könnte. Gemeinsam mit einem Versicherungsverkäufer, der statt Stroh gerne ein Gehirn hätte, einem Event-Manager, der ein Herz möchte und einem ängstlichen Rentner aus der Schweiz, der sich mehr Mut wünscht, macht sich Christian auf den weiten Weg. Mit seinen drei Begleitern muss er unterwegs viele Abenteuer bestehen, die ihn an die Nordseeküste, auf die Balearen und ins ferne Florida führen.

Als sie schließlich auf den Zauberer von Bellevue stoßen, gibt der ihnen den Auftrag, die böse Hexe des Westens und ihren fliegenden Affen zu besiegen. Christian nimmt all seinen Mut zusammen und fordert den fliegenden Affen am Rubikon zum Kampf heraus. Mittlerweile bereut die böse Hexe des Ostens, Christian nach Bellevue geschleudert zu haben und versagt ihm ihre Unterstützung. Sie hat sich längst einem anderen Günstling zugewandt, dem ein besserer Draht zum lieben Gott nachgesagt wird und den sie aus alten Zeiten gut kennt.

Christian unterliegt im Kampf gegen die böse Hexe des Westens und ihren fliegenden Affen. Doch bevor er ernsthaften Schaden nimmt, wacht er im Klinkerhäuschen in Großburgwedel auf und stellt fest, dass alles nur ein Traum gewesen ist. Seine Freunde und Begleiter sind verschwunden und nur eine Truhe Gold unter seinem Bett erinnert noch an das überstandene Abenteuer.

Erleichtert tritt Christian in seinen kleinen Garten und als es dunkel wird entzündet er dort ein paar Fackeln und singt zufrieden das Lied „Somewhere over the Rainbow“.

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