in D/A/CH

Berlin – SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück soll laut eines Zeitungsberichtes im Visier der DDR-Stasi gewesen sein.

Das berichtet die „Welt am Sonntag“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Demnach taucht Steinbrück in Dokumenten auf, in denen potentielle Kandidaten für einen Job als „Inoffizieller Mitarbeiter“ aufgelistet werden – vermutlich ohne deren Wissen.

Angeblich soll Steinbrück als sogenannter „Vorlauf-IM“ in den 1980er Jahren der Name „Nelke“ zugeordnet worden sein. Auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ sagte Steinbrück, dass er niemals mit dem MfS oder einem anderen ausländischen Geheimdienst zusammengearbeitet habe. Er kündigte an, das Material aus der Stasiunterlagen-Behörde über ihn der Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen.

Die Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen hatte dem Blatt zuvor Dokumente ausgehändigt, die einen angeheirateten Cousin Steinbrücks aus Thüringen als IM „Richard König“ ausweisen. Steinbrück sagte der „Welt am Sonntag“ auf Anfrage, dass er nichts von der Stasi-Tätigkeit des Mannes gewusst habe, den er mehrfach bei privaten Verwandtenbesuchen in der DDR getroffen hatte. Die Stasiunterlagen-Behörde stuft den Vorgang „Nelke“ bislang nicht als IM-Vorgang ein, so die Zeitung weiter.

Vorlauf-Vorgänge mussten im Falle eines Misserfolgs nach Stasi-Richtlinien nach neun Monaten geschlossen werden. Der Vorgang „Nelke“ sei jedoch nicht nach neun Monaten archiviert, sondern bis zur Wende offen geblieben. Steinbrück war als Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin Anfang der 80er Jahre nach eigenen Angaben regelmäßig durch die Stasi abgehört worden. (dts Nachrichtenagentur)

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