Volker Beck und Petra Pau intervenieren in Berlin

Die Volksbühne in Berlin war seit Wochen für einen Auftritt am 9. November gebucht, genauso wie seit Wochen die Gastredner David Sheen (kanadisch-israelischer Staatsbürger) und Max Blumenthal (jüdischer US-Amerikaner) eigens für diesen Auftritt gebucht wurden.

Die Organisatoren von publicsolidarity nutzen die Europareise von Max Blumenthal und David Sheen, die in Brüssel vor dem Russel Tribunal ausgesagt haben und ihre Erfahrungen (Max war während der israelischen Bombardierung diesen Sommer im Gaza Streifen und erlebte hautnah die wahllose Zerstörung mit) über Israel`s Rassismus in Berlin teilen wollten.

Doch am Samstag, einen Tag vor der geplanten Veranstaltung, gingen bei der Volksbühne Berlin Faxe aus dem Büro von Volker Beck, Petra Pau und Reinhold Robbe ein und legten es den Managern der Volksbühne nahe, den Auftritt von David Sheen und Max Blumenthal zu stornieren.

Ausgerechnet Volker Beck von den „Bündnis 90/Die Grünen“, ein Abgeordneter im Deutschen Bundestag der angibt sich für Menschenrechte einzusetzen, setzt seine politische Macht ein um eine Diskussion über die von Israel begangenen Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.

Nicht weniger anstossend ist die Rolle der Vizepräsidentin des Bundestages, Petrau Pau von den Linken, die sich für die Aufklärung der NSU-Morde und gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus einsetzt, die ihre eigenen Prinzipien über Bord warf als sie sich dem Boykott der Diskussion von Sheen und Blumenthal anschloss, in der es genau um die Themen von Rassismus und Antisemitismus ging für welche sich Frau Pau eigentlich einsetzt.

Drahtzieher dieses Boykotts dürfte Reinhold Robbe gewesen sein, ein SPD-Politiker und Bundestagsabgeordneter von 1994 – 2005 und Wehrbeauftrager des Deutschen Bundestages von 2005 bis 2010.

Nach seiner aktiven Politkarriere wechselte Robbe in das Geschäft der Lobbyisten, wo er als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft dafür sorgt, dass sich seine hochkarätigen Kontakte in die deutsche Politik in bare Münze für Israel`s Politik auszahlen.

Dass sich nun so mächtige Stellen im Vergleich zu den Gastrednern auf der geplanten Volksbühne in Berlin einschalteten um genau diesen Anlass zu boykottieren, zeigt wie sehr Israel durch die rechtsgerichtete Politik international unter Druck geraten ist. Es zeigt aber auch in aller Deutlichkeit die Macht der zionistischen Lobby; auch in Deutschland!

Die Reaktion von David Sheen und Max Blumenthal auf diese unverhofften Ereignisse war klug und professionell, insbesondere die Message die sie zu übermitteln versuchten verdient es hier komplett wiedergegeben zu werden: NEVER AGAIN TO ANYONE!

Damit endete die Rolle von Volker Beck aber noch nicht. Für Montag den 10.11.2014, war eine Debatte im Bundestag mit David Sheen und Max Blumenthal angesetzt wo es genau um die Themen ging die Volker Beck, Petra Pau und Reinhold Robbe zu unterdrücken suchten.

Nach dem zunächst „erfolgreichen“ Boykott der Diskussion in der Volksbühne in Berlin, ging man davon aus dass auch die Diskussion im Bundestag vom Tisch wäre.

Voller Zuversicht twitterte Benjamin Weinthal von der Jerusalem Post dass dieses sogenannte „anti-Israel Event“ im Bundestag gestrichen wurde, nachdem Volker Beck und Petra Pau dafür gesorgt haben dass der erste Teil dieses „Events“ nicht zustande kam. Noch gestern Abend erkundigte sich Weinthal bei Volker Beck, ob die Bundestagsdebatte stattfindet oder nicht, worauf ihm Volker Beck antwortete „ob es nicht von Petra Pau und Gregor Gysi gecancelt wurde?“.

Noch während Weinthal also behauptete dass es diese Debatte nicht gibt, twitterte Max Blumenthal live aus der Sitzung und belehrte den Europa-Korrespondenten der Jerusalem Post eines Besseren. Man kann sich vorstellen dass Volker Beck in diesem Augenblick recht düpiert dagestanden haben muss angesichts dieser unerwarteten Wendung. Und nun versucht Beck seine israelischen Auftraggeber (wer eine bessere Bezeichnung für diejenigen im Hintergrund kennt, für die Beck diesen Aufwand betrieben hat, kann mir diese gerne mitteilen) zu besänftigen indem er um Schadensbegrenzung bemüht ist und eine Stellungnahme von Gregor Gysi verlangt, weshalb es dennoch zu diesem „anti-israelischen Event“ kommen konnte.