in D/A/CH

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 ist in vollem Gange. Es zeichnet sich hierbei immer mehr ein Trend zu Steuererhöhungen ab. Mehr Steuern für Bildung, Umwelt, Europa und Familien sind laut gängiger Meinung vieler Politiker notwendig.

Tatsächlich ist es so, dass die staatlichen Steuereinnahmen einen Rekordwert nach dem anderen erreichen. Wir bezahlen so viele Steuern, wie nie zuvor – der Staat hat kein Einnahmen- sondern ein Ausgabenproblem. Durch das komplexe Steuer- und Abgabensystem kennen viele Bürgerinnen und Bürger nicht ihre wahre Steuerlast.

Nehmen wir einen normalen Facharbeiter mit knapp 2.000€ netto pro Monat. Sein Bruttogehalt liegt bei zirka 3.120€. Weil der Arbeitgeber die meisten Beiträge zur Sozialversicherung hälftig mitbezahlt, liegt sein echtes Bruttogehalt bei zirka 3.940€. Von den netto zirka 2.000€ geht der Facharbeiter einkaufen, tanken und bestreitet seinen Lebensunterhalt. Bei einem durchschnittlichen Lebensstil fallen zirka 900€ Mehrwert- und Verbrauchssteuern an. Somit bleibt ein echtes Netto von zirka 1.100 Euro. Das entspricht noch zirka 27% des echten Bruttos. Von den 1.100€ muss unser Facharbeiter nun noch für den Rundfunkbeitrag, Zuzahlungen für Medikamente und viele andere halbstaatliche Leistungen aufkommen.

Die Gehaltsabrechnung, die wir alle monatlich bekommen, täuscht über die Realität hinweg. Sie ist nur eine Momentaufnahme eines größeren Besteuerungsprozesses. Denkt man diesen Prozess konsequent zu Ende, dann erkennt man noch viel mehr Abgaben. Unternehmen bezahlen die Körperschaftssteuer, Zölle und Zwangsbeiträge. All diese Beträge gehen an den Staat und werden in die Preise der Endprodukte integriert. Wer seinen Lebensunterhalt bestreitet und einkaufen geht, bezahlt demnach nicht nur die Mehrwert- und Verbrauchssteuern, sondern auch alle Steuern, Gebühren und Abgaben, die auf Unternehmerseite anfallen. Die wahre Steuerlast ist wesentlich höher als im Steuerbescheid ausgewiesen.

Ist es nicht absurd, dass der Staat Steuerrekordeinnahmen verbucht, während viele Städte und Kommunen am Hungertuch nagen? Möglicherweise haben wir kein Einnahmenproblem sondern eher eine strukturelle Herausforderung. Auf der anderen Seite kann man auch Verständnis gegenüber den Politikern aufbringen. Wer sparen will und Ausgaben kürzt, der wird nicht mehr gewählt. Wer einfach den “scheinbar anderen” die Steuern erhöht und alle staatlichen Leistungen belässt oder sogar erhöht, der wird gewählt. Die meisten Bürgerinnen und Bürger haben noch nicht begriffen, dass sie selbst es sind, die die meisten Steuern und Abgaben zu bezahlen haben. In unserem obigen Beispiel kommen wir auf eine Abgabenquote von zirka 73%. Wo ist die Schmerzgrenze? (Erschienen auf: morningbriefingnews.wordpress.com)

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11 Kommentare

  1. Nicht zu vergessen, dass man in den USA gar keine Einkommenssteuer zahlen musste vor 1913 und das war eben vor Installieren der privaten FED, welche das Monopol für die Geldschöpfung erhielt.
    Wofür fallen denn jetzt zusätzlich so große Kosten an, wofür immer neue Steuern erfunden werden? Nun der größte Posten sind wohl Zins und Zinseszins für das Geld, welches man nicht mehr selbst drucken darf, sondern sich jetzt leihen muss und wer den Zinseszins-Effekt als steil mittlerweile aufsteigende Kurve gesehen hat, versteht, dass das Polittheater gar nicht hinterher kommen kann mit neuen Steuern erfinden und dass das ohnehin nicht geht, diesen Zinseszins auf „Luftgeld“ zu bezahlen, da man nur Geld erfinden kann, um das zu „bezahlen“.

    • Da sieht man, was einem eine sehr gute Verfassung nützt, wenn der Staat in den Händen von Hintergrundmächten liegt, die sich nicht um die Gesetze scheren. In DEUTSCH liegen die die direkten Steuern und Abgaben bei ca. 90 Prozent. Die Steuer auf Strom z.B. ist auf 51 Prozent in diesem Jahr gestiegen. Damit haben wir die höchsten Strompreise der Welt, wenn ich richtig nachgesehen habe.
      Die gute Nachricht, so ein Witzbold, mehr als 100 Prozent können die Ihnen nicht abnehmen. Ich bin mir da nicht so sicher.

      • Wenn Sie d-EU-tschland meinen, sehe ich hier in unmittelbarer Reichweite nirgends eine Verfassung mit dazugehörendem Nationalstaat. – Was ich sehe, ist ein Grundgesetz FÜR eine „BRD“ die ausschaut wie eine Treuhandverwaltung in der Form einer Nichtregierungsorganisation des Treugebers UNO.

        Ich nehme mal an, Sie meinen mit „deutsch“ das Personal aus vermutlich Deutschen die dieses Vereinigte Wirtschaftsgebiet bewohnen und sich mit einer Kennkarte ausweisen, deren Staatsangehörigkeitsangabe auf einer NS-Verordnung vom 5.2.1934 basiert. Staatenlose mit dem hypothetischen Status eines Kolonieangehörigen.
        „Deutsche Staatsangehörigkeit 1934“ = „unmittelbare Reichsangehörigkeit“ (Kolonieangehörigkeit) nach (Ru)StAG 1913.

        • Die Steuergesetze, die Herr H. 1934 und 35 erlassen hat, wurden von denen 1919 merkwürdigerweise beinahe abgeschrieben. Die Frage drängt sich auf, wer oder was hat in DEUTSCH 1919 die Macht ergriffen mit dem massivsten Steuererhöhungen der Welt.
          Vorher waren die Höststeuern 4 Prozent beim Kaiser. Ich würde mich mal fragen, was da für wen plündert, denn Steuern sind immer Tribute und hätten keinen Platz in einem Land, daß sein Geld selbst schöpft.

  2. Wie wäre es denn als Zwischenlösung mit Abwertung, also unter Inflation Enteignung der Bankguthaben der Bevölkerung und gleichzeitiger Verringerung der Schulden? – Ist wohl auch nicht mehr ausreichend und deshalb direkter Zugriff auf die Bankkonten als Teil einer Diktatur der Finanzelite in der Eu!
    Wer nicht weiß aber was dazu wissen möchte, wer zu den ganz großen Monopolisten über das Geld gehört -> Mal suchen nach Eigentümern der FED und man findet bekannte Namen, die nicht genannt werden sollen und auf keiner dieser Forbes Listen der Reichen stehen, da dafür schon zu reich!

    Wer über zu hohe Steuern und den Euro schimpft aber nicht über dieses Geldsystem aufklärt, kommt mitunter daher wie ein neuer Bauernfänger.

  3. Wie würde man das Gesellschaftssystem in Deutschland nennen, wenn die Steuer- und Abgabenlast nicht, wie im Artikel berichtet, bei 73% läge, sondern bei 90 oder gar 100%? Wenn man also einen Großteil oder sogar seinen gesamten Verdienst beim Staat abgeben muss und dieser dann über dessen Verwendung entscheidet? Wieviel hat unser System tatsächlich noch mit Kapitalismus zu tun? Leben wir nicht längst im Sozialismus?

    • Das hat auch nichts mit Sozialismus zu tun. Das ist Zinssklaverei! Trotz der steigenden Staatseinnahmen wird der Schuldenberg nicht weniger. Und er wird es so auf diesem Wege auch nicht werden.

      • Völlig richtig, in einem demokratischen Staat, der sein Geld selbst schöpft und sein aus dem Nichts geschaffenes Geld gegen Leistungen tauscht, gibt es keinen Platz für Steuern. Steuern sind immer nur ein Tributsystem, dass an erster Stelle zum Hochhängen der Brotkörbe dient, damit die Sklaven auch richtig im Hamsterrad – für wen – rennen.

  4. Da ist mal wieder nicht durchdacht, wieviel Steuern auf einer Ware oder Dienstleistung liegt!
    Als Unternehmer muß ich in den Verkaufspreis jede Steuer, die ich zahle, miteinkalkulieren. Also Einkommensteuer, Grundsteuer, Energiesteuern, Kfz Steuern, Gewerbesteuern
    Lohnsteuern der Mitarbeiter, Sozial(steuern)abgaben etc.
    Ebenso muß dies mein Vorlieferant und dessen Vorlieferant, der Spediteur etc tun. Da kommen Sie dann locker auf 50-60% plus Mehrwertsteuer. Selbst ein Harz 4 Empfänger zahlt 60-70%
    Steuer. Wieso sind „sozialversicherungen so teuer?
    Richtig, ihre Leistungen bestehen ebenfalls aus 60-70% Steuern!
    Ich frage jetzt einfach, wo ist der Kies?
    (CAFR)

  5. Damit wird die Versklavung der Bevölkerung durch Verdummung, damit werden die Kriege finanziert und ein riesiger Überwachungsapparat. In Europa liegt die ausgewiesene Staatsquote zwischen 35 und 60 Prozent . Das bedeutet, das Staatsgebilde verkonsumiert bis zu 60 Prozent aller erzeugten Güter. Der Weg führt dann immer weiter zu einer Umverteilungswirtschaft – in DEUTSCH werden 45 Prozent behauptet – laut anderen Angaben liegen wir bei 63 Prozent.