PEGIDA: Warum es die Gesellschaft spaltet

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Rund 18.000 Menschen demonstrierten trotz Nieselregen am Montagabend in Dresden im Zuge der Pegida-Beweung. Damit hatte die islamkritische Beweung ihren bisherigen Rekordzulauf. Eine Gruppe von anerkannten Migrationswissenschaftlern äußerte sich über ihre Sorge bezüglich dem  „ernsten Phänomen“, das sich hinter Pegida verberge. Die Gruppe „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, oder abgekürzt Pegida steht für „einen immer tiefer werdenden Riss in der deutschen Gesellschaft“ zwischen denjenigen, die Flüchtlinge willkommen hießen und solchen, die diese verteufelten, sagt Werner Schiffauer, Ethnologe an der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder), Vorsitzender des Rats für Migration (RfM).

Die Migrationsforscher glauben, dass Pegida symptomatisch sei für eine weit verbreitete falsche Vorstellung über Einwanderung, an der viele Deutsche festhalten, sagt der Sozialpsychologe Andreas Zick von der Universität Bielefeld. Ganze 40 Prozent der Deutschen seien davon überzeugt, dass diejenigen, die Asyl in Deutschland beantragen, lügen würden, wenn sie als Grund die Verfolgung in ihrem Heimatland angeben würden, so der Leiter des Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung. Gegen diese Anti-Migrations-Mentalität müsse etwas unternommen werden. Sein Plädoyer: „Macht die Umwelt von solchen Menschen vielfältiger, dann werden die Menschen selbst vielfältiger.“

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Wenig Bereitschaft zur Integration

Zwar fordern in einer aktuellen Umfrage 70 Prozent der Befragten mehr Akzeptanz für Muslime, aber sie zeigen wenig Bereitschaft zur Integration, sagt die Berliner Migrationsforscherin Naika Foroutan. Mehr als die Hälfte aller Deutschen sind zum Beispiel gegen den Bau von Moscheen in ihrer Nachbarschaft und 40 Prozent sind davon überzeugt, dass nur solche, die auch deutsche Eltern haben, als echte Deutsche bezeichnet werden dürften. Das berichtete DW. Letztendlich lässt sich die Problematik auf fehlende Kommunikation zurückführen. Ohne diese Kommunikation lässt sich die tiefverankerte, fehlende Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung nicht beseitigen.

Bei der letzten Kundgebung im alten Jahr kurz vor Weihnachten waren 17.500 Menschen erschienen. Kleinere Versammlungen gab auch in anderen deutschen Städten, oft begleitet von Gegen-Demonstrationen, die gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus protestierten. Ähnliche Zeichen wurden durch Bundesweite Aktionen, wie “Licht aus gegen Pegida“ gesetzt. So blieben beispielsweise der Kölner Dom, sowie das Brandenburger Tor wegen Pegida-Demonstrationen ohne Beleuchtung.

Quellen:
http://www.dw.de/pegida-zeigt-riss-in-der-gesellschaft/a-18173473
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundesweite-aktionen-licht-aus-gegen-pegida-13354421.html

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